Aus- und Weiterbildung

Großes Interesse an den 6. Internationalen Fachtagen Ökologische Pflege 2015

Mehr als 230 Fachleute aus Österreich, Deutschland und Südtirol nahmen an den 6. Internationalen Fachtagen Ökologische Pflege in Langenlois teil. Themen waren unter anderem nicht-chemische Unkrautregulierung, naturnahe Grünraumpflege und der Wert von Bäumen.

Über 230 Fachleute diskutieren ökologische Pflege von Grünräumen

Die 6. Internationalen Fachtage Ökologische Pflege in Langenlois stießen auf großes Interesse. Mehr als 230 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und Südtirol nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen in der naturnahen Pflege von Gärten und Grünräumen zu informieren.

Die zweitägige Fachveranstaltung legte in diesem Jahr besondere Schwerpunkte auf den Wert von Bäumen sowie auf die ökologische Pflege kommunaler Flächen. Organisiert wurden die Fachtage von der Initiative Natur im Garten, die vor 16 Jahren ins Leben gerufen wurde.

Nicht-chemische Unkrautregulierung im Fokus

Der erste Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen des Umgangs mit unerwünschtem Bewuchs. Fachvorträge beleuchteten verschiedene Methoden der nicht-chemischen Unkrautregulierung und stellten umweltfreundliche Alternativen zu chemischen Verfahren vor.

Ergänzt wurden die Vorträge durch eine Diskussionsrunde mit Beratern und Gemeindevertretern sowie durch Erfahrungsberichte aus der Praxis. Parallel präsentierten Aussteller auf einer begleitenden Messe verschiedene Verfahren und Geräte zur umweltfreundlichen Unkrautbekämpfung.

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der pestizidfreien Pflege von Grünflächen in der französischen Stadt Straßburg. Vorgestellt wurde ein umfassendes Konzept aus ökologischem Pflegemanagement und gezielter Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern der Stadt.

Der Wert von Bäumen im urbanen Raum

Der zweite Veranstaltungstag rückte das Thema Bäume in den Mittelpunkt. Ein Vortrag zur Nützlingsberatung in der Steiermark bildete den Auftakt, bevor mehrere Beiträge die Bedeutung von Bäumen für Städte und Gemeinden beleuchteten.

Dabei wurde aufgezeigt, welche Leistungen Bäume für das Stadtklima und die Umwelt erbringen und wie sich ihr Wert berechnen lässt. Ebenso wurde deutlich gemacht, welche Folgekosten entstehen können, wenn Bäume fehlen oder entfernt werden.

Ein weiterer Beitrag beschäftigte sich mit der Gestalt und Pflege von Bäumen. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass ein falsch ausgeführter Rückschnitt aus Sicherheitsgründen oftmals kontraproduktiv sein kann.

Klimawandel bringt neue Herausforderungen

Auch die Auswirkungen des Klimawandels auf den Baumbestand wurden thematisiert. Fachreferenten berichteten über zunehmende Baumkrankheiten und neue Schadorganismen, die sich durch veränderte klimatische Bedingungen ausbreiten.

Dabei wurden unter anderem Krankheitserreger wie Phytophthora und Pseudomonas vorgestellt. Drei Baumspezialisten stellten sich im Anschluss den Fragen des Publikums und diskutierten mögliche Strategien für den Umgang mit den neuen Herausforderungen.

Weitere Veranstaltungen geplant

Die Internationalen Fachtage Ökologische Pflege sollen auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Die nächste Veranstaltung ist erneut für Mitte November geplant.

Bereits im Frühjahr startet zudem ein weiterer Weiterbildungstermin der Initiative Natur im Garten. Am 15. und 16. März beginnt der Grünraumlehrgang, für den bereits Anmeldungen entgegengenommen werden.

30.11.2015

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