Park- und Aussenanlagen

Garten und Wohnraum verschmelzen: Die Bedeutung der integrierten Planung

Moderne Häuser lösen die Grenzen zwischen Innen- und Außenbereichen auf. Raumhohe Fenster und Glasfronten schaffen Helligkeit und offene Atmosphäre. Eine integrierte Planung von Haus und Garten ist entscheidend, um den Außenbereich als Erweiterung des Lebensraumes zu nutzen.

Die Verschmelzung von Innen- und Außenbereichen in der modernen Architektur

Moderne Einfamilienhäuser und Bungalows zeichnen sich zunehmend durch eine Auflösung der Grenzen zwischen Innen- und Außenbereichen aus. Raumhohe Panoramafenster und großflächige Glasfronten ermöglichen maximale Helligkeit und schaffen eine offene, weitläufige Atmosphäre. Sie erlauben es, Tageszeiten, Naturphänomene und Wetterereignisse aus dem geschützten Wohnraum zu erleben. Glasfaltwände und Schiebetüren ermöglichen einen barrierefreien Übergang zwischen Innen und Außen im Erdgeschoss. Dadurch verschmelzen Wohnraum und Garten, und der Außenbereich wird zu einer Erweiterung des Lebensraumes.

Gerade bei Architektur, die sich nach außen öffnet, spielt die Planung und durchdachte Anlage des Gartens eine wichtige Rolle. Innen und Außen sollten von Anfang an als Einheit gesehen werden. Die Idee, dass Gebäude und Garten gemeinsam geplant werden, gibt es etwa seit den 1990er Jahren. Vorher wurde üblicherweise zunächst das Haus gebaut und dann erst nahm man sich den Rest des Geländes vor und legte den Garten an. Da der Outdoor-Bereich für viele Hausbesitzer jedoch eine immer wichtigere Rolle spielt und es auch eine Vielzahl an neuen Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten gibt, hat in der letzten Zeit ein Umdenken stattgefunden.

Sinnvolle und harmonische Verknüpfung

Die Nutzungsansprüche an Gärten sind vielfältig und sollten bei der Planung Priorität haben. Für eine offene Raumgestaltung ist es zudem wichtig, die Aufteilung und geplante Nutzung der Innenräume zu berücksichtigen. So lassen sich Gartenzonen schaffen, die die angrenzenden Wohnbereiche ergänzen. Beispiele hierfür sind ein Gartenteich oder eine Sonnenliege vor dem Schlafzimmer, eine Terrasse mit Lounge-Ecke oder ein Kinderspielplatz vor dem Wohnzimmer oder ein kleiner Essplatz im Freien, der direkt von der Küche aus zugänglich ist. Möbel können leicht zwischen Innen- und Außenbereich bewegt werden, was den Charakter eines einheitlichen Wohnbereichs verstärkt.

Für einen optisch fließenden Übergang zwischen Innen und Außen empfiehlt sich die Verwendung ähnlicher Formen, Farben und Materialien. Besonders effektiv ist dies bei Bodenbelägen. Im Natursteinsortiment sind Fliesen für den Innenbereich erhältlich, zu denen passende dicke und frostbeständige Pendants für den Außenbereich existieren, die in Farbe und Oberflächenbearbeitung identisch sind.

Die Gestaltung des Wohnraums kann sich auch am umgebenden Garten orientieren. Naturmaterialien wie Holz harmonieren gut mit der Außenwelt. Baumstämme können als Dekoelemente natürliche Strukturen aufgreifen und im Innenraum fortführen. Lebende Pflanzen im Wohnraum stellen ebenfalls eine Verbindung zum Garten her. Ähnliche Pflanzgefäße für den Innen- und Außenbereich verstärken diesen Effekt.

Oft werden zu modernen Gebäuden formale Gärten mit klaren Linien und wenigen Farben angelegt. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Auch mediterrane Gärten oder monochrome und bunte Staudenbeete können zu zeitgemäßer Architektur passen. Die Gestaltungsmöglichkeiten für den Außenbereich sind auch im Pflanzensortiment vielfältig. Bei der Auswahl müssen die architektonische Situation, das Grundstück und die Umgebung berücksichtigt werden. Hausbesitzer sollten sich mit Planern über ihre Vorstellungen austauschen:

  • Was möchte ich sehen, wenn ich aus dem Fenster schaue?
  • Wie weit möchte ich blicken können?
  • Inwieweit darf das Grundstück von außen einsehbar sein?

Basierend darauf gestalten Landschaftsarchitekten und -gärtner freie Flächen, modellieren Höhenniveaus, planen Blickachsen oder pflanzen Hecken, Sträucher und Bäume.

Wenn es draußen dunkel wird …

Bei Gebäuden und Gärten, die nach dem Konzept der offenen Raumgestaltung angelegt wurden, verlagert sich im Sommer ein Großteil des Lebens nach draußen. In der kalten Jahreszeit können Bewohner den Ausblick von drinnen genießen. Um die Schönheit der Umgebung auch bei Dunkelheit sichtbar zu machen, ist ein professionelles Beleuchtungskonzept für den Außenbereich wichtig.

Dabei geht es nicht darum, die Nacht mit grellem Licht zum Tag zu machen, sondern mit dezent beleuchteten Schwerpunkten eine gewünschte Atmosphäre zu schaffen. Dies können Bäume, Skulpturen, Wasserbecken oder Teile der Gebäudefassade sein. Das Spiel mit Farben kann dabei effektive und magisch wirkende Gartenbilder erzeugen. Die gestalterische Beleuchtung von Wegen und Stufen mit Sockel- und Pollerleuchten hebt die Struktur des Gartens hervor, lässt ihn größer wirken und dient der Sicherheit. Tagsüber sind diese Lichtanlagen nahezu unsichtbar.

24.11.2016

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