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Fachtagung zu Übergangsbereichen zwischen Freifläche und Gebäude

Die FLL-Fachtagung in Freising stellte die "Empfehlungen für Planung, Bau und Instandhaltung der Übergangsbereiche von Freiflächen zu Gebäuden" vor. Experten beleuchteten Herausforderungen und Lösungsansätze für die sensible Schnittstelle zwischen Gebäude und Freifläche.

Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Schnittstelle Gebäude-Freifläche

Seit Herbst 2012 existieren die FLL-„Empfehlungen für Planung, Bau und Instandhaltung der Übergangsbereiche von Freiflächen zu Gebäuden“. Dieses bundesweit gültige Regelwerk wurde von einem interdisziplinären FLL-Regelwerksausschuss (RWA) unter der Leitung von Prof. Dr. Mehdi Mahabadi über vier Jahre hinweg erarbeitet, unter Beteiligung verschiedener Fachverbände des Hoch- und Fassadenbaus.

Der Anwendungsbereich dieser Empfehlungen konzentriert sich auf die fachgerechte Planung und Ausführung der Schnittstelle zwischen der abgedichteten Gebäudeaußenwand oder dem Fassadensockel und der angrenzenden Freifläche. Die Praxis zeigt, dass dieser Übergangsbereich oft sensibel ist. Am 23. Juli 2014 veranstaltete die FLL in Kooperation mit dem VGL Bayern in Freising eine Fachtagung, um die Inhalte der Empfehlungen vorzustellen. Die Veranstaltung richtete sich an Planer, wie Landschaftsarchitekten und Architekten, an Ausführungsbetriebe aus dem Hoch-, Tief- sowie Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, und an Sachverständige. Entsprechend wurden die Themen aus verschiedenen Fachdisziplinen beleuchtet.

In der Vergangenheit kam es bei der Planung und Ausführung zwischen den beteiligten Leistungsbereichen des Hoch- und Tiefbaus sowie des Landschaftsbaus wiederholt zu Unstimmigkeiten. Die Fachtagung verdeutlichte, dass bei den Teilnehmern Unsicherheiten bestehen, insbesondere hinsichtlich:

  • Schadensursachen,
  • unterschiedlicher Fassadenkonstruktionen und Freiflächentypen,
  • der daraus resultierenden Anforderungen an Planung, Bau und Instandsetzung der Übergangsbereiche,
  • sowie der zugehörigen ergänzenden Maßnahmen zum Schutz des Gebäudes.

Die Fachtagung trug mit sieben Vorträgen von Experten, von denen die meisten Mitglieder des FLL-Regelwerksausschusses waren, dazu bei, solche Probleme zukünftig zu vermeiden oder zu minimieren. Einige an der Erarbeitung beteiligte Hochbauverbände präsentierten konstruktive Besonderheiten ihrer Fassadentypen und erläuterten die daraus resultierenden Anforderungen an die Gestaltung des Freiflächenanschlusses.

Heinz Samson, Architekt, Stuckateur und Sachverständiger, informierte über geplante Neuregelungen der ATV DIN 18345 (VOB) und der ATV DIN 18350 (VOB), die ab Ende 2014 für zukünftige vertragliche Situationen relevant werden. Demnach ist vorgesehen, das Abdichten des Putzes gegen Feuchtigkeit im erdberührten Bereich, im Spritzwasserbereich sowie der Einbau von Abdichtungen unterhalb von Fensterbänken als besondere, vergütungspflichtige Leistungen aufzuführen. Damit einhergehen soll eine Hinweispflicht. Besonders großes Interesse zeigten die Teilnehmer an der ausgedehnten Diskussion mit den FLL-Experten und dem Erfahrungsaustausch untereinander.

05.08.2014

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