Aus- und Weiterbildung

Geschichte der Gartenkunst: Vortragsreihe in Veitshöchheim

Die LWG in Veitshöchheim bietet eine zehnteilige Vortragsreihe zur „Geschichte der Gartenkunst“ an. Die Veranstaltungen finden dienstags zwischen November 2016 und Mai 2017 statt und können auch einzeln besucht werden.

Umfassende Vortragsreihe zur Gartenkunstgeschichte

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim bietet eine zehnteilige Vortragsreihe zur „Geschichte der Gartenkunst“ an. Die Veranstaltungen finden dienstags zwischen dem 8. November 2016 und dem 2. Mai 2017 jeweils von 19 bis 21 Uhr in der Aula der LWG statt. Die Vorträge können auch einzeln besucht werden; der Eintritt beträgt jeweils zwei Euro. In einer halbstündigen Pause besteht die Möglichkeit zum Austausch bei Getränken und Snacks.

Die ersten sechs Vorträge hält Landschaftsarchitekt Andreas Schulte. Ergänzt werden die Vorträge im Frühling und Frühsommer 2017 durch vier Exkursionen zu ausgewählten Gärten der Region.

Mittelalterliche und Renaissance-Gärten

Am 22. November führt Andreas Schulte in die mittelalterlichen Klostergärten Europas ein. Anschließend beleuchtet er die Gartenkunst der Renaissance in Italien, exemplarisch dargestellt an der Villa D’Este und der Villa Lante. Zudem werden weitere Renaissance-Gärten großer Adelsdynastien nördlich der Alpen vorgestellt.

Barocke Parkanlagen

Der Vortrag am 13. Dezember widmet sich barocken Parkanlagen, die stilistisch den Renaissancegärten folgen. Als Höhepunkt des Barock wird die Anlage von Versailles unter Ludwig XIV. behandelt, die als Vorbild für viele europäische Höfe diente. Trotz Nachahmung zeigen sich in anderen Adelshöfen spezifische Ausprägungen und Besonderheiten.

Englische Landschaftsparks

Am 17. Januar stehen die idealisierten Welten des englischen Landschaftsparks im Fokus. Ihre Verbreitung im späten 18. Jahrhundert markierte eine grundlegende Wende in der Gartenkunst. Die Inszenierung von Kultur und Natur, wie im englischen Stowe, prägte über ein Jahrhundert lang die Parkanlagen in Europa und den USA, darunter der Central Park in New York.

Reformbewegung in der Gartenkunst um 1900

Der Vortrag am 31. Januar behandelt die Reformbewegungen in der Park- und Gartengestaltung um die Jahrhundertwende. Beispiele hierfür sind die Arts-and-Crafts Gärten in England, wie Sissinghurst oder Hestercombe, in denen die Staudenverwendung ihren Anfang nahm, sowie herausragende Künstlergärten.

Gartenkunst und Pflanzenverwendung von den 1950er Jahren bis heute

Am 14. Februar werden die Entwicklungen in der Gartenkunst ab den 1950er Jahren beleuchtet. Diese Zeit war geprägt von Aufbruch, freien Formen und neuen Materialien. Andreas Schulte erläutert den Funktionalismus in der Freiraumgestaltung sowie die Naturgartenbewegung als Gegenreaktion und schließt mit Beispielen zeitgenössischer Gärten und Parkanlagen.

Gastvorträge und Exkursionen

Vier weitere Vorträge sind für den 7. März, 21. März, 4. April und 2. Mai geplant. Diese werden von unterschiedlichen Gastdozenten zu speziellen Themen der Gartenkunstgeschichte gehalten. Zur Vertiefung sind Exkursionen in historisch interessante Gärten und Parkanlagen vorgesehen. Dazu gehören zwei Halbtagesexkursionen am 28. und 29. April 2017 in der näheren Umgebung sowie zwei Tagesexkursionen mit Busfahrt am 13. Mai und 3. Juni.

14.11.2016

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