Innovationspreis Gartenbau 2026: Das sind die Gewinner

Wettbewerbe und Jubiläen

Der Innovationspreis Gartenbau 2026 würdigt allergenarme Apfelsorten, autonome Feldroboter zur Beikrautregulierung und ein torffreies Produktionssystem. Die ausgezeichneten Entwicklungen zeigen praxisnahe Lösungen für Pflanzenzüchtung, Gemüseproduktion und Torfminderung.

Allergenarme Äpfel, autonome Feldroboter und Torfminderung überzeugen die Jury

Allergenarme Apfelsorten, autonome Feldroboter und ein konsequent torffreies Produktionssystem gehören zu den ausgezeichneten Entwicklungen beim Innovationspreis Gartenbau 2026. Das Bundeslandwirtschaftsministerium würdigte damit herausragende Innovationen im Gartenbau. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Deutschen Gartenbautages des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) in Berlin statt.

„Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie innovativ, lösungsorientiert und zukunftsgerichtet der deutsche Gartenbau arbeitet. Sie verbinden wissenschaftlichen Fortschritt mit praktischer Anwendbarkeit “, betonte ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf.

Allergenarme Apfelsorten in der Kategorie „Pflanze“

Den Innovationspreis in der Kategorie „Pflanze“ erhielt die Züchtungsinitiative Niederelbe GmbH & Co. KG. Ausgezeichnet wurden die Entwicklung allergenarmer Apfelsorten und deren Markteinführung unter der Dachmarke „POMPUR“.

Gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern entwickelten die niedersächsischen Züchter zwei moderne Sorten, die für den Erwerbsobstbau geeignet sind und einen deutlich reduzierten Allergengehalt aufweisen. Die Entwicklung geht auf das Projekt „All-Arm – Züchtung allergenarmer Äpfel“ zurück. Es wurde von 2016 bis 2021 im Rahmen der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) gefördert.

Zwei Feldroboter für die Beikrautregulierung

In der Kategorie „Technik“ zeichnete die Bewertungskommission zwei Entwicklungen für die automatisierte Beikrautregulierung im Freilandgemüsebau aus. Die nAIture GmbH & Co. KG aus Schleswig-Holstein erhielt den Preis für den autonomen Jäteroboter „BEAM“.

Das System erkennt Unkräuter mithilfe von Bildanalyse. Anschließend bekämpft es diese präzise mit Lasertechnologie durch thermische Schädigung.

Eine weitere Auszeichnung ging an die E-Terry GmbH aus Erfurt für ihren gleichnamigen vollelektrischen Feldroboter. Das autonome System verbindet mechanische mit laserbasierter Unkrautbekämpfung und kann flexibel an unterschiedliche Kulturen und Feldbedingungen angepasst werden.

Beide Entwicklungen verdeutlichen nach Einschätzung der Jury das Potenzial intelligenter Robotik für eine ressourcenschonende und wirtschaftliche Gemüseproduktion. Damit rücken automatisierte Verfahren für die Beikrautregulierung im Freilandgemüsebau weiter in den Fokus.

Sonderpreis für konsequente Torfminderung

Der Sonderpreis Torfminderung ging an die Biogärtnerei Herb aus Kempten. Der Familienbetrieb arbeitet seit vielen Jahren daran, Torf in der Produktion weitestgehend zu ersetzen.

Dafür entwickelte die Gärtnerei ein eigenes Baukastensystem, das überwiegend aus regionalen Substratkomponenten besteht. Parallel wurden die Produktionsverfahren schrittweise an die Anforderungen einer torffreien Kulturführung angepasst.

Besondere Anerkennung erhielt der Betrieb zudem für die Weitergabe seiner praktischen Erfahrungen. Dazu nutzt die Biogärtnerei Führungen, Beratungsangebote und eine aktive Öffentlichkeitsarbeit. Der Ansatz verbindet damit die betriebliche Umstellung auf torffreie Produktion mit einem Wissenstransfer in den Gartenbau.

Weitere Informationen:

Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG)

Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Deutschland

Tel.: +49 30 200065-0
Fax: +49 30 200065-27

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