Park- und Aussenanlagen

IGA 2027: Erster Spatenstich am Wendebecken im Nordsternpark

Der Nordsternpark in Gelsenkirchen wird 2027 einer der Zukunftsgärten der IGA Metropole Ruhr sein. Mit dem ersten Spatenstich für den Umbau des Wendebeckens beginnt die Transformation zu einem Freizeit- und Erholungsort am Rhein-Herne-Kanal.

Startschuss für die Umgestaltung des Wendebeckens

Der Nordsternpark in Gelsenkirchen wird im Sommer 2027 einer der Zukunftsgärten der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 sein. Am 30. September erfolgte der erste Spatenstich für den Umbau des Wendebeckens. Dieses Projekt stellt die erste große Teilbaumaßnahme dar und zielt darauf ab, das Wendebecken zu einem Freizeit- und Erholungsort direkt am Rhein-Herne-Kanal zu entwickeln.

Oberbürgermeisterin Karin Welge betonte die Bedeutung des Baubeginns:

Mit dem heutigen Spatenstich legen wir den Grundstein für einen neuen Anziehungspunkt im Nordsternpark – einen Ort, an dem wir ab 2027 alle die Natur genießen, Kraft tanken und Zeit mit unseren Liebsten verbringen können.

Andreas Bothe, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Münster, hob die Vorbildfunktion des Projekts hervor:

Ich bin überzeugt, dass der Bau des Zukunftsgartens Gelsenkirchen im Rahmen der IGA 2027 ein Vorbild für viele weitere Kommunen in unserem Land sein wird. Es zeigt, was möglich ist, wenn eine ganze Region sich zukunftsweisend präsentieren möchte und dabei die Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt Hand in Hand geht.

Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbands Ruhr, unterstrich die Relevanz der IGA 2027 für die Metropole Ruhr:

Hier entstehen langlebige und nachhaltige Projekte, die die Lebensqualität der Menschen vor Ort erhöhen und viele Gäste anziehen werden. Hier entsteht ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur grünsten Industrieregion.

Details zur Neugestaltung des Wendebeckens

Christoph Prinz, Leiter der IGA-Stabsstelle der Stadt Gelsenkirchen, erläuterte die geplanten Baumaßnahmen. Der Seitenarm des Rhein-Herne-Kanals wird zu einem Treffpunkt und Aktivitätsbereich umgestaltet. Die östliche Böschung wird als gleichmäßige Schräge zum Wasser hin angelegt. Eine barrierefreie Rampe überwindet den Höhenunterschied von etwa sieben Metern, ergänzt durch eine Treppenanlage, die an die Inselpromenade anschließt.

Am östlichen Ufer ist ein Café mit Außenbestuhlung vorgesehen. Im Westen entsteht eine naturnahe Ufergestaltung mit Schilf- und Röhrichtzonen. Ein Natursteg mit Ruhe- und Aussichtsplattformen wird barrierefrei an den Südeingang angebunden. Ein schwimmender Steg führt in das Wendebecken und endet in einer offenen, kreisrunden Fläche.

Während der IGA-Ausstellung von April bis Oktober 2027 wird ein Ponton über das Wendebecken führen. Zudem sind Floating Wetlands über den gesamten IGA-Zeitraum geplant. Die bestehende Spundwand wird gekürzt, unterirdisch als Schutzfunktion beibehalten und durch eine Steinschüttung gestützt.

Die Neugestaltung des Wendebeckens ist mit Kosten von 3,8 Millionen Euro das größte Teilprojekt innerhalb der Freianlagen. Der gesamte Bearbeitungsbereich inklusive Nebenflächen umfasst etwa 1200 Quadratmeter. Regierungspräsident Bothe nutzte für den Spatenstich einen goldenen Spaten, der bereits bei der BUGA 1997 im Nordsternpark Gelsenkirchen von Johannes Rau, dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten, verwendet wurde.

02.10.2024

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