Baustoffe & Materialien, Bauwerksbegrünung, Wege-, Platz- und Terrassenbau

FBB veröffentlicht SchlagLicht 6 zu Plattenbelägen auf Dächern

Mit dem SchlagLicht 6 liefert die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung eine Orientierungshilfe für Plattenbeläge auf Flachdächern und Balkonen. Die Publikation greift typische Praxisfragen auf und bündelt Erfahrungen sowie technische Anforderungen für Planung und Ausführung.

Neue Orientierungshilfe behandelt Planung und Ausführung von Dachbelägen

Die Planung und Ausführung von Plattenbelägen auf Flachdächern und Balkonen sorgt in der Praxis immer wieder für Unsicherheiten. Ein allgemein anerkanntes Regelwerk für diese Bauweise existiert bislang nicht. Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e. V. (FBB) hat deshalb die Publikation „FBB-SchlagLicht 6 – Plattenbeläge auf Dächern“ veröffentlicht.

Hintergrund ist die Tatsache, dass die DIN 18318 für entsprechende Konstruktionen nicht anwendbar ist. Bauweisen ohne Drän- und Tragschicht auf Bauwerken werden im Geltungsbereich der Norm ausdrücklich ausgeschlossen. Vorhandene Fachregeln behandeln zudem häufig nur einzelne Teilaspekte.

Praxisfragen führen regelmäßig zu Diskussionen

Auf Baustellen ergeben sich dadurch immer wieder unterschiedliche Auffassungen zu Planung, Ausführung und Bewertung von Belagsflächen auf Dächern. Auch die in den FLL-Empfehlungen beschriebenen Anforderungen an begehbare Verkehrsflächen lassen sich in der Praxis nicht immer umsetzen oder scheitern an den baulichen Gegebenheiten.

Zu den häufig diskutierten Fragestellungen zählen unter anderem:

  • Ist ein Oberflächengefälle zwingend erforderlich?
  • Kann alternativ eine Flächendränage eingesetzt werden?
  • Wie erfolgt die Ableitung des Wassers von der Entwässerungsrinne zum Dachablauf?
  • Sind Kalkausblühungen als Mangel zu bewerten?
  • Welche Bewegungen und Toleranzen sind bei Plattenbelägen zulässig?
  • Müssen Fugen verfüllt werden?
  • Welche Anforderungen gelten für den Verlegeuntergrund?

Steigende Anforderungen erhöhen das Konfliktpotenzial

Die Situation wird zusätzlich durch steigende Erwartungen vieler Bauherren verschärft. Dabei werden die besonderen Randbedingungen von Dachkonstruktionen häufig nicht ausreichend berücksichtigt.

Plattenbeläge auf Dächern unterscheiden sich grundlegend von Belagsflächen auf verdichtetem Untergrund. Aus einem vermeintlich einfachen Bauteil entsteht dadurch nicht selten ein Gewerk mit erheblichem Konfliktpotenzial für Planer und Ausführende.

Erfahrungen aus Praxis und Regelwerken zusammengeführt

Um mehr Klarheit zu schaffen, hat die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e. V. eine Projektgruppe eingerichtet. Diese beschäftigte sich mit den Anforderungen und dem Aufbau lose verlegter Belagsflächen auf flächigen Schüttungen.

Für die Ausarbeitung wurden Informationen aus unterschiedlichen Regelwerken und Fachquellen zusammengetragen und durch praktische Erfahrungen ergänzt. Die Ergebnisse wurden im neuen FBB-SchlagLicht 6 „Plattenbeläge auf Dächern“ zusammengefasst und stehen als Orientierungshilfe für Planer und Ausführende zur Verfügung.

03.01.2011

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