Vielfältige Gartenkonzepte und ihre Macher
Die Messe „Garten outdoor ambiente“ präsentiert vom 9. bis 12. April 2015 in der Oskar Lapp Halle (Halle 6) zwölf Schaugärten auf über 1000 Quadratmetern. Diese Gärten zeigen Gestaltungskonzepte, die von traditionellen Ideen bis zu modernen Interpretationen reichen und innovative Materialien einbeziehen.
Für die Umsetzung dieser Gärten bewegen Garten- und Landschaftsbaubetriebe aus der Region große Mengen an Naturstein, Erde, Kies, Sand, Rollrasen, Gehölzen sowie Stauden und Zwiebelpflanzen.
Der Garten-Preis 2015 wird am Donnerstagabend, den 9. April, im Rahmen der „Nacht der Sinne“ ab 19 Uhr verliehen. Das Motto des Preises lautet „Grünes Genießen“. Eine Fachjury bewertet die Preisträger. Die Fernsehmoderatorin Andrea Müller moderiert die Veranstaltung, die Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Partner und Vertreter der Garten- und Landschaftsbaubranche zusammenbringt.
Der Schaugarten „Ländliches Gartenglück“ von Stephan Meier aus Großbettlingen nutzt recycelte Materialien wie gebrauchte Pflaster- und Mauersteine, kombiniert mit modernen Elementen wie Hochbeeten aus Holz. Das Konzept umfasst einen Nutzgarten, eine Gartenhütte mit Terrasse, Wasserspiele, einen Brunnen sowie Bauerngartenpflanzen wie Tränendes Herz, Schachbrettblume und Hornveilchen. Historische Gartengeräte und ein alter landwirtschaftlicher Transporter ergänzen das ländliche Ambiente.
Die Firma Grimm Gärten aus Kirchheim präsentiert unter dem Titel „Wasserträume“ Ideen für Schwimmteiche und Naturpools. Gezeigt wird ein Fertigbecken mit integriertem Holzdeck, umrahmt von großformatigen Granitplatten in Gelb und Anthrazit, die als Sonnenterrasse dienen. Ein Hochbeet aus Naturstein, bepflanzt mit Solitärgehölzen und Gräsern, dient gleichzeitig als Pflanzfläche und Sitzgelegenheit. Eine gläserne Kulisse ermöglicht Einblicke in die Filter- und Reinigungstechnik.
Grünimpuls aus Oppenweiler und Aichelberg zeigt den Schaugarten „Natur(genuss) pur – eingebettet im Grünen“. Dieses Konzept verzichtet auf Lounge- und Plastikmöbel und integriert natürliche Elemente wie begehbare Findlinge, Sitzwürfel und eine Rasenliege als dauerhaftes Mobiliar. Eine Frühjahrsbepflanzung aus Blüten- und Blattschmuckstauden, Gräsern, Kräutern, küchentauglichen Gewächsen und Zwiebelpflanzen oberhalb einer Natursteintrockenmauer umrahmt die Situation.
Die Gartenagentur aus Waiblingen stellt in ihrem Schaugarten „Einzi Gartig“ mobile Wohnlösungen für den Garten vor. Die Serie „Living with a box“ umfasst rollbare Küchenzeilen, Gartenboxen als Schränke, Büroboxen und Gästeboxen. Ein aufrollbares, ellipsenförmiges Sonnensegel und die Verwandlungspergola Sunrain, die als offener, regendichter und beheizbarer Pavillon genutzt werden kann, ergänzen das Angebot. Outdoor-Feinsteinzeugfliesen in großen Formaten werden als Terrassenbeläge präsentiert. Live-Vorführungen an Grillstationen im Rothauspark bieten Anregungen zum Draußenkochen.
Der Schaugarten der Firma Kriesten aus Leonberg, „50 Jahre Kriesten“, feiert das Firmenjubiläum. Im Mittelpunkt stehen Formgehölze in einer grünen Umgebung, ergänzt durch technische Hilfsmittel wie Mähroboter, computer- und sensorgesteuerte Bewässerungssysteme sowie energiesparende LED-Leuchten. Eine Schlupfwespe des Künstlers Andreas Furtwängler im Eingangsbereich der Messehalle verweist auf einen geplanten Kunstpark auf dem Firmengelände von Kriesten.
Die Schradi Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Rutesheim präsentiert den Schaugarten „Soul Garden“. Sichtschutzwände aus Betondesign bilden einen Rahmen für verschiedene Sitzmöbel. Der Garten ist für Aktivitäten und kreative Entfaltung konzipiert. Besucher können moderne Gartentechnik, die per Smartphone steuerbar ist, erleben. Eine 3D-Planungssoftware visualisiert Gartenideen auf einem großen Monitor.
Der „Garten <T>raum“ der Firma Streicher, Garten-Gestaltung aus Remshalden, zeigt die Kombination von Stahl, Naturstein und Beton mit passender Pflanzenauswahl zur Schaffung eines Wohlfühl-Erlebnisses.
Die Firma Gartenfrosch aus Egling a. d. Paar präsentiert die „Naturoase“, einen Schaugarten für einen lebendigen Nutzgarten auf kleiner Fläche. Hochbeete und Gewächshäuser aus Lärchenholz beherbergen Kräuter, Obst, Gemüse und bunte Blüten. Flechtwerk aus Kopfweide, Nützlingskeramik und Staketenzäune aus Kastanienholz ergänzen das Konzept für urbanes Gärtnern.
Rinn, Beton- und Naturstein, aus Heuchelheim und Stadtroda, zeigt mit „Gartenzimmer – modern und pflegeleicht“ kreative Anwendungen von Betonstein. Terrassenplatten und Pflastersteine in verschiedenen Farben und Formaten unterstützen moderne Architektur. Pflegeleichte Plattenbeläge und flexible Mauersysteme sowie Rand- und Hangbefestigungen tragen zu einem harmonischen Gartenbild bei.
Der kleine Schaugarten „Wozu nach Amsterdam?“ thematisiert das Blütenmeer der Insel Mainau. Ein Plattenweg führt durch ein Tulpenfeld, das als Fotomotiv dient.
Das „Mediterrane Gartencafé“ der Firma Raiss, Baustoffhandel aus Holzgerlingen, ist aus kroatischem Kalkstein gebaut. Ein Quellstein aus Pamukkale und brasilianischer Quarzit in Weiß, Gelb und Rosé ergänzen die Gestaltung. Das Café bietet handgebrühten kroatischen Kaffee zwischen Solitärgehölzen.
Verbands-Garten und Azubi-Bau: Einblicke in die Gartenbaukunst
Der Verband für den Garten- und Landschaftsbau Baden-Württemberg e.V. gestaltet einen zentralen Bereich als Ort des Verweilens. Hier werden außergewöhnliche Solitärpflanzen, moderne Gartenhäuser und Sichtschutzideen aus Pflanzen und Beton präsentiert, die Nischen mit Sitzgelegenheiten bilden. Besucher erhalten Informationen und Fachwissen von Garten- und Landschaftsbauunternehmern aus der Region. Broschüren zu Themen wie Traumgärten, Schwimmteiche, Gartenbeleuchtung und Gartenbewässerung sowie ein Verzeichnis anerkannter Fachbetriebe sind verfügbar.
Angeschlossen an den Verbandsstand ist die „Azubi-Baustelle“, auf der Auszubildende aus dem Garten- und Landschaftsbau an jedem Messetag einen Teil eines Gartens bauen. Dabei werden Platten verlegt, Flächen gepflastert, Mauern gebaut und Pflanzungen angelegt. Dies soll das Know-how und den Arbeitsaufwand hinter den Schaugärten verdeutlichen, von der Vermessung über Drainagearbeiten bis hin zu Unterbauten und Geländemodellierung. Landschaftsarchitekt Michael Epple aus Talheim ist Ideengeber dieses Beitrags. Die Bauleitung übernehmen Auszubildende regionaler Fachbetriebe aus der Region Stuttgart unter der Leitung von Ausbilder Andreas Schwarz, Firma Weber in Weißach.
Neben den Schaugärten bietet die Messe Gartenmöbel, Outdoor-Trends, moderne Technik für den Garten sowie Accessoires und Dekorationsideen. Beschattungssysteme, Wintergärten, Sichtschutz, Outdoor-Cooking und Pflanzideen für Garten und Balkon ergänzen das Angebot. Im Garten-Forum finden ganztägig Vorträge von Experten statt.
Die Stuttgarter Frühjahrsmessen sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag, 9. April, von 14 bis 22 Uhr („Nacht der Sinne“). Eintrittskarten kosten 13 Euro, ermäßigt 10 Euro, inklusive VVS-Kombiticket. Die Karten berechtigen zum Besuch aller parallel stattfindenden Messen. Kombitickets sind an verschiedenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Schüler haben am Kinder- und Jugendtag, Freitag, 10. April, freien Eintritt.

