Nachhaltiges Konzept und Landschaftsarchitektur
Der Ferienpark Bostalsee von Center Parcs, gelegen im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Luxemburg, wurde 2013 eröffnet. Die Anlage umfasst 500 Ferienhäuser, die sich in die Hanglandschaft am Nordufer des Bostalsees einfügen. Das Konzept des Parks legt Wert auf eine umweltschonende und nachhaltige Integration in die Natur.
Der Park soll beispielhaft sein für einen Ort, an dem der Mensch mit der Natur freundlich und verantwortungsvoll umgeht.
Dies erklärte Jean Henkens, Landschaftsarchitekt und Biologe bei Center Parcs. Für den Entwurf des Ferienparks war das Planungsbüro Gasse Schumacher Schramm Landschaftsarchitekten verantwortlich.
Für den Park Bostalsee haben wir ein Konzept entwickelt, das sich am natürlichen Charakter der regionalen Landschaft orientiert.
So Wolfgang Schramm vom Planungsbüro. Die Ferienhäuser sind in kleinen bis mittelgroßen Dörfern auf rund 90 Hektar angeordnet. Ein überwiegend immergrünes Vegetationskonzept trägt dazu bei, den Eindruck einer natürlichen Umgebung zu vermitteln.
Organische Formen und Farbgebung
Die Wege von den Hauptwegen zu den Ferienhäusern sowie die Terrassen sind organisch geformt und in einem hellgelben Farbton ausgeführt. Diese Gestaltung unterstützt das Gesamtkonzept des Parks.
Der Farbbeton unterstützt unser Konzept in zweierlei Hinsicht optimal. Mit dem Baustoff Beton konnten wir organische Formen, Kurven und Schwünge aus einem Guss realisieren, was mit herkömmlichen Belägen so nicht möglich gewesen wäre. Zudem wirkt der hellgelbe Farbton angenehm natürlich, so dass die Wege und Terrassen wie gewünscht als Teil der Landschaft wahrgenommen werden.
Dies erläuterte der Landschaftsarchitekt Martin Gasse zur Materialwahl. Die Heidelberger Beton GmbH, Gebiet Rhein-Nahe, entwickelte den hellgelben Farbbeton in Abstimmung mit den Planern. Vorab wurden Farbmuster erstellt, um die gewünschte Farbigkeit und Intensität festzulegen.
Materialzusammensetzung und Verarbeitung
Die Farbintensität des Betons hängt von den Ausgangsstoffen, der Betonzusammensetzung und der Zugabemenge der Pigmente ab. Um ein gleichbleibendes Farbergebnis über die mehrmonatige Bauphase zu gewährleisten, wurde die Rezeptur kontinuierlich überprüft und angepasst.
Die Farbintensität hängt entscheidend von den Betonausgangsstoffen, der Betonzusammensetzung und der Zugabemenge der Pigmente ab. Um während der mehrmonatigen Bauphase stets ein gleichbleibendes Farbergebnis zu garantieren, musste die Rezeptur durch unsere Mischmeister und unser Labor konstant überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
So Marc Potrykus, Vertriebsleiter bei der Heidelberger Beton GmbH. Der Farbbeton der Festigkeitsklasse C25/30 wurde im Werk Ellenberg durch Zugabe von anorganischen Oxidpigmenten aus Titan, Chrom, Nickel und Antimon hellgelb durchgefärbt. Zusätzlich wurden Polymerfasern beigemischt, um die Zugfestigkeit, Schlagfestigkeit und Verformbarkeit zu verbessern.
Die Anlieferung des Farbbetons zur rund 20 Kilometer entfernten Baustelle erfolgte per Fahrmischer. Während die Wege zu den Häusern direkt angefahren werden konnten, musste der Beton für die Terrassen hinter den Ferienhäusern aufgrund der Hanglage mittels Verteilermastpumpen angeliefert werden. Abschließend erhielt der Beton eine griffige Oberflächentextur durch Besenstrich.
