Internationale Gartenausstellung soll den Strukturwandel im Rheinischen Revier begleiten
Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) hat die Bewerbung des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler für die Internationale Gartenausstellung 2037 angenommen. Die Entscheidung fiel einstimmig auf Empfehlung des Verwaltungsrates.
Voraussetzung für die endgültige Vergabe bleibt der Abschluss des Durchführungsvertrags. Grundlage der Entscheidung waren eine Machbarkeitsstudie sowie eine Bereisung der Region durch die DBG-Kommission Anfang Dezember.
„Auf Empfehlung des Verwaltungsrates stimmt die Gesellschafterversammlung der DBG zu, die Internationale Gartenausstellung 2037 an den Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler zu vergeben“, sagt Hajo Hinrichs, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft.
Strukturwandel im Rheinischen Revier
Die IGA 2037 soll als Entwicklungsprojekt den Strukturwandel im Rheinischen Revier begleiten. Im Mittelpunkt steht die Umgestaltung der ehemaligen Tagebauflächen rund um Garzweiler.
Das Konzept setzt auf eine dezentrale Gartenausstellung mit mehreren Standorten in der Region. Zentrales Element ist der entstehende See im Tagebaugebiet, dessen Befüllung ab 2036 beginnen soll.
„Die Internationale Gartenausstellung bringt positive Impulse in eine Region, die sich nach vielen Jahrzehnten des Braunkohle-Tagebaus wieder neu erfinden muss. Was Regionalentwicklung angeht, ist sie ein Leuchtturmprojekt mit internationaler Ausstrahlung“, erklärt DBG-Geschäftsführer Dr. Achim Schloemer.
Interkommunale Zusammenarbeit als Grundlage
Die Bewerbung wurde vom Zweckverband gemeinsam mit den Städten Mönchengladbach, Grevenbroich, Erkelenz und Jüchen sowie der Gemeinde Titz erarbeitet. Bereits 2024 hatten alle beteiligten Kommunen der Bewerbung zugestimmt.
Unterstützt wird das Projekt außerdem vom Land Nordrhein-Westfalen, der Region Köln-Bonn e. V. sowie der RWE Power AG.
„Der Zuschlag für die Internationale Gartenausstellung im Jahr 2037 freut uns außerordentlich. Das sind sehr gute Nachrichten für die Menschen in unserer Region“, sagt Harald Zillikens, Verbandsvorsteher des Zweckverbands und Bürgermeister von Jüchen.
Machbarkeitsstudie sieht großes Besucherpotenzial
Die zugrunde liegende Machbarkeitsstudie wurde gemeinsam mit verschiedenen Fachbüros entwickelt. Sie prognostiziert mindestens 1,8 Millionen Besucher für die IGA 2037.
Die Region profitiert dabei von ihrer Lage im Rheinischen Revier und der Nähe zu mehreren Ballungszentren. Innerhalb eines Radius von rund 60 Minuten Fahrzeit leben etwa zwölf Millionen Menschen.
Der 2017 gegründete Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler koordiniert Projekte in den Bereichen Landschaftsentwicklung, Infrastruktur, Städtebau und Strukturwandel auf den ehemaligen Tagebauflächen.
