Energiepreise als Haupttreiber des Importpreisrückgangs
Der Rückgang der Importpreise im Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Energieeinfuhren waren im Dezember 2023 um 32,1 % günstiger als im Dezember 2022 und um 6,3 % billiger als im November 2023.
Besonders stark fielen die Preise für Erdgas, die im Dezember 2023 um 49,0 % unter dem Wert des Vorjahresmonats lagen. Auch andere importierte Energieträger verbilligten sich erheblich: Die Preise für elektrischen Strom sanken um 72,0 %, für Steinkohle um 35,3 %, für Mineralölerzeugnisse um 10,8 % und für Erdöl um 7,5 %.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise sanken die Importpreise im Dezember 2023 um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr und um 0,1 % gegenüber dem Vormonat. Werden lediglich Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Acht gelassen, lag der Importpreisindex 8,4 % unter dem Stand des Vorjahres.
Entwicklung bei Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgütern
Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Dezember 2023 um 7,2 % unter denen des Vorjahresmonats. Hierzu zählten unter anderem Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-39,9 %), Aluminium in Rohform und Aluminiumlegierungen (-19,1 %) sowie Papier und Pappe (-15,9 %).
Demgegenüber stiegen die Preise für Investitionsgüter um 1,8 % im Jahresvergleich. Importierte landwirtschaftliche Güter verteuerten sich um 0,8 %, wobei insbesondere Kakaobohnen (+60,0 %) und Tomaten (+46,1 %) höhere Preise aufwiesen. Die Preise für importierte Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter lagen im Durchschnitt 0,2 % über dem Vorjahresniveau. Süßwaren (+15,8 %) und Schweinefleisch (+10,3 %) waren hier deutlich teurer.
Jahresdurchschnitt 2023: Import- und Exportpreise im Rückwärtsgang
Im Jahresdurchschnitt 2023 waren die Importpreise 8,3 % niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang wurde maßgeblich durch die Entwicklung der Energiepreise beeinflusst, die im Durchschnitt um 35,4 % sanken. Besonders stark fielen die Preise für Erdgas (-48,0 %), elektrischen Strom (-59,4 %) und Steinkohle (-43,3 %).
Der Importpreisindex ohne Energie lag im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,7 % unter dem Vorjahresniveau. Die Preise für Vorleistungsgüter sanken um 5,9 %. Im Gegensatz dazu verteuerten sich importierte Investitionsgüter um 3,6 %, Konsumgüter um 2,9 % und landwirtschaftliche Güter um 0,5 %.
Die Exportpreise lagen im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3 % unter denen des Vorjahres. Auch hier war der Preisrückgang bei Energieträgern mit -40,6 % der Hauptfaktor. Landwirtschaftliche Güter (-5,1 %) und Vorleistungsgüter (-1,1 %) verbilligten sich ebenfalls. Investitionsgüter (+4,6 %) und Konsumgüter (+4,0 %) wurden hingegen teurer exportiert.
