Investitionsbereitschaft und globale Stimmung
Zwei Monate vor Beginn der bauma 2019 veröffentlicht die Messe München Studienergebnisse zum Zustand der Baumaschinenbranche. Das sogenannte „bauma-Branchenbarometer“ zeigt eine weltweit positive Investitionsstimmung, identifiziert den Fachkräftemangel als größte Herausforderung und beleuchtet die Rolle der Digitalisierung, die trotz ihrer Bedeutung noch am Anfang steht.
Die Investitionsbereitschaft in der Baumaschinenindustrie ist global hoch und wird für die kommenden Jahre weiterhin optimistisch eingeschätzt. Die repräsentative Studie, die rund 10.000 Branchenkenner befragte, ergab, dass 44 Prozent der Teilnehmer ein steigendes Investitionsvolumen für ihr Unternehmen planen. Regional betrachtet zeigen sich Afrika (68 Prozent) und Asien (67 Prozent) besonders optimistisch, während Europa bei 42 Prozent liegt. Deutschland ist mit 39 Prozent etwas zurückhaltender.
„Im bauma-Jahr 2019 geht es der Branche hervorragend. Das Gros der Befragten geht davon aus, dass die Investitionen auch weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben. Das verdeutlicht die positive Stimmung für die wirtschaftliche Entwicklung der Baumaschinenindustrie. Es zeigt aber auch, dass eine überdurchschnittliche Investitionsbereitschaft notwendig ist, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben“, bewertet Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, das investitionsfreudige Klima.[cite: 20]
Fachkräftemangel als zentrale Herausforderung
Für mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) stellt der Fachkräftemangel die größte Herausforderung dar. Dieses Problem betrifft vor allem klassische Industrieländer stärker als bevölkerungsreiche Staaten wie China und Indien. Weitere Herausforderungen sind der zunehmende Wettbewerbs- und Preisdruck (31 Prozent), strengere Umweltgesetze und -auflagen (24 Prozent) sowie die Digitalisierung von Geschäftsprozessen (19 Prozent).
Digitalisierung und Elektromobilität als Forschungsfelder
Obwohl die Digitalisierung in der Baumaschinenbranche an Bedeutung gewinnt, sehen sich nur 4 Prozent der Befragten als führend in diesem Bereich. Über die Hälfte hat bereits Teile des Unternehmens digitalisiert (28 Prozent) oder damit begonnen (25 Prozent). Hingegen warten 22 Prozent noch ab, und 20 Prozent sehen aktuell keinen Handlungsbedarf. Dennoch zählen digitale Themen wie die digitale Vernetzung, Building Information Modeling (BIM) und das Internet of Things (IoT) neben der Elektromobilität zu den wichtigsten Forschungsfeldern der Branche.
Digitale Lösungen auf der bauma 2019
Moderne Baumaschinen können mit Sensoren und Kommunikationsschnittstellen ausgestattet werden, um Daten zu erfassen. Diese Daten ermöglichen die Kontrolle von Arbeitsleistung, Verbrauch und Standort, die Definition vorausschauender Wartungsintervalle und die Ermittlung von Betriebskosten. Ganze Fahrzeugflotten lassen sich mittels Telematik managen. Digitale Tools tragen zudem zur Automatisierung von Arbeitsabläufen bei, was angesichts des Fachkräftemangels zunehmend relevant wird.
„Viele Unternehmen der Bauindustrie haben die Relevanz der Digitalisierung bereits erkannt, investieren aber noch mit Vorsicht. Aus Messesicht lautet mein Appell: Mehr Digitalisierung wagen! Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen wir moderne digitale Prozesse und Systeme nachhaltig in unseren Veranstaltungen und in der Organisation verankern. Ich denke da geht es den Unternehmen der Baumaschinenindustrie nicht anders“, sagt Messe-Chef Dittrich.[cite: 20]
Auf der bauma 2019 werden die digitale Baustelle und Baumaschinen durch Virtual und Augmented Reality erlebbar gemacht. Zusätzlich bietet TrustedTargeting Ausstellern die Möglichkeit, ihre Zielgruppe bereits vor der Messe online anzusprechen, um potenzielle Neukunden zu erreichen und zum Messestand einzuladen.
