Zusammenschluss schafft europaweite Plattform für Recycling und Stoffstrommanagement
Mit der Gründung der Schüttflix Group entsteht nach Unternehmensangaben Europas größte Plattform für Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Schüttflix, IK Umwelt und die Entsorgungssparte der Hagedorn Unternehmensgruppe haben ihre Aktivitäten unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt, um Stoffstromkreisläufe im Bausektor effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Die neue Unternehmensgruppe reagiert damit auf die wachsende Bedeutung von Recycling und Ressourcenschonung in einer Branche, die für mehr als 70 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland verantwortlich ist.
Ganzheitliches Stoffstrommanagement für mineralische Abfälle
Schüttflix bleibt weiterhin als neutrale digitale Plattform für die Ver- und Entsorgung von Baustellen mit Schüttgütern aktiv. Ergänzt wird dieses Geschäftsmodell künftig durch die Infrastruktur der Unternehmensgruppe, insbesondere durch eigene Wertstoffzentren für Deklaration, Sortierung und Aufbereitung mineralischer Abfälle.
Diese sogenannten Schüttflix Hubs bilden gemeinsam mit mehr als 8.000 Partnern in Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien die Grundlage für ein europaweites Stoffstrommanagement.
„Durch die Bereitstellung der entsprechenden Infrastruktur ermöglicht die Schüttflix Group den regulären Einsatz von Sekundärrohstoffen am Markt. Damit schaffen wir eine ressourcenschonende Ver- und Entsorgungslösung, die der Baubranche den lang ersehnten nachhaltigen ökologischen und ökonomischen Schub verleiht“, betont Christian Hülsewig, CEO der Schüttflix Group.
Das Ziel besteht darin, Sekundärrohstoffe stärker in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen und damit den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren. Dies betrifft insbesondere den Umgang mit mineralischen Abfällen und Baustoffen & Materialien aus Bau- und Abbruchprojekten.
Ausbau der Infrastruktur geplant
Die Schüttflix Group plant, die bestehenden Standorte ihrer Unternehmen weiter auszubauen und zusätzliche Hubs zu errichten. Die Standorte sollen dezentral organisiert und zentral gesteuert werden, um regionale Anforderungen flexibel bedienen zu können.
Durch diese Struktur will die Unternehmensgruppe die Ver- und Entsorgung von Baustellen effizient koordinieren und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine flächendeckende Kreislaufwirtschaft schaffen.
Mit dem Zusammenschluss beschäftigt die Schüttflix Group rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere personelle Verstärkungen sind vorgesehen, um das Wachstum in den Bereichen Recycling, Logistik und Stoffstrommanagement zu unterstützen.
Wachstumskurs mit klaren Umsatzzielen
Fünf Jahre nach dem Start der digitalen Logistikplattform setzt die Unternehmensgruppe auf weiteres organisches Wachstum sowie strategische Partnerschaften und Unternehmenszukäufe.
Für das Jahr 2024 erwartet die Schüttflix Group einen Umsatz von rund 190 Millionen Euro. Bereits 2025 soll dieser Wert auf deutlich mehr als 250 Millionen Euro steigen.
Die Unternehmensgruppe sieht darin einen wichtigen Schritt, um nachhaltige Ver- und Entsorgungslösungen in der Bauwirtschaft langfristig zu etablieren.
Management erweitert
Mitgründer Christian Hülsewig bleibt CEO der Schüttflix Group und verantwortet weiterhin die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Zur Unterstützung der weiteren Entwicklung wurde das Management erweitert.
Mirco Illian übernimmt die Funktion des Chief Growth Officer. Als Gründer von IK Umwelt bringt er umfassende Erfahrungen in den Bereichen Stoffstrommanagement und Baustoffrecycling ein.
Dr. Mischa Ritter verstärkt die Unternehmensgruppe als Chief Information Officer. Der frühere COO des Onlinehändlers Zooplus soll insbesondere die Weiterentwicklung der digitalen Plattform und die technologische Skalierung der Geschäftsprozesse vorantreiben.
Mit der neuen Organisationsstruktur verfolgt die Schüttflix Group das Ziel, ihre Position als europaweiter Dienstleister für Kreislaufwirtschaft und Stoffstrommanagement im Bausektor weiter auszubauen.
