Versiegelungssysteme erhöhen Abriebfestigkeit und schützen vor Rostflecken
Cortenstahl hat sich im Garten- & Landschaftsbau als gestalterisches Trendmaterial etabliert. Die charakteristische Rostoptik wirkt markant, zeitlos und fügt sich sowohl in moderne als auch in rustikale Anlagen ein. Zum Einsatz kommt der wetterfeste Baustahl unter anderem bei Pflanztrögen, Wasserbecken, Brunnen, Treppen, Sichtschutzelementen, Kunstobjekten sowie bei Beet- und Rasenabgrenzungen.
Typisch für das Material ist die sich unter Witterungseinfluss entwickelnde Patina. Der Farbton verändert sich über Jahre hinweg und verleiht Flächen eine lebendige Dynamik. Durch die selbstständige Ausbildung einer schützenden Sperrschicht ist kein zusätzlicher Korrosionsschutz erforderlich. Zudem ist der Stahl gut zu verarbeiten und vollständig recyclingfähig.
Mechanische Belastung und Verschmutzungsrisiken
In der Praxis stellt sich jedoch die Frage, wie belastbar die Rostschicht gegenüber mechanischem Abrieb ist. Gerade bei Bauteilen mit Publikumsverkehr kann Rost abfärben und Kleidung verschmutzen. Auch Regenwasser kann Rostpartikel aufnehmen und auf angrenzenden Belägen unschöne Flecken verursachen.
Das einfache Aufbringen eines transparenten Außenlacks bietet hier nur eingeschränkte Abhilfe. Unter Witterungseinfluss neigen herkömmliche Lacke zum Abblättern, was Wartungsaufwand und optische Beeinträchtigungen nach sich zieht.
Mehrschichtiges Versiegelungssystem
Für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich steht ein speziell entwickeltes System zur Verfügung. Es kombiniert einen säurefreien Schnellroster (CORoxid) mit einer transparenten Versiegelung in matt, satiniert oder glänzend. Das COR-System besteht aus mehreren Schichten:
- Fixierhaftgrund
- Membranlack
- Transparenter Decklack
Für Innenelemente wird die Variante „naturmatt“ eingesetzt. Im Bereich von Brunnen, Wasserspielen und Wasserbecken kommt CORaqua zum Einsatz, das ein Durchrosten sowie eine Eintrübung des Wassers durch Rostpartikel verhindern soll.
Vorbereitung entscheidet über Qualität
Die Güte des Stahls und die fachgerechte Vorbereitung beeinflussen das Ergebnis maßgeblich. Ideal ist das Sandstrahlen, wobei bei dünnen Blechen die Gefahr von Verzug zu berücksichtigen ist. Alternativ kann bei kleineren Flächen ein milder Walzhautablöser wie CORsäure eingesetzt werden.
Eine fettfreie, blanke und offenporige Stahloberfläche bildet die Grundlage für eine homogene und gut haftende Edelrostschicht. Erst in Kombination mit einer geeigneten Versiegelung entsteht eine dauerhaft stabile und optisch hochwertige Lösung für anspruchsvolle Projekte im Außenraum.
