Organisation und Verwaltung

Import- und Exportpreise im Dezember 2023: Deutlicher Rückgang gegenüber Vorjahr

Die Importpreise in Deutschland sanken im Dezember 2023 um 8,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang ist der stärkste seit 2009 und wurde maßgeblich durch niedrigere Energiepreise beeinflusst. Auch die Exportpreise verzeichneten einen Rückgang.

Energiepreise als Haupttreiber des Importpreisrückgangs

Der Rückgang der Importpreise im Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Energieeinfuhren waren im Dezember 2023 um 32,1 % günstiger als im Dezember 2022 und um 6,3 % billiger als im November 2023.

Besonders stark fielen die Preise für Erdgas, die im Dezember 2023 um 49,0 % unter dem Wert des Vorjahresmonats lagen. Auch andere importierte Energieträger verbilligten sich erheblich: Die Preise für elektrischen Strom sanken um 72,0 %, für Steinkohle um 35,3 %, für Mineralölerzeugnisse um 10,8 % und für Erdöl um 7,5 %.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise sanken die Importpreise im Dezember 2023 um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr und um 0,1 % gegenüber dem Vormonat. Werden lediglich Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Acht gelassen, lag der Importpreisindex 8,4 % unter dem Stand des Vorjahres.

Entwicklung bei Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgütern

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Dezember 2023 um 7,2 % unter denen des Vorjahresmonats. Hierzu zählten unter anderem Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-39,9 %), Aluminium in Rohform und Aluminiumlegierungen (-19,1 %) sowie Papier und Pappe (-15,9 %).

Demgegenüber stiegen die Preise für Investitionsgüter um 1,8 % im Jahresvergleich. Importierte landwirtschaftliche Güter verteuerten sich um 0,8 %, wobei insbesondere Kakaobohnen (+60,0 %) und Tomaten (+46,1 %) höhere Preise aufwiesen. Die Preise für importierte Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter lagen im Durchschnitt 0,2 % über dem Vorjahresniveau. Süßwaren (+15,8 %) und Schweinefleisch (+10,3 %) waren hier deutlich teurer.

Jahresdurchschnitt 2023: Import- und Exportpreise im Rückwärtsgang

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren die Importpreise 8,3 % niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang wurde maßgeblich durch die Entwicklung der Energiepreise beeinflusst, die im Durchschnitt um 35,4 % sanken. Besonders stark fielen die Preise für Erdgas (-48,0 %), elektrischen Strom (-59,4 %) und Steinkohle (-43,3 %).

Der Importpreisindex ohne Energie lag im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,7 % unter dem Vorjahresniveau. Die Preise für Vorleistungsgüter sanken um 5,9 %. Im Gegensatz dazu verteuerten sich importierte Investitionsgüter um 3,6 %, Konsumgüter um 2,9 % und landwirtschaftliche Güter um 0,5 %.

Die Exportpreise lagen im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3 % unter denen des Vorjahres. Auch hier war der Preisrückgang bei Energieträgern mit -40,6 % der Hauptfaktor. Landwirtschaftliche Güter (-5,1 %) und Vorleistungsgüter (-1,1 %) verbilligten sich ebenfalls. Investitionsgüter (+4,6 %) und Konsumgüter (+4,0 %) wurden hingegen teurer exportiert.

31.01.2024

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