Bei Daimler Truck kommt es zum 1. April 2026 zu bedeutenden personellen Veränderungen in der Führung der Mercedes-Benz Werke Wörth am Rhein und Gaggenau. Thomas Twork übernimmt die Leitung des Lkw-Werks Wörth sowie die Funktion Leiter Produktion Mercedes-Benz Trucks. Die Standortverantwortung in Gaggenau geht an Jürgen Betz.
Thomas Twork (53) folgt in Wörth auf Andreas Bachhofer (56), der nach fast fünf Jahren an der Spitze des größten Montagewerks von Mercedes-Benz Trucks eine neue, übergreifende Führungsaufgabe übernimmt. Twork war bislang Standortverantwortlicher des Werks Gaggenau und bringt langjährige Erfahrung aus dem Produktions- und Operationsbereich mit.
Wörth: Kontinuität und Weiterentwicklung der europäischen Produktion
Das Werk Wörth ist das größte Lkw-Montagewerk von Mercedes-Benz Trucks und spielt eine zentrale Rolle im europäischen Produktionsverbund. Andreas Bachhofer hat den Standort seit 2021 geführt und die Produktionsorganisation strategisch weiterentwickelt.
„Ich danke Andreas Bachhofer sehr herzlich für seinen außerordentlichen Einsatz und die erfolgreiche Arbeit als Leiter Produktion Mercedes-Benz Trucks und Standort Wörth“, sagt Jürgen Distl, Leiter Operations Mercedes-Benz Trucks.
Distl hebt insbesondere die Effizienzsteigerungen und die Weiterentwicklung der europäischen Produktionsorganisation hervor. Mit Thomas Twork übernimmt ein erfahrener Manager, der sowohl das globale Produktionsnetzwerk für Antriebskomponenten als auch die Standortverantwortung in Gaggenau bestens kennt.
Gaggenau: Neuer Standortleiter mit strategischem Fokus
Die Leitung des Mercedes-Benz Werks Gaggenau übernimmt Jürgen Betz (55). Er war zuletzt für die globale Produktions- und Netzwerkplanung von Antriebskomponenten verantwortlich und hat maßgeblich die Transformation des Netzwerks in Richtung elektrischer Antriebe mitgestaltet.
„Zugleich freue ich mich, mit Jürgen Betz einen starken Teamplayer mit großem strategischem Verständnis und umfangreicher Erfahrung im globalen Produktionsnetzwerk für Antriebskomponenten gewonnen zu haben“, sagt Yaris Pürsün, Leiter des globalen Produktionsnetzwerkes für Antriebskomponenten.
Thomas Twork hat den Standort Gaggenau in den vergangenen Jahren als Herz des globalen Getriebenetzwerks weiterentwickelt und die Ausrichtung als Kompetenzzentrum für elektrische Antriebskomponenten und die Montage von Wasserstoffbrennstoffzellen geprägt.
Erfahrene Führungskräfte mit internationalem Hintergrund
Andreas Bachhofer ist seit 1995 im Unternehmen und verfügt über umfangreiche internationale Führungserfahrung bei Mercedes-Benz Cars und Daimler Truck. Stationen waren unter anderem das Qualitätsmanagement, das Life-Cycle-Management bei Mercedes-Benz Trucks sowie die Verantwortung für den Produktions- und Entwicklungsstandort Aksaray in der Türkei.
Thomas Twork begann seine Karriere 2003 bei Daimler nach einer Laufbahn in der Bundeswehr und einem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik. Er bekleidete verschiedene Führungsfunktionen in Untertürkheim, Hamburg, Mannheim und Gaggenau und war zusätzlich für globale Funktionen wie Digitalisierung und Betriebsmittelbau verantwortlich.
Jürgen Betz startete seine berufliche Laufbahn als Unternehmensberater bei McKinsey & Company. Seit seinem Wechsel zu Daimler im Jahr 2007 war er in verschiedenen strategischen Funktionen tätig und prägte zuletzt die Produktions- und Netzwerkplanung für Antriebskomponenten mit Fokus auf den elektrischen Antriebsstrang.
Bedeutung der Standorte für Daimler Truck
Das Werk Wörth besteht seit 1963 und hat bislang rund 4,4 Millionen Lkw produziert. Heute laufen dort unter anderem Actros, Arocs, Atego sowie Special Trucks wie Unimog und Econic vom Band. Mit dem eActros 600 ist Wörth zudem ein zentraler Standort für batterieelektrische Nutzfahrzeuge.
Das Werk Gaggenau, gegründet 1894, ist das älteste Automobilwerk der Welt. Neben Getrieben und Achsen entwickelt sich der Standort zu einem Kompetenzzentrum für elektrische Antriebskomponenten und wasserstoffbasierte Brennstoffzellensysteme. Mit rund 4.600 Beschäftigten ist er ein zentraler industrieller Arbeitgeber in der Region.


