Hintergrund und Entstehung des Spielplatzes
Der Spielplatz in Ottenhofen entstand im Jahr 2008 unter der Leitung von Dr. Witt. Die Umsetzung erfolgte unter Einbeziehung der Anwohner nach dem sogenannten Dillinger Modell der Benutzerbeteiligung. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner äußerte in ihrem Vorwort für die Broschüre „Die Grüne Stadt“ die Hoffnung auf zahlreiche gute Beispiele, die Planern und Bauherren als Vorbilder für „Grüne Spielplätze“ dienen könnten.
Der Natur-Erlebnis-Spielplatz Ottenhofen wurde aus 66 Mitbewerbern ausgewählt. Er soll als Beispiel für naturnahe Gestaltung dienen und weitere Bauherren, Planer sowie Kinder inspirieren.
Kosten und Qualität der naturnahen Gestaltung
Durch die Beteiligung der Bürger und die naturnahe Bauweise beliefen sich die Baukosten für die über 5.000 m² große Fläche auf rund 50.000 Euro, was etwa 10 Euro pro Quadratmeter entspricht. Trotz der geringen Kosten hat sich der Natur-Erlebnis-Raum zu einem Stück bespielbarer Natur entwickelt.
Informationen und Bilder zum Projekt sind online verfügbar. Für die Umsetzung ähnlicher Projekte ist Fachwissen erforderlich. Der Naturgarten e.V. bietet hierzu einen zweijährigen Lehrgang zum Naturgarten-Profi an, der am 12. November startet und den Umgang mit heimischen Wildpflanzen sowie das Modell der Benutzerbeteiligung vermittelt.
Zertifizierung nach Bio-Standard als Vorreiter
Die Naturgarten-Fachbetriebe für naturnahes Grün, die von Bioland empfohlen werden, begrüßen weitere Kollegen, die ökologisch-korrekte Projekte umsetzen. Fachbetriebe können ihre Projekte nun auch zertifizieren lassen. Der Natur-Erlebnis-Spielplatz Ottenhofen ist der erste nach Bio-Standard zertifizierte Spielplatz in Deutschland.
