Anpassungen und regionale Ausrichtung der Geschäftsstrategie
Die Initiative „Growing Closer Together“ führt eine Matrix-Organisation für Vertriebs- und Aftermarket-Aktivitäten ein. Dies soll eine engere Partnerschaft mit Händlern und Kunden ermöglichen und den regionalen Marktanforderungen besser gerecht werden. Das Konzept sieht fünf Vertriebs- und Supportregionen vor:
- DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz)
- Frankreich/Benelux
- England/Irland
- Italien/Südeuropa
- Ost- und Nordeuropa
Verbesserte Kommunikation und Teamarbeit über verschiedene Funktionen hinweg sollen zu innovativen Lösungen und größerer Flexibilität führen.
Die neue Struktur wird unsere Verbindung zum Markt, zu den Händlern und zu den Kunden massiv verbessern und eine schnellere Entscheidungsfindung dank eines besseren Verständnisses der individuellen Marktsituation ermöglichen. Wir steigern Flexibilität, Verantwortlichkeiten und verbessern Kommunikation und Support für unsere Kunden.
Dies erklärte Dr. Hubertus Münster, Direktor für Vertrieb und Marketing bei HD Hyundai Construction.
Erweitertes EU-CUP Customisation-Center
HD Hyundai baut auf dem bestehenden EU-CUP-Maschinenanpassungszentrum in Antwerpen, Belgien, auf. Bisher wurden Bagger und Radlader mit speziellen Auslegern und Armen separat aus Südkorea angeliefert. Das Anpassungszentrum installierte diese Komponenten, wobei die Maschine als Lagereinheit mit geringer Flexibilität verblieb.
Zukünftig werden Standardmaschinen ohne Ausleger/Hubgerüste importiert. Die Ausrüstungen werden basierend auf Marktdaten separat angeliefert. Bei Bestellungen der Händler kann das Anpassungszentrum Grundgeräte mit Auslegern, Armen und anderen Komponenten kundenspezifisch konfigurieren. Dies soll die Vorlaufzeiten verkürzen und es Händlern ermöglichen, die Nachfrage ihrer Kunden, auch bei weniger gängigen Konfigurationen, besser zu bedienen.
Optionen wie die Personalisierung von Baumaschinen und Sonderlackierungen sollen die Umsetzung von Kundenwünschen verbessern. Dies umfasst sowohl Produkte von HD Hyundai als auch von Drittanbietern, wie die Vorbereitung und Installation von Maschinenführungs- und Steuerungssystemen. Zudem wird ein System zur Materialbedarfsplanung eingeführt, um den Bedarf an Änderungsteilen basierend auf Absatzprognosen und Montageplänen zu prognostizieren. Dies soll das Risiko von Verzögerungen verringern und die Kundenzufriedenheit erhöhen.
Uptime Center in Tessenderlo
Am Hauptsitz in Tessenderlo entsteht das Uptime Center. Dessen Aufgabe ist das Sammeln von Betriebsdaten, die über das Hi-Mate-Telematik-Überwachungssystem erfasst werden. Durch Echtzeit-Betriebsdaten von Maschinen in Europa kann das Unternehmen Kunden proaktiv kontaktieren, wenn ein Service oder eine Reparatur ansteht.
Das Unternehmen wird zudem laufende Maschinenreparaturen verfolgen, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sicherstellen und Kunden mit Serviceverträgen monatliche Berichte über den Maschinenzustand liefern. Dieser datengesteuerte Ansatz ermöglicht die proaktive Erkennung potenzieller Maschinenprobleme, bevor sie kritisch werden, und somit eine rechtzeitige Wartung und Reparatur. Durch den Einsatz von Telematik erhalten Kunden umfassende Einblicke in den Maschinenzustand, den Kraftstoffverbrauch und die Nutzungsmuster.
Neues Vorführgelände
Am Europa-Hauptquartier wird ein Vorführbereich errichtet. Dieser soll die wachsende Produktpalette des Unternehmens präsentieren und für Händler- und Kundenbesuche, Medienveranstaltungen, Schulungen und Produkteinführungen zur Verfügung stehen. Tribünenplätze bieten einen Panoramablick über die 3.300 m² große Arbeitsfläche.
Wir haben jeden Aspekt unseres Geschäfts in Europa genau unter die Lupe genommen, um Wege zu finden, wie wir besser mit unseren Händlern zusammenarbeiten und unsere Kunden besser bedienen können. Unser Fokus lag immer auf dem Kundenerlebnis, von der ersten Maschinenbestellung über die individuelle Anpassung der Ausrüstung bis hin zum Betrieb und Flottenmanagement. Unser Ziel ist es, die Betriebszeit für unsere Kunden zu maximieren und die beste Rendite für ihre Investitionen zu gewährleisten.
Dies betonte Dr. Münster.
