Aus- und Weiterbildung

Landschaftsgärtner fordern Bündelung der Kräfte für bessere Berufsausbildung

Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) appelliert an die Landesregierung, die berufliche Bildung zu stärken. Angesichts des demografischen Wandels und der Digitalisierung sei eine Bündelung der Ressourcen unerlässlich.

Qualität vor Standortnähe: Forderungen an die hessische Landesregierung

Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) appelliert an CDU und Grüne, im Rahmen der hessischen Koalitionsverhandlungen die berufliche Bildung zu stärken. Angesichts des demografischen Wandels und der Digitalisierung sei eine Bündelung der Ressourcen in der beruflichen Bildung unerlässlich.

In Zeiten des demografischen Wandels und angesichts der Herausforderungen durch die Digitalisierung müssen die begrenzten Ressourcen in der beruflichen Bildung gebündelt werden. Dabei sollte die Qualität der berufsschulischen Ausbildung Vorrang vor der Standortnähe zu den Ausbildungsbetrieben haben. Eine Zusammenlegung verschiedener Fachrichtungen und Ausbildungsjahrgänge im Unterricht, um möglichst viele Berufszweige an allen Standorten zu halten, ist kontraproduktiv.

Dies betont FGL-Präsident Jens Heger unter Verweis auf ein Positionspapier des Verbandes. Darin haben die Landschaftsgärtner einen Katalog mit Qualitätskriterien für die Berufsschulausbildung erarbeitet. Der Verband fordert die Landesregierung auf, die Ausbildungsbedingungen an die Anforderungen einer modernen Arbeitswelt anzupassen.

Dazu gehören geförderte Übernachtungsangebote an den verbleibenden Berufsschulstandorten für Auszubildende mit weiten Anfahrtswegen sowie die regelmäßige Fortbildung von Lehrkräften.

Integration von Fachkräften: Unterstützung für Flüchtlinge und Migranten

Zur Bewältigung des Fachkräftemangels haben die Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen neue Zielgruppen identifiziert. Neben Studienabbrechern finden zunehmend auch Geflüchtete und Migranten ihren Weg in den Garten- und Landschaftsbau.

Jens Heger sieht hier weiteres Potenzial:

Das hessische Förderprogramm Wirtschaft integriert hilft unseren Unternehmen bei der betrieblichen Integration, leider ist die finanzielle Ausstattung zu gering für den großen Bedarf. Wir können außerdem nicht nachvollziehen, warum gut integrierte Flüchtlinge, die Arbeit oder Ausbildung gefunden haben, abgeschoben werden. Hier braucht es mehr Rechts- und Planungssicherheit für unsere Unternehmen und eine einheitliche Handhabung der gesetzlichen Regelungen durch die Ausländerbehörden.

12.12.2018

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