Erfolgreiche Zwischenbilanz der Gartenschau
Die Gartenschau in Sigmaringen hat zur Halbzeit die ursprünglich erwartete Gesamtbesucherzahl von 300.000 Gästen erreicht. Nach 64 Tagen wurde diese Marke überschritten, was Bürgermeister Thomas Schärer als Erfüllung der Erwartungen bewertete.
Projektleiter Andreas Senghas hob die positive Resonanz der Besucher hervor. Insbesondere das Ambiente der Gartenschau, geprägt durch das Schloss und die Donau, werde als einzigartig empfunden. Auch die Nachfrage nach Geländeführungen übertraf die Erwartungen. Projektleiterin Annette Stoll berichtete von rund 150 angemeldeten Gästeführungen allein im Juni, obwohl im Schnitt nur eine tägliche Führung erwartet wurde.
Positive Außenwirkung und Bürgerengagement
Das Engagement der Bürger der Region trage maßgeblich zum Erfolg der Gartenschau bei. Als Helfer oder Mitwirkende in Ausstellungs- und Veranstaltungsbereichen prägen sie das Bild der Gartenschau. Die positive Mundpropaganda der Besucher, die sich durch freundliche Aufnahme und Begeisterung für die Gartenschau verbreitete, führte laut Senghas zu einem Schneeballeffekt. Dieser trug seit Mitte Juni, zusammen mit besserem Wetter, zum stetig wachsenden Besucherstrom bei.
Rekord beim Dauerkartenverkauf
Ein Indikator für die Verankerung der Gartenschau in der Region ist der Dauerkartenverkauf. Bei rund 16.000 Einwohnern in Sigmaringen wurden bisher 18.094 Dauerkarten verkauft. Bürgermeister Schärer bezeichnete dies als Rekord, da noch keine andere Gartenschau in Deutschland einen solchen Schnitt von Dauerkarte pro Einwohner erreicht habe. Ursprünglich waren in Sigmaringen nur 3.500 verkaufte Dauerkarten erwartet worden.
Gegenseitige Stärkung mit Schloss Sigmaringen
Das Schloss Sigmaringen, das zweitgrößte Stadtschloss Deutschlands, trägt ebenfalls zur Attraktivität Sigmaringens als Reiseziel bei. Lisa-Kristin Näpel, Leiterin des Schlossbetriebs, äußerte sich zufrieden über die Attraktivitätssteigerung durch die gegenseitige Stärkung von Schloss und Gartenschau. Auch im Schloss sei ein deutlicher Besucherzuwachs zu verzeichnen.
Belebung von Handel und Gastronomie
Projektleiter Andreas Senghas betonte einen weiteren positiven Effekt: die Belebung der Innenstadt. Dies sei auf die direkte Anbindung des Gartenschaugeländes an die Innenstadt sowie auf weitere stadtnahe Ziele wie das Schloss und den Skulpturenpark im Prinzengarten zurückzuführen. Die Außenterrassen der Gastronomiebetriebe in der Innenstadt seien stark frequentiert, was zu einer positiven Stimmung und viel Leben in der Stadt führe.
Zahlen zur Gartenschau:
- Besucher gesamt: 300.000
- Dauerkarten: 18.094
- Stärkster Tag: Pfingstmontag mit knapp 6.000 Tagesgästen
- Schwächster Tag: Montag, 10. Juni mit 306 Tagesgästen
- Anzahl der Busse, die die Gartenschau anfuhren: 460
