Mehr Förderung und integrierte Planung für zukunftsfähige Sportinfrastruktur gefordert
Die Verbände & Organisationen der Sportstättenentwicklung bringen ihre Positionen verstärkt in die politische Diskussion ein. Im Sportausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen stellte die IAKS Deutschland zentrale Ergebnisse des 1. Deutschen Sportstättentages vor und unterstrich die Bedeutung zukunftsfähiger Bewegungsräume.
Für den Garten- und Landschaftsbau ergibt sich daraus ein wachsender Handlungsbedarf bei der Planung und Umsetzung multifunktionaler Freianlagen. Sport- und Bewegungsräume sind zunehmend integraler Bestandteil moderner Stadtentwicklung.
Nachhaltige Konzepte im Fokus
Im Mittelpunkt der Forderungen stehen nachhaltige, bedarfsgerechte und nutzerorientierte Konzepte. Neben ökologischen und ökonomischen Aspekten spielt auch die soziale Dimension eine zentrale Rolle, um Sport- und Bewegungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich zu machen.
Gefordert werden zudem digitale Lösungen sowie eine engere Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Ziel ist eine bewegungsfreundliche Infrastruktur sowohl im urbanen Raum als auch im ländlichen Umfeld.
Förderprogramme mit positiver Wirkung – aber mit Grenzen
Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes Nordrhein-Westfalen wird als wichtiger Impuls bewertet. Es hat zahlreiche Sanierungsmaßnahmen in Vereinen ermöglicht und damit bestehende Defizite reduziert.
„Dennoch reichen die bestehenden Förderprogramme bei weitem nicht aus, um die Sportstätten so weiterzuentwickeln, dass sie an das geänderte Sportverhalten der Bevölkerung angepasst sind,“
Die Anforderungen an Sportanlagen haben sich deutlich verändert. Flexible Nutzungskonzepte und offene Bewegungsräume gewinnen an Bedeutung und müssen stärker berücksichtigt werden.
Ganzheitlicher Blick auf Bewegungsräume
Neben klassischen Vereinssportanlagen rücken weitere Flächen in den Fokus: Schulsportanlagen, öffentliche Bewegungsräume und Spielplätze sollen stärker in die Planung einbezogen werden. Ziel ist es, wohnortnahe Angebote zu schaffen, die niedrigschwellig nutzbar sind.
Für den Garten- und Landschaftsbau bedeutet dies eine zunehmende Nachfrage nach integrierten Lösungen, die Aufenthaltsqualität, Funktionalität und Bewegungsangebote miteinander verbinden.
„Sport und Bewegung muss in der Stadtentwicklung bei den Themen Wohnen, Bildung, Mobilität und Gesundheit integriert werden“
Politische Weichenstellungen entscheidend
In der Diskussion mit den Abgeordneten wurde deutlich, dass die Umsetzung moderner Sport- und Bewegungsräume weniger eine technische als vielmehr eine politische Herausforderung darstellt. Die notwendigen Konzepte und Lösungen sind vorhanden, ihre Realisierung hängt jedoch maßgeblich von entsprechenden Entscheidungen und Prioritäten ab.
Die IAKS Deutschland bietet ihre Expertise weiterhin aktiv an, um Kommunen sowie Landes- und Bundespolitik bei der Entwicklung zukunftsfähiger Infrastrukturen zu unterstützen. Für den Garten- und Landschaftsbau eröffnet dies zusätzliche Perspektiven in der Gestaltung öffentlicher Räume, die Bewegung, Gesundheit und Aufenthaltsqualität verbinden.
