Unkrautbekämpfung

Huml verstärkt Ambrosia-Bekämpfung

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml kündigt verstärkte Maßnahmen gegen die Allergiepflanze Ambrosia an. Ziel ist es, die Ausbreitung einzudämmen und bestehende Bestände zu reduzieren, da bereits geringe Mengen Pollen gesundheitliche Beschwerden verursachen können.

Aktionsprogramm und Herausforderungen bei der Ambrosia-Bekämpfung

Der Freistaat investiert jährlich rund 85.000 Euro in die Ambrosia-Bekämpfung. Das Bayerische Aktionsprogramm besteht seit zehn Jahren und hat auf freiwilliger Basis dazu beigetragen, die unkontrollierte Ausbreitung der Pflanze zu verlangsamen. Sollte eine weitere Ausbreitung nicht verhindert werden können, sind zusätzliche Schritte erforderlich. Eine interministerielle Arbeitsgruppe erörtert derzeit weitere Möglichkeiten.

Bis Ende 2016 erhöhte sich die Anzahl der bekannten großen Ambrosia-Bestände um 30 auf insgesamt 393. Davon befanden sich 13 Vorkommen an Straßen, hauptsächlich an Bundesfernstraßen. Insgesamt wurden bis 2016 175 große Ambrosia-Bestände an Straßenrändern (44,5 %) und 218 (55,5 %) auf anderen Flächen registriert. Insbesondere die Straßenränder stellen eine Herausforderung dar.

Meldung und Beseitigung von Ambrosia-Pflanzen

Große Ambrosia-Bestände ab etwa 100 Pflanzen sollten den Landratsämtern oder Kreisverwaltungsbehörden gemeldet werden. Einzelpflanzen können selbst beseitigt werden. Dabei ist es wichtig, die Pflanze nur mit Handschuhen auszureißen. Bei bereits blühenden Pflanzen sollte zusätzlich ein Mundschutz getragen werden. Die Pflanzenreste sind in einer Plastiktüte über den Hausmüll zu entsorgen.

Die ursprünglich in den USA beheimatete Beifuß-Ambrosie breitet sich seit den 1990er Jahren auch in Bayern aus. Eine Ambrosia-Pflanze kann in ihrem einjährigen Lebenszyklus zwischen 3.000 und 60.000 Samen abwerfen und bis zu eine Milliarde Pollen in die Luft freisetzen.

05.07.2017

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