Realistische Ernteerfahrung am Simulator
John Deere präsentiert als Partner des ErlebnisBauernhofs in Halle 3.2 einen Mähdrescher-Simulator. Dieser ermöglicht eine realistische Darstellung der Getreideernte durch den Einsatz moderner Software. Die praxisnahe Maschinenbedienung und Ernteerfahrung wird durch verschiedene Lernmodule unterstützt, die sich an unterschiedliche Kenntnisstände anpassen.
Das Herzstück des Simulators bildet ein Original-Mähdreschersitz, der mit allen Monitoren und Bedienelementen eines S-Serie-Mähdreschers von John Deere ausgestattet ist. Dies erlaubt dem Nutzer, Einstellungen wie Fahrgeschwindigkeit und weitere Maschinenparameter anzupassen.
Die Darstellung des Geschehens vor dem Mähdrescher erfolgt über vier 140 cm große Bildschirme. Ein Sichtfeld von nahezu 170 Grad ermöglicht die Verfolgung von Bedienvorgängen an den Seiten, wie das Entleeren des Korntanks während der Fahrt oder die Einschätzung breiter Erntevorsätze. Der Simulator erlaubt die Ernte von Weizen, Sojabohnen und Mais. Das System zeigt dabei Getreidequalität und Körnerverluste an und gibt Hinweise zur Einsatzoptimierung. Im Gegensatz zum realen Feldeinsatz besteht bei Fahr- oder Bedienungsfehlern keine Gefahr einer Maschinenbeschädigung.
Moderne Landtechnik und Präzisionslandwirtschaft im Fokus
Neben dem Mähdreschersimulator informiert John Deere auf dem ErlebnisBauernhof über moderne Landtechnik. Das Unternehmen gilt als Vorreiter in der Präzisionslandwirtschaft. Im Jahr 2001 führte John Deere als erster Anbieter in Europa GPS für Traktoren ein. Dies schuf die Grundlage für Parallel-Fahrsysteme wie „AutoTrac“.
Das System ermöglicht es Maschinen, ihre Bahnen mit einer Genauigkeit von bis zu zwei Zentimetern zu ziehen. Dadurch wird eine doppelte Bearbeitung von Feldabschnitten vermieden. Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Dünger werden gleichmäßig, ohne Überlappungen oder Fehlstellen ausgebracht. Der Fahrer überwacht das System und kann währenddessen über ein Smartphone seinen Betrieb managen.
In der heutigen Landwirtschaft sind Maschinen, Anhänger und Höfe miteinander vernetzt. Sie erfassen Daten und tauschen diese aus. Eine Erntemaschine kann beispielsweise die Befüllung eines nebenherfahrenden Anhängers überwachen und dem Traktor vor dem Anhänger Anweisungen zur Geschwindigkeitsanpassung geben. Traktoren speichern Informationen über die ausgebrachte Düngermenge und -position. Landwirte können mittels GPS den Standort ihrer Maschinen verfolgen. Über eine Onlineplattform lassen sich diese und weitere Daten nutzen, um Umweltressourcen zu schonen, Erträge zu steigern und die Planung für die nächste Saison zu optimieren.
