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Goldene Tanne 2013 für Dr. Hermann Onko Aeikens

Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalts, wurde mit der Goldenen Tanne 2013 ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt sein Engagement für den Waldschutz, insbesondere im Bereich Bodenzustand und Waldgesundheit.

Auszeichnung für herausragendes Engagement im Waldschutz

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, mit der Goldenen Tanne 2013 ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte am 13. März 2014 im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin. Der Preis, der in Kooperation mit der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) verliehen wird, würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für den Waldschutz engagieren. Es war die zehnte Verleihung dieses Ehrenpreises.

Dr. Wolfgang von Geldern, Präsident der SDW, erinnerte an das Erscheinen des ersten Waldschadensberichts in Deutschland vor 30 Jahren. Das Jahr 1984 markierte den Beginn der wissenschaftlichen Untersuchung von Waldschäden und der Suche nach Gegenmaßnahmen.

Aber erst heute wissen wir, welche wichtige Rolle die Böden in diesem Kontext spielen.

Dieses Wissen sei engagierten Personen wie Dr. Aeikens zu verdanken. Als verantwortlicher Minister habe er in den Waldschadensberichten seines Bundeslandes den Zusammenhang zwischen Bodenzustand und Waldgesundheit hervorgehoben und die Notwendigkeit von Bodenschutzkalkungen sowie weiteren Maßnahmen betont.

Minister Aeikens habe sich zudem in den letzten Jahren für die Waldkalkung in Sachsen-Anhalt eingesetzt und damit zur Zukunftssicherung der Wälder beigetragen. Dr. Aeikens nahm den Preis entgegen und wies darauf hin, dass in Sachsen-Anhalt in den letzten 20 Jahren 69.000 Hektar neue Waldfläche entstanden sind. Mit über 600.000 Hektar Waldfläche habe der Wald eine große Bedeutung für das Bundesland. Er bekannte sich zum aktiven Waldschutz unter der Prämisse des nachhaltigen Wirtschaftens.

Dazu zählte er den pfleglichen Umgang mit Waldböden und die Rückführung versauerter Standorte durch Kalkung auf mehreren tausend Hektar in einen naturnahen Zustand. Das Land werde dabei auch private Waldeigentümer unterstützen. Der Minister hob in seiner Dankesrede die Landesforstverwaltung hervor, die sich für Wald- und Bodenschutz einsetze. Er dankte zudem der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt für ihre Arbeit zur Förderung der Waldgesundheit, die für die beteiligten Länder hilfreich sei.

Symposium zum Boden- und Wasserschutz im Wald

Vor der Preisverleihung veranstaltete die SDW ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Boden- und Wasserschutz im Wald“. Im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) begrüßte Abteilungsleiter Clemens Neumann zahlreiche Experten. Dr. Klaus von Wilpert von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, Preisträger des Vorjahres, stellte sein Konzept der „regenerationsorientierten Bodenschutzkalkung“ vor.

Er sprach dabei Ängste aus Naturschutzkreisen an:

Die Risiken einer Waldkalkung sind aufgrund der niedrigen Dosierung von drei bis vier Tonnen pro Hektar und wegen der geringen Löslichkeit des eingesetzten Dolomitkalkes sehr gering.

Von Wilpert beschrieb die Waldkalkung als effektive Maßnahme zur Beschleunigung natürlicher Regenerationsprozesse, die von 250 Jahren auf 40 bis 80 Jahre verkürzt werden könnten. Er verwies auf den Klimawandel:

Da können wir nicht einfach nur abwarten und nichts tun.

Carina Sucker, eine Kollegin von Wilperts aus Freiburg, referierte über „Wasserhaushalt und -qualität im Wald“. Ihre Ergebnisse zeigten, dass sich Kalkungen positiv auf Bodenwasser, Sickerwasser und Bachwasser auswirken. Negative Erscheinungen wie erhöhte Nitratausträge wurden nicht beobachtet.

Dr. Joachim Block von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forst (Trippstadt) erläuterte, wann und wo Bodenschutzkalkungen zur Gewährleistung der Nährstoffnachhaltigkeit und Erhaltung der Produktivität der Waldböden erforderlich sind. Kalksteigerungsversuche belegen, dass Kalkungen ein gesundes Buchenwachstum ermöglichen können. Anschließend sprach Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, über die „Bedeutung der Forstwirtschaft für den Wald-, Boden- und Wasserschutz im Klimawandel“.

Er forderte von der Politik mehr finanzielle Mittel und mehr Förster, um Waldkalkungen und umfassenden Waldschutz qualifiziert durchführen zu können. Aufgrund des Verlaufs des dreistündigen Symposiums stellte SDW-Präsident Dr. Wolfgang von Geldern in Aussicht, auch zukünftig vor der Verleihung der Goldenen Tanne ein Fachsymposium zu veranstalten.

27.03.2014

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