Aus- und Weiterbildung, Verbände und Organisationen

Gärtnerische Ausbildung in Schleswig-Holstein: 237 Nachwuchskräfte starten ins Berufsleben

237 junge Nachwuchskräfte der Gartenbaubranche in Schleswig-Holstein haben ihre gärtnerische Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Freisprechungsfeier erhielten Gärtner und Werker ihre Zeugnisse und wurden für ihre Leistungen geehrt.

Feierliche Freisprechung und Würdigung der Absolventen

Am 11. September endete für 237 junge Nachwuchskräfte der Gartenbaubranche in Schleswig-Holstein die gärtnerische Berufsausbildung. Im Rahmen einer gemeinsamen Freisprechungsfeier der gärtnerischen Berufsverbände in der Stadthalle Neumünster erhielten 199 Gärtnerinnen und Gärtner sowie 38 Werkerinnen und Werker im Gartenbau ihre Zeugnisse.

Ernst-Wilhelm Rabius, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein, und Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, richteten Grußworte an die Absolventen. Staatssekretär Rabius betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Gartenbaus:

Die Gärtnerei zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Mit etwa 14 Prozent der Wertschöpfung der gesamten landwirtschaftlichen Produktion und einem Umsatz der mittlerweile auf rund 360 Mio. Euro in Schleswig-Holstein gestiegen ist, stellt der Gartenbau seine wirtschaftliche Bedeutung in Schleswig-Holstein unter Beweis.

Er dankte den ausbildenden Betrieben des Gartenbaus, der Baumschulen und des Garten- und Landschaftsbaus, den Prüferinnen und Prüfern sowie den Lehrkräften der Berufsschulen für die Ausbildung junger Menschen.

Kammerpräsident Heller forderte die Nachwuchskräfte auf, sich aktiv den Anforderungen der Zukunft zu stellen und die Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen. Die Zeugnisse und Urkunden wurden vom Staatssekretär, dem Kammerpräsidenten und Vertretern der gärtnerischen Berufsverbände überreicht. Die 199 Gärtnerinnen und Gärtner verteilten sich auf die Fachsparten Garten- und Landschaftsbau (89), Baumschule (56), Zierpflanzenbau (31), Friedhofsgärtnerei (13), Gemüsebau (7) und Stauden (3). Die 38 Werkerinnen und Werker kamen aus den Fachsparten Garten- und Landschaftsbau (19), Zierpflanzenbau (16) und Friedhofsgärtnerei (3).

Ehrungen und Perspektiven

Dreizehn Absolventen erhielten für ihre herausragenden Abschlussnoten eine besondere Ehrung und wurden mit einem Buchpreis ausgezeichnet. Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverband Nord e.V., und Claus-Dieter Stoldt, Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., eröffneten die Freisprechungsfeier. Lohff hob die Flexibilität und die beruflichen Chancen hervor:

Sie können flexibel sein, über die deutschen Grenzen hinaus, alle weiteren beruflichen Chancen für sich nutzen.

Stoldt ergänzte:

Nun heißt es endlich mehr Geld verdienen. Sie haben den ersten Schritt auf der Karriereleiter erreicht und können sich auf eine neue berufliche Verantwortung freuen.

Arne Ingmar Johannsen, Vorsitzender des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein e.V., dankte in seiner Schlussrede den Eltern und Angehörigen für ihre Unterstützung während der Ausbildungszeit.

Der Gartenbau als Ausbildungssektor in Schleswig-Holstein

Der Gartenbau bleibt ein wichtiger Ausbildungsbereich im Agrarsektor Schleswig-Holsteins. Rund 2.000 Betriebe bewirtschaften 13.200 Hektar Freilandfläche und 1,0 Millionen Quadratmeter Gewächshausfläche. Mit etwa 14.000 Beschäftigten wird ein Jahresumsatz von rund 650 Millionen Euro erzielt. Aktuell befinden sich im Bereich der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein etwa 730 Auszubildende in der gärtnerischen Berufsausbildung, darunter fast 130 Werker.

Für das laufende Ausbildungsjahr konnten circa 230 neue Lehrverträge in den sieben gartenbaulichen Fachrichtungen Garten- und Landschaftsbau, Baumschule, Zierpflanzenbau, Friedhofsgärtnerei, Staudengärtnerei, Gemüsebau und Obstbau abgeschlossen werden. Der Anteil der Werker liegt bei 10 Prozent. Die Werkerausbildung richtet sich an Lernbehinderte gemäß §48 Berufsbildungsgesetz und zielt auf die Eingliederung in die Arbeitswelt ab. Der größte gärtnerische Berufsschulstandort in Schleswig-Holstein ist das Gartenbauzentrum in Ellerhoop im Baumschulkreis Pinneberg, wo über 50 Prozent der Auszubildenden unterrichtet werden.

Die Fachsparte Garten- und Landschaftsbau stellt rund 50 Prozent aller neuen gärtnerischen Fachkräfte. Die Baumschulen bilden etwa ein Viertel der gärtnerischen Auszubildenden in Schleswig-Holstein aus, gefolgt vom Zierpflanzenbau. Etwa ein Viertel aller Absolventen sind weiblich.

14.09.2009

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Thiensen 16
25373Ellerhoop
Deutschland

Tel.:+49 4120/7068-400
Fax:+49 4120/7068-409

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