Internationale Fachdelegation erhält Einblick in moderne Ausbildungsstrukturen im Gartenbau
Eine Fachdelegation aus Albanien hat sich in Berlin über die Struktur und Inhalte der beruflichen Bildung im Gartenbau informiert. Eingeladen hatte der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), der die Teilnehmer im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft empfing. Zur Gruppe gehörten Lehrkräfte aus Berufsbildungszentren und Schulen, Vertreter landwirtschaftlicher Betriebe sowie Institutionen der Berufsbildung und Wissenschaft.
Im Mittelpunkt des Auftakttermins stand die Organisation der gärtnerischen Aus- und Weiterbildung in Deutschland. Dabei erhielten die Teilnehmer einen detaillierten Einblick in die fachlichen Anforderungen sowie in die systematische Verzahnung von Theorie und Praxis innerhalb der Ausbildung.
Fokus auf Obst- und Gemüsebau
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Fachrichtungen Obst- und Gemüsebau innerhalb des Gartenbaus. Vermittelt wurden Inhalte zu Ausbildungsstrukturen, Qualifikationsprofilen sowie zu den Anforderungen an moderne Produktionsbetriebe. Die Delegation setzte sich intensiv mit den Rahmenbedingungen auseinander, unter denen Fachkräfte für diese Bereiche ausgebildet werden.
Darüber hinaus wurde die bundesweite Nachwuchskampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ vorgestellt. Sie dient der gezielten Ansprache potenzieller Auszubildender und zeigt Wege auf, wie Betriebe dem Fachkräftemangel im Gartenbau begegnen können. Für die internationalen Gäste bot dies praxisnahe Ansätze zur Weiterentwicklung eigener Strategien in der Berufsorientierung.
Austausch zu Bildungsstrukturen
Im Dialog mit der Referentin für Bildung und Forschung des ZVG nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, konkrete Fragen zur Organisation der Ausbildung zu stellen. Dabei ging es unter anderem um die Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Berufsschulen und Verbänden sowie um die Qualitätssicherung innerhalb der Ausbildungssysteme.
Das Interesse galt insbesondere den institutionellen Rahmenbedingungen, die eine kontinuierliche Anpassung der Ausbildungsinhalte an technische und wirtschaftliche Entwicklungen im Gartenbau ermöglichen. Der fachliche Austausch lieferte Impulse für die Weiterentwicklung bestehender Strukturen in Albanien.
Teil eines internationalen Bildungsprojekts
Der Besuch beim ZVG war Teil einer einwöchigen Fachstudienreise in Deutschland. Diese steht unter dem Thema „Modernisierung der Berufsausbildung im Obst- und Gartenbau“ und richtet sich gezielt an Fach- und Führungskräfte aus Bildung, Wissenschaft und Praxis.
Organisiert wird die Studienreise im Auftrag des Auswärtigen Amtes durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Sie ist eingebettet in ein Projekt zur Weiterentwicklung der Ausbildungsgänge im Bereich Landwirtschaft am Multifunktionalen Berufsbildungszentrum Kamza.
Ziel ist es, die Ausbildungsqualität nachhaltig zu verbessern und internationale Standards stärker in die nationale Berufsbildung zu integrieren. Der fachliche Austausch mit deutschen Institutionen liefert dafür praxisorientierte Anknüpfungspunkte und konkrete Umsetzungsansätze.
