JCB investiert in Staffordshire und baut Kapazitäten in den USA aus

Bagger, Lader und Anbaugeräte

Nach dem neuen Geschwindigkeits-Weltrekord mit wasserstoffbetriebener Technik richtet JCB den Blick auf die weitere Entwicklung des Unternehmens. Der Hersteller investiert umfangreich in die britische Fertigung und baut zugleich neue Produktionskapazitäten in den USA auf. Im Mittelpunkt stehen die Modernisierung des Hauptsitzes in Staffordshire und die Eröffnung eines neuen Werks in San Antonio, Texas.

Parallel dazu verändert sich die Führung des Familienunternehmens: George Bamford übernimmt gemeinsam mit seinem Vater Lord Bamford den Vorsitz von JCB. Es ist die erste Veränderung an der Spitze des Unternehmens seit mehr als 50 Jahren. In dieser Zeit entwickelte sich JCB von seinen Ursprüngen in Staffordshire zu einem der größten privat geführten Hersteller Großbritanniens mit 23 Werken und mehr als 20.000 Beschäftigten weltweit.

Geschäftsjahr 2025 mit stabilem Umsatz

Die Investitionspläne werden mit den Geschäftszahlen für 2025 bekannt gegeben. Trotz gemischter Marktbedingungen und geopolitischer Herausforderungen erzielte JCB einen Umsatz von 5,7 Milliarden Pfund und einen Gewinn vor Steuern von 642 Millionen Pfund. Insgesamt setzte das Unternehmen 113.498 Maschinen ab.

JCB blieb zudem schuldenfrei und verfügte über keine Nettoverbindlichkeiten. Während die Nachfrage in Nordamerika stagnierte und der Markt in Indien um zwölf Prozent zurückging, konnte der Hersteller seinen weltweiten Marktanteil steigern.

CEO Graeme Macdonald bezeichnete 2025 als herausfordernderes Jahr. Der Maschinenabsatz sank um rund fünf Prozent, während der Umsatz durch einen günstigeren Markt- und Produktmix weitgehend stabil blieb.

„2025 war aufgrund gemischter Marktbedingungen weltweit ein herausfordernderes Jahr. Insgesamt hat JCB jedoch eine starke Leistung erzielt. Der Maschinenabsatz ging zwar um rund fünf Prozent zurück, der Umsatz blieb aufgrund eines günstigeren Markt- und Produktmixes jedoch weitgehend stabil. Trotz eines Nullwachstums des Marktes in Nordamerika und eines Marktrückgangs von zwölf Prozent in Indien, beides wichtige Märkte für JCB, konnten wir unseren globalen Marktanteil steigern. Der Ausblick für 2026 bleibt trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten positiv, und mit neuen Kapazitäten in Texas und Staffordshire sind wir gut aufgestellt, um von einem moderaten Marktwachstum zu profitieren.“

Graeme Macdonald | CEO JCB

100 Millionen Pfund für den Hauptsitz

Ein Schwerpunkt der Investitionen in Großbritannien ist die Modernisierung des JCB-Hauptsitzes in Staffordshire. Das Unternehmen ist dort seit 1950 ansässig, nachdem Firmengründer Joseph Cyril Bamford die Produktion in eine ehemalige Käserei in Rocester verlegt hatte. Insgesamt fließen 100 Millionen Pfund in die Modernisierung.

Zum Projekt gehört unter anderem eine vollautomatische Pulverbeschichtungsanlage im Wert von 60 Millionen Pfund. Auch die Produktionsbereiche werden umfassend modernisiert. Nach Unternehmensangaben sollen damit langfristig mehr als 8.000 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich gesichert werden.

Neues Werk in Texas

In San Antonio im US-Bundesstaat Texas eröffnet im kommenden Monat das neue JCB-Werk. Die Investition beläuft sich auf eine Milliarde US-Dollar. Mit rund 93.000 Quadratmetern beziehungsweise einer Million Quadratfuß Fläche wird die Anlage das größte Werk des Unternehmens weltweit sein.

Künftig sollen dort Loadall-Teleskoplader und Hebetechnik für Nordamerika gefertigt werden. Der US-Markt ist der größte Markt für Baumaschinen weltweit. In den kommenden fünf Jahren sollen am neuen Standort rund 1.500 Arbeitsplätze entstehen.

Wasserstofftechnik erreicht Serienproduktion

Parallel zu den Investitionen in die Fertigung treibt JCB die Entwicklung neuer Antriebstechnologien voran. Nach einem Entwicklungsprogramm im Umfang von 100 Millionen Pfund hat das Unternehmen wasserstoffbetriebene Maschinen in die Serienproduktion überführt. JCB bezeichnet sich damit als ersten Baumaschinenhersteller weltweit, der einen vollständig zugelassenen Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf den Markt gebracht hat.

Im vergangenen Monat erreichte die Technologie einen weiteren Meilenstein. Der JCB Hydromax wurde von Wing Commander Andy Green OBE auf den Bonneville Salt Flats im US-Bundesstaat Utah gesteuert und erzielte 406,320 mph beziehungsweise 653,909 km/h.

Damit wurde der Hydromax zum schnellsten wasserstoffbetriebenen Fahrzeug aller Zeiten. Der Rekord lag mehr als doppelt so hoch wie der bisherige Rekord für einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor und übertraf zugleich den Dieselmax-Rekord von JCB aus dem Jahr 2006.

Angetrieben wurde der Hydromax von zwei seriennahen Wasserstoffmotoren aus dem JCB-Werk in Foston, Derbyshire. Von der ersten Idee bis zum Weltrekord vergingen lediglich 18 Monate.

„Seit der Gründung von JCB durch meinen Großvater im Jahr 1945 stehen Innovation und Investitionen in Großbritannien im Mittelpunkt unseres Handelns. Der JCB Hydromax hat der Welt gezeigt, wozu britische Ingenieurskunst fähig ist. Derselbe Geist steckt in jeder Maschine, die wir bauen. Obwohl JCB im Laufe der Jahre weltweit gewachsen ist, liegt unsere Heimat weiterhin hier. Die Rekord Investitionen in unsere Standorte und neue Produkte sind gute Nachrichten für Großbritannien und gute Nachrichten für JCB.“

George Bamford | Co-Chairman JCB

Führungswechsel nach mehr als 50 Jahren

Mit der Übernahme des Co-Vorsitzes durch George Bamford steht bei JCB erstmals seit mehr als fünf Jahrzehnten ein Wechsel an der Unternehmensspitze an. Lord Bamford bleibt Chairman und wird den Vorsitz künftig gemeinsam mit seinem Sohn ausüben.

„Im vergangenen Jahr feierte JCB sein 80-jähriges Bestehen. Mit Blick auf die Zukunft investieren wir massiv in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens – von der Modernisierung unseres Hauptsitzes in Staffordshire über unsere wegweisende Wasserstofftechnologie bis hin zu unserem neuen Werk in Texas. Als Teil dieses nächsten Kapitels freue ich mich sehr, dass mein Sohn George Co-Chairman von JCB wird. Wir waren nie ein Unternehmen, das stillsteht, und diese Investitionen werden sicherstellen, dass JCB die Chancen der Zukunft optimal nutzen kann.“

Lord Bamford | Chairman JCB

Nachwuchsförderung bleibt Schwerpunkt

Auch bei der Ausbildung investiert JCB in die langfristige Entwicklung des Unternehmens. Die JCB Academy, ein von Anthony Bamford initiiertes Projekt gegen den Fachkräftemangel im Ingenieurwesen in Großbritannien, verzeichnet weiterhin eine hohe Nachfrage.

Für den Schuljahresbeginn im September gingen in diesem Jahr 708 Bewerbungen für 314 verfügbare Plätze ein. Seit der Gründung im Jahr 2010 hat die Akademie rund 3.750 junge Menschen ausgebildet und weist eine Vermittlungsquote von 100 Prozent in Beschäftigung oder weiterführende Bildung auf.

Darüber hinaus starteten im September 116 neue Auszubildende, Studierende und Hochschulabsolventen bei JCB. Sie wurden aus mehr als 6.300 Bewerbungen ausgewählt. Damit verbindet der Hersteller die Investitionen in Produktionsstandorte und neue Technologien mit dem weiteren Aufbau von Fachkräften.

Weitere Informationen:

JCB Deutschland GmbH

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Deutschland

Tel.: +49 2234 682960-0

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