Wettbewerbe und Jubiläen

Floristische Hallenschau auf der IGA Berlin 2017: Die Silberne Rose

Die IGA Berlin 2017 präsentierte die „Silberne Rose“, die Landesmeisterschaft der Floristen. Teilnehmerinnen fertigten beeindruckende Werkstücke zu verschiedenen Themen an, darunter Brautsträuße und floraler Raumschmuck. Die Schau zeigte die Kreativität und Vielfalt der Floristik.

Wettbewerb und Aufgabenstellungen der Floristen

Die aktuelle Hallenschau auf der IGA Berlin 2017 präsentiert floristische Werkstücke, die im Rahmen der Landesmeisterschaft der Floristen Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt, der Silbernen Rose 2017, entstanden sind. Am 12. August fertigten die Teilnehmerinnen die vom Fachverband Deutscher Floristen e.V. (FDF) vorgegebenen Aufgaben unter den Augen der Besucher an.

Die Wettbewerbsaufgaben umfassten eine Pflanzarbeit mit dem Titel „Naturausschnitt“, eine Überraschungsarbeit als „Brautstrauß“, einen Strauß mit dem Thema „Ick bin een Berliner“ sowie einen floralen Raumschmuck unter dem Motto „Nationen der Welt“. Eine zentrale Anforderung war, dass alle Arbeiten eine Woche lang Frische ausstrahlen sollten. Besucher der IGA Berlin 2017 konnten die Schaustücke bis zum darauffolgenden Wochenende besichtigen. Fünf Floristinnen stellten sich dem Wettbewerb: Andrea Knutas, Anja Pommerenke und Laura Steinfeldt aus Sachsen-Anhalt sowie Dominique Ostheeren und Thi Phuong Nhung Nguyen aus Berlin.

Kreativität und Vielfalt der Werkstücke

Die erste Aufgabe, die Pflanzarbeit „Naturausschnitt“, musste innerhalb einer Stunde auf einer Fläche von 1,5 x 1,5 Metern realisiert werden. Die entstandenen Arbeiten reichten von Dünenlandschaften über Waldausschnitte bis hin zu sumpfigen Uferbereichen. Beschreibungen erläuterten die jeweiligen Naturausschnitte, darunter Binnendünenflächen in Brandenburg und windgeformte Sandgebilde.

Die zweite Aufgabe forderte die Gestaltung eines Straußes zum Thema „Ick bin een Berliner!“ für eine berühmte lebende oder verstorbene Berliner Persönlichkeit. Auch hierfür stand eine Stunde zur Verfügung. Ein Strauß für Marlene Dietrich mit dem Titel „Sag mir, wo die Blumen sind“ wurde in einem schwarzen, durch Löcher einsehbaren Kasten präsentiert. Der Strauß für Kurt Tucholsky zeichnete sich durch eine erlesene Farbwahl aus. Weitere Sträuße waren Nina Hagen, Klaus Wowereit und dem Fußballer Jérôme Boateng gewidmet.

Für die Überraschungsarbeit „Brautstrauß“ hatten die Teilnehmerinnen zwei Stunden Zeit und konnten sich nicht vorbereiten. Jede Floristin erhielt ein identisches Überraschungspaket mit Blumen und Werkstoffen, die ausschließlich für die Gestaltung des Straußes verwendet werden durften. Trotz des gleichen Materials entstanden vielfältige Brautsträuße, die beispielsweise von cremefarbenen oder orangefarbenen Blüten dominiert wurden oder mutige Kombinationen wie Orange und Rosa zeigten.

Die letzte Aufgabe umfasste einen floralen Raumschmuck zum Thema „Nationen der Welt“ auf einer Fläche von 2 x 2 Metern. Die Floristinnen hatten sich im Vorfeld ein Land ausgesucht und ein Gerüst vorbereitet, um ihr Werk in zwei Stunden fertigzustellen. Die Länderwahl reichte von Japan und China über Holland bis Brasilien. Japan wurde zweimal interpretiert, einmal mit einem roten Ball, der aus einem weißen Orchideentrichter aufstieg, und einmal mit Origamiblüten neben echten Blüten.

Die Sieger der Silbernen Rose

Zur Siegerehrung waren Andrea Marchand, Präsidentin des FDF Sachsen-Anhalt, Klaus-Peter Schmidt, Präsident des FDF Berlin-Brandenburg, und Cornelia Pommerenke, Vizepräsidentin des Bundesvorstandes, sowie Vertreter von Sponsoren und Kooperationspartnern anwesend. Katharina Lohmann, Geschäftsführerin der IGA, würdigte die kreativen Arbeiten.

Die Silberne Rose für Berlin-Brandenburg ging an Dominique Ostheeren von Eventfloristik in Berlin. Die Silberne Rose für Sachsen-Anhalt erhielt Andrea Knutas von der Blumenwerkstatt Neumann in Jütrichau. Der Fachverband Deutscher Floristen zeichnete Laura Steinfeld von der Gärtnerei Richter in Klötze mit dem Ehrenpreis für die punktbeste Arbeit aus, die sie für ihren Brautstrauß erhielt.

Begleitend zur Hallenschau findet eine Ausstellung für Trauerfloristik statt, an der Floristik-Firmen aus Sachsen-Anhalt beteiligt sind. Während der Veranstaltung fertigten Vertreterinnen des FDF weitere Arbeiten an, die die Ausstellung ergänzen. Besucher konnten am Eröffnungstag über die besten Arbeiten abstimmen, wobei die Schloss-Floristik aus Flechtigen die meisten Stimmen erhielt. Lorenz Ott von der Staatlichen Fachschule für Blumenkunst Weihenstephan nutzte die Gelegenheit der Silbernen Rose, um Andreas Tunger, ehemaligen Präsidenten des FDF in Berlin, mit dem Moritz-Ahrens-Preis für seine Tätigkeit als Florist auszuzeichnen.

14.08.2017

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