Bagger, Lader und Anbaugeräte

Hesse präsentiert neue Motorenkonzepte und erweiterte KM-Baureihe

Hesse stellt auf der Agritechnica überarbeitete Mini-Radlader und alternative Antriebstechnologien vor. Die KM-Baureihe erhält Neuerungen, darunter ein LPG-Gasantrieb und ein innovatives Wasserstoffsystem für Dieselmotoren.

Innovationen bei der KM-Baureihe und Kabinendesign

Die Hesse Maschinen- und Gerätevertriebs GmbH stellt auf der Agritechnica in Halle 6, Stand B24, Neuerungen im Bereich der Mini-Radlader vor. Neben überarbeiteten Versionen der KM-Baureihe werden alternative Antriebstechnologien präsentiert.

Das aktualisierte Kabinenmodell der belgischen KM-Baureihe wurde für eine verbesserte Rundumsicht konzipiert. Serienmäßig sind Arbeitsscheinwerfer, Scheibenwaschanlage sowie Heizung und Lüftung integriert. Die ROPS/FOPS-geprüfte Kabine ist für eine schnelle Demontage ausgelegt, was die Flexibilität der Maschine erhöht.

Der im Vorjahr eingeführte Teleskophubarm ist nun für alle Typen der KM-Baureihe verfügbar, mit Ausnahme des kleinsten Modells KM80. Dies ermöglicht den Einsatz eines modernen und robusten Teleskophubarms bei nahezu allen Ladertypen.

Neuer LPG-Gasantrieb und Wasserstoffsystem

Ein zentrales Highlight ist die Einführung des LPG-Gasantriebs. Dieser wurde erfolgreich im KM120 getestet und hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Die Kombination aus Benzin- und Gasbetrieb hat sich insbesondere auf größeren Baustellen als vorteilhaft erwiesen. Sollte kein Ersatz für die Gasflasche verfügbar sein, kann die Maschine per Knopfdruck auf Benzinbetrieb umgestellt werden.

Der Gasbetrieb zeichnet sich durch geringe Abgasemissionen aus, was den Einsatz in geschlossenen Räumen ermöglicht. Zudem sind die Betriebskosten im Gasbetrieb reduziert. Die Maschinen können wahlweise mit einem festen Gastank oder einer Vorrichtung für Tauschflaschen geliefert werden.

Der Hersteller Gebr. Geens setzt bei den Benzin-/Gasmotoren weiterhin auf Kubota-Motoren. Ergänzend zum Gasantrieb wurde für Dieselmotoren ein neues Wasserstoffsystem entwickelt. Dieses System soll eine umweltfreundliche Lösung bieten. Durch die Zugabe von Wasserstoff zum Kraftstoffgemisch wird der Oktangehalt erhöht, was zu einer besseren Verbrennung führt. Dies steigert die Motorleistung um bis zu 25 Prozent.

Gleichzeitig sinkt der Kraftstoffverbrauch um 30 Prozent und der Schadstoffausstoß um bis zu 20 Prozent. Die Maschine erzeugt den Wasserstoff mittels eines Generators selbst und speist ihn direkt in das Kraftstoffsystem ein, wodurch ein Sicherheitsrisiko durch Speicherung vermieden wird. Die Wartungskosten sind gering, da der Generator lediglich mit Leitungswasser befüllt wird.

Standsicherheit und Traktion der Lader

Besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf der Standsicherheit und der Traktion der Lader. Dies wird durch den Vier-Rad-Antrieb über Einzelradmotoren gewährleistet, der als bewährt und verschleißarm beschrieben wird.

Der Trend im Bereich der Hoflader geht weiterhin in Richtung Zuverlässigkeit, Betriebssicherheit und Minimierung von Ausfallzeiten. Hoflader sind für den wirtschaftlichen Betrieb in landwirtschaftlichen Betrieben von Bedeutung.

19.10.2015

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