Impulse für nachhaltiges unternehmerisches Handeln im GaLaBau
Die Internationale Fachmesse für Urbanes Grün und Freiräume, GaLaBau 2014, präsentiert vom 17. bis 20. September Neuheiten im Bereich des Bauens mit Grün. Über 1.200 Aussteller zeigen ihr Know-how und ihre Leistungsfähigkeit. Die Eröffnung der Messe übernimmt Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat.
Ich freue mich, dass in diesem Jahr ein weiterer Zuwachs an Ausstellern zu verzeichnen ist und wünsche allen Ausstellern und Besuchern wertvolle Impulse und eine erfolgreiche GaLaBau 2014!
so BGL-Präsident August Forster. Der Bundesverband für den Garten- und Landschaftsbau e. V. (BGL) ist ideeller Träger der Messe.
Der BGL stellt am Messestand 111 in Halle 3a zusammen mit seinen Landesverbänden und Servicegesellschaften sein Dienstleistungsangebot für Landschaftsgärtner vor. Zudem gestaltet der BGL ein Rahmenprogramm. BGL-Präsident Forster hebt hervor, dass die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um das Bauen mit Grün steigt.
Für Aussteller und Besucher bieten wir Anregungen und Informationen für nachhaltiges, unternehmerisches Handeln. Denn nur wer sein gesamtes unternehmerisches Potenzial nutzt, wird sich im Markt durchsetzen.
erklärt Forster. Das Fachprogramm greift Trends im Garten- und Landschaftsbau auf.
Fachtagung I: Ein Rasen entsteht – Von der Aussaat bis zur Abnahme
Die GaLaBau-Fachtagung I findet am 18. September 2014 von 13.00 bis 15.00 Uhr statt. Sie wird in Kooperation mit dem Deutschen Golf Verband e. V. (DGV) und dem Greenkeeper Verband Deutschland e. V. (GVD) durchgeführt und von GVD-Präsident Hubert Kleiner moderiert. Die Tagung beleuchtet die Entstehung und Pflege von Rasenflächen. Faktoren wie die spätere Nutzung, Standortanforderungen, Bodenvorbereitung und die Auswahl der Saatgutmischung sind entscheidend. Die fachgerechte Fertigstellungspflege ist für eine erfolgreiche Abnahme und funktionsgerechte Rasenfläche wichtig. Rechtliche Aspekte und mögliche Fallstricke werden ebenfalls thematisiert.
Dr. Harald Nonn informiert über die Entwicklung von Gräsermischungen in Normen und Regelwerken sowie über geeignete Gräserarten für Gebrauchs- und Strapazierrasen. Hartmut Schneider gibt Einblicke in die Geräteauswahl für die Fertigstellungspflege, Abnahmekriterien bei Fertigrasen sowie die Entwicklungs- und Unterhaltspflege von Rasen.
Fachtagung II: Holz für den Außenbereich
Am 19. September 2014 von 10.30 bis 12.00 Uhr findet die GaLaBau-Fachtagung II zum Thema „Holz für den Außenbereich“ statt. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für Garten- und Außenanlagen bietet. Die Verwendung von Holz im Außenbereich ist eine traditionelle Aufgabe des Garten- und Landschaftsbaus. Das Anwendungsspektrum reicht von Palisaden, Zäunen, Spielgeräten und Sitzelementen bis hin zu Brücken, Stegen und Carports. Besonders beliebt sind Terrassenbeläge aus Holz.
Bei der Auswahl des Holzes oder Werkstoffes für Unterkonstruktion und Belag sind Eigenschaften wie Dauerhaftigkeit, Quell- und Schwindverhalten, Rutschhemmung, Vergrauung und Rissbildung zu berücksichtigen. Auch Details bei der Befestigung der Dielen, wie Holzfeuchte, Dielenabstand, Material, Durchmesser, Länge und Abstand der Schrauben, sind relevant. Referent Volker Haag behandelt in seinem Vortrag die Besonderheiten der Holzverwendung im bewitterten Bereich unter Berücksichtigung aktueller Regelwerke und gibt Praxishinweise für die Planung und Ausführung von Terrassenbelägen aus Holz und Holzwerkstoffen.
Fachtagung III: „ZTV Wegebau“ – Kundenwünsche umsetzen
Die GaLaBau-Fachtagung III am 19. September 2014 von 13.30 bis 14.30 Uhr widmet sich dem Thema „ZTV Wegebau“. Die individuellen Kundenwünsche bei der Gestaltung von Außenanlagen und Verkehrsflächen erfordern eine flexible Umsetzung. Die neue ZTV-Wegebau trägt zu mehr Rechtssicherheit bei der Planung und Ausführung gering belasteter Wegflächen bei. Bisherige Regelwerke wie die ATV DIN 18318 waren primär auf die Anforderungen des Straßenverkehrs ausgerichtet und berücksichtigten die Bedürfnisse des GaLaBaus nicht ausreichend.
Die ZTV-Wegebau der FLL schließt diese Lücke. Die erste Ausgabe wurde im August 2013 veröffentlicht. Sie beschreibt die im Garten- und Landschaftsbau bewährten Bauweisen (ungebunden, vollgebunden und teilgebunden) für geringer belastete Flächen und definiert entsprechende Anforderungen. Für Planer und Ausführende ist es wichtig, die ZTV-Wegebau für die definierten Flächen einzelvertraglich zu vereinbaren, um bei Meinungsverschiedenheiten auf dieses Regelwerk zurückgreifen zu können. Prof. Dipl.-Ing. Martin Thieme-Hack erläutert die Hintergründe und Inhalte der ZTV Wegebau und gibt Praxishinweise zur Anwendung und Einbindung in das Vertragswerk.
bdla-Baubesprechung und „Landschaftsgärtner-Cup 2014“
Der bdla veranstaltet in Kooperation mit dem BGL am Donnerstag, 18. September 2014, eine Baubesprechung zu Fragen des Baurechts, der Bautechnik und des Baumanagements in der Freiraumplanung. Das Seminar richtet sich an Landschaftsarchitekten und Diplom-Ingenieure. Themen sind unter anderem die Rechtsverbindlichkeit der Schriftform bei Architekten- und Bauverträgen, neue Regelwerke für Sportanlagen, barrierefreies Bauen in der Landschaftsarchitektur sowie boden- und wandgebundene Fassadenbegrünung. Die Konzeption und Moderation übernehmen Markus Illgas und Alfred Ulenberg.
Zum siebten Mal findet der bundesdeutsche Berufswettbewerb „Landschaftsgärtner-Cup“ im Rahmen der GaLaBau statt. Der Wettbewerb zeigt die Anforderungen an Landschaftsgärtner. Das deutsche Meisterteam wird an der Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills“ 2015 in Sao Paulo teilnehmen. Die Messe präsentiert zudem die gesamte Bandbreite der Berufsbildung, von Ausbildung über Studium bis hin zu Weiter- und Fortbildung. Auch das Hochschullehrertreffen findet erneut statt.
Auszeichnungen und Anmeldungen
Der Internationale ELCA-Trendpreis „Bauen mit Grün“ wird zum neunten Mal verliehen. In diesem Jahr wird zum zweiten Mal ein deutsches Projekt ausgezeichnet. Der BGL vergibt zudem die „Silberne Landschaft“ für außerordentliche Verdienste. Eine unabhängige Fachjury zeichnet zukunftsweisende Lösungen für den Garten- und Landschaftsbau mit der „GaLaBau-Innovations-Medaille 2014“ aus.
Ab dem 4. Juli 2014 sind Anmeldungen zu den kostenfreien Fachtagungen sowie zu den kostenpflichtigen Abendveranstaltungen „Fränkischer GaLaBau-Abend“ (18. September 2014) und „GaLaBau-Nach(t)tisch 2014“ (19. September 2014) online möglich.
