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Lichtband im Trottoir: Entwässerungsspezialisten ermöglichen Kunstprojekt in Jönköping

In Jönköping entstand ein einzigartiges Lichtband im Trottoir, das die Zündholz-Geschichte der Stadt aufgreift. Entwässerungsspezialisten entwickelten die Abdeckungen für das Kunstwerk, das hohe Belastungen aushalten muss und filigrane Muster zeigt.

Kunst und Technik vereint: Das Projekt „Traces in Motion“

Die schwedische Stadt Jönköping hat in Zusammenarbeit mit dem Künstler Erik Vallbo ein Lichtband im Trottoir vor dem Streichholzmuseum realisiert. Die Entwicklung der Abdeckungen für dieses Kunstwerk erfolgte durch den österreichischen Entwässerungsspezialisten BG-Graspointner und seinen schwedischen Vertriebspartner Ulefos. Das Lichtband soll an die Zündholz-Geschichte der Stadt erinnern.

Für BG-Graspointner stellte dieser Auftrag eine besondere Herausforderung dar. Das Know-how der Rinnenspezialisten war bei der technischen Entwicklung der Abdeckungen gefragt, die der Industriedesigner und Künstler Erik Vallbo entworfen hatte. Vallbo ist für seine Klang- und Lichtinstallationen sowie naturbasierten Kunstobjekte bekannt. In seinem Stockholmer Studio beschäftigt er sich mit der Interaktion von Technologie und Natur, um Naturerlebnisse zu schaffen und die Neugierde der Menschen zu wecken.

Die Geschichte des Ortes spielerisch erfahren

Vallbos Ziel war es, die Geschichte Jönköpings spielerisch zu vermitteln. Bei seinen Recherchen für das Kunstwerk auf dem Museumsvorplatz Brånebacken entdeckte er eine Sammlung grafisch gestalteter Streichholzetiketten. Jönköping war bis ins 20. Jahrhundert ein Zentrum der schwedischen Zündholzindustrie. Die Idee entstand, diese Muster in einer dynamisierten Abfolge in zwei Lichtbänder zu integrieren. Diese sollten miteinander in Aktion treten und die Betrachter einladen, die Geschichte des Ortes zu erkunden. Das Projekt erhielt den Namen „Traces in Motion“.

Kreativ-Team mit Expertenwissen

Der Platz wird von einer Buslinie überquert, weshalb die Lichtbänder eine Belastungsklasse von D400 (entspricht dem Gewicht eines vollbesetzten Busses) aushalten mussten. Bei der Suche nach einer Lösung, die Mustervielfalt und hohe Lastanforderungen kombiniert, kam das Thema Entwässerung ins Spiel. Obwohl die Entwässerung nicht im Vordergrund stand, wurde erkannt, dass Spezialisten aus diesem Bereich technische Schwierigkeiten lösen könnten. Über den Vertriebspartner Ulefos wurde BG-Graspointner in das internationale Kreativteam integriert.

Lösung für ein tonnenschweres Problem

Der Auftrag umfasste die Entwicklung einer Produktionstechnik und die Lösung der Lastprobleme. Erik Vallbo plante zwei parallele Musterbänder, die sich aus vielen verschiedenen Entwürfen zusammensetzen sollten. Die große Anzahl benötigter Gussformen machte Gusseisen als Material für die Abdeckungen unwirtschaftlich und die Ergebnisse wären zu wenig kantscharf gewesen. Die Wahl fiel daher auf Cortenstahl, ein witterungsbeständiges Material, das filigrane Muster mittels Laser ermöglicht.

Filigrane Muster in hartem Stahl

Ein wesentlicher Teil des Projekts war die Erforschung von Mustern und Formen, die dem hohen Druck standhalten können. Erik Vallbo hatte über 30 Muster vorbereitet, von denen 17 umgesetzt wurden. Ulrich Groth von BG-Graspointner erläutert die Herausforderungen:

Wir mussten prüfen, ob sich die Muster überhaupt aus den Cortenstahlplatten lasern ließen, manchmal fehlte da nur ein gewisser Radius. Und andererseits musste die Überfahrbarkeit gewährleistet bleiben. Dafür wurden viele Berechnungen und Tests gemacht.

Nach mehreren Belastungstests erwies sich eine Stärke von zwanzig Millimeter Cortenstahl als geeignet, die Lasten aufzunehmen. Die Abdeckung ist auf der Standardrinne BG-FILCOTEN NW 150 pro G von BG-Graspointner aufgesetzt. Der Rinnenkörper aus Hochleistungsbeton bietet hohe Stabilität und minimale Umweltbelastung. Das Rinnensystem ist bis zur Klasse E 600 (gemäß EN 1433) belastbar. Für den Museumsvorplatz wurden zwei vierzig Meter lange, parallel verlaufende Stränge realisiert, flankiert von zwei Reihen Gehwegplatten aus Stahl. Zur Hinterleuchtung der Musterbänder wurden LED-Streifen in die Rinnen eingelegt.

Kreative Produktion für die Zukunft

Ulrich Groth von BG-Graspointner blickt auf die Zusammenarbeit zurück:

So ein ungewöhnliches Projekt hat man wirklich selten. Diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern, die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten, hat sehr viel Spaß gemacht. Solche Aufträge können wir mit der von uns jetzt entwickelten Fertigungsmethode in Cortenstahl in Zukunft viel leichter anbieten.

21.03.2023

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

BG-Graspointner GmbH

Reinoldstraße 6b
50676Köln
Deutschland

Tel.:+49 221 299166-0
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