Baumaschinen und Baugeräte

Liebherr: Umsatzrückgang bei Baumaschinen und Mining im Geschäftsjahr 2014

Liebherr verzeichnete 2014 einen leichten Umsatzrückgang von 1,6 % auf 8.823 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch den Bereich Baumaschinen und Mining. Trotzdem stieg die Mitarbeiterzahl, und es wurden umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt.

Geschäftsentwicklung 2014: Herausforderungen und Erfolge

Im Geschäftsjahr 2014 verzeichnete Liebherr einen Umsatz von 8.823 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 141 Mio. Euro oder 1,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Weltwirtschaft zeigte 2014 eine Erholung, die jedoch regional unterschiedlich ausfiel. Das weltweite Wirtschaftswachstum lag bei 3,4 %.

Entwickelte Volkswirtschaften gewannen mit einem Wachstum von 1,8 % an Dynamik. Das Wachstum in den Schwellenländern verlangsamte sich leicht auf 4,6 %, nach 5,0 % im Jahr 2013.

Umsatzentwicklung nach Produktbereichen und Regionen

Der Bereich Baumaschinen und Mining erzielte einen Umsatz von 5.294 Mio. Euro, was einem Rückgang von 336 Mio. Euro oder 6,0 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dagegen stieg der Umsatz in den Sparten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme, Hausgeräte sowie Komponenten und Hotels um 195 Mio. Euro oder 5,8 % auf 3.529 Mio. Euro.

Regional verlief das Jahr 2014 in Westeuropa positiv, insbesondere in Deutschland, dem größten Markt der Firmengruppe. Auch in Amerika, vor allem in den USA, wurde eine Steigerung erzielt. Rückläufige Umsätze gab es in Fernost/Australien sowie auf dem afrikanischen Kontinent. Russland, der größte osteuropäische Markt, zeigte eine schwache Dynamik, was den Gesamtumsatz der Region beeinflusste. Im Nahen und Mittleren Osten lag der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau.

Jahresergebnis und Mitarbeiterentwicklung

Das Jahresergebnis belief sich auf 316 Mio. Euro, ein Rückgang von 48 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Mitarbeiterzahl stieg weltweit um 1.415 Personen oder 3,6 % auf 40.839 Beschäftigte zum Jahresende.

Investitionen und Forschung

Liebherr investierte 2014 insgesamt 816 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung des weltweiten Produktionsnetzwerkes sowie in die Stärkung der Vertriebs- und Serviceorganisation. Diesen Investitionen standen Abschreibungen von 427 Mio. Euro gegenüber.

Wesentliche Investitionsprojekte umfassten die Erweiterung der Produktionsstätte für Diesel- und Gasmotoren in Bulle (Schweiz) und den Bau eines Zweigwerkes für Komponenten der Antriebs- und Steuerungstechnik in Biberach an der Riss (Deutschland). Zudem wurde die erste Bauphase eines neuen Logistikzentrums für die weltweite Ersatzteilversorgung von Erdbewegungsmaschinen bei Kirchdorf an der Iller (Deutschland) Anfang 2015 abgeschlossen. In Adelaide (Australien) beendete die Vertriebs- und Servicegesellschaft für Baumaschinen und Mining-Geräte ihre Erweiterungsvorhaben.

Für Forschung und Entwicklung wurden 446 Mio. Euro aufgewendet, hauptsächlich für die Produktentwicklung. Liebherr-Gesellschaften kooperierten mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten. Forschungsprojekte konzentrierten sich auf die Steigerung der Energieeffizienz, die Elektrifizierung von Maschinen, die Erhöhung der Arbeitssicherheit und die Automatisierung von Prozessen in Maschinen und Komponenten.

Ausblick für 2015

Für 2015 wird ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,5 % erwartet, was eine höhere Dynamik als 2014 bedeutet. Potenzielle Beeinträchtigungen könnten durch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland und der Euro-Zone sowie das langsamere Wachstum der chinesischen Wirtschaft entstehen. Für entwickelte Volkswirtschaften wird ein Plus von 2,4 % prognostiziert, für Schwellenländer 4,3 %.

Die Welthandelsorganisation (WTO) erwartet ein Wachstum des weltweiten Handelsvolumens um 3,3 %. Liebherr blickt optimistisch auf das laufende Jahr und rechnet mit einer Steigerung des Gesamtumsatzes. Für alle Sparten wird eine positive Entwicklung oder zumindest ein Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres erwartet. Besonders dynamisch sollen sich die Sparten Erdbewegung, Turmdrehkrane, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme sowie die Sonstigen Erzeugnisse und Leistungen entwickeln.

Die Firmengruppe plant, erneut über das Niveau der Abschreibungen hinaus in Produktentwicklung, Produktion sowie das weltweite Vertriebs- und Servicenetzwerk zu investieren. Begleitend dazu wird die Mitarbeiterzahl voraussichtlich weiter steigen.

08.06.2015

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