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Kiesel Gruppe: Neuausrichtung im Management und Engagement für Nachwuchskräfte

Die Kiesel Gruppe strukturiert ihr Management neu und fördert aktiv den Nachwuchs. Neben der Ausbildung eigener Servicetechniker unterstützt das Unternehmen Kunden bei der Rekrutierung und Ausbildung ihrer Auszubildenden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Management-Struktur und Nachwuchsförderung bei Kiesel

Die Kiesel Gruppe, ein Baumaschinenhersteller und Systempartner aus Baienfurt, hat ihr Management neu strukturiert. Seit Jahresbeginn 2018 ist Maik Spindler kaufmännischer Geschäftsführer der Kiesel Gruppe. Er wird gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Toni Kiesel die Unternehmensentwicklung gestalten.

Kiesel engagiert sich zudem in der Nachwuchsförderung. Neben der Ausbildung eigener Servicetechniker unterstützt das Unternehmen Kunden bei der Rekrutierung und Ausbildung ihrer Auszubildenden. Im Rahmen der Meisterschaft der Bauberufe in Sigmaringen nahmen Auszubildende von Kunden an einem Geschicklichkeitswettbewerb teil. Dabei zeigte sich, dass die Ausbildung zum Maschinenführer zunehmend komplexer wird.

Siegfried Hildebrand und Bernd Fingerle von der Kiesel Gruppe stellten bei der Meisterschaft der Bauberufe Maschinen für Probefahrten bereit und bauten einen Geschicklichkeitsparcours für Mobilbagger auf. Angehende Baugeräteführer nutzten einen ZX170W mit Mehrschalengreifer, um Aufgaben wie das Bewegen eines Balls über eine Wippe oder das Werfen in ein Rohr zu lösen. Diese Aufgaben stellten trotz ihres spielerischen Charakters eine Herausforderung dar.

Wettbewerb weckt Begeisterung

Tobias Grimm, Auszubildender im dritten Lehrjahr bei Fischer Weilheim, belegte den zweiten Platz. Er beschrieb die Aufgaben als schwieriger, als sie aussahen. Seine Entscheidung für den Beruf fiel früh, motiviert durch sein Interesse an Maschinen, Technik und Hydraulik. Siegfried Hildebrand, Leiter der Niederlassung Geisingen, hob den Anspruch des Parcours an Motorik und Übersichtsfähigkeit der Fahrer hervor.

Die Rückmeldungen der Auszubildenden waren positiv. Der ZX170W wurde als präzise steuerbares Gerät gelobt, und die Begeisterung für den Beruf war spürbar. Leon Stephan, ebenfalls im dritten Ausbildungsjahr bei Fischer Weilheim, sah den Erfolg im Wettbewerb als Mischung aus Glück und Geschicklichkeit. Sein Berufswunsch Maschinenführer entwickelte sich nach einer anderen handwerklichen Ausbildung, wobei seine Faszination für Technik eine Rolle spielte.

Technisches Verständnis und Gefühl für Maschinen

Die Ausbildung erfolgt im Blockmodell, wobei sich Theorie und Praxis abwechseln. Die Auszubildenden lernen verschiedene Maschinen kennen und entwickeln Präferenzen. Interesse an Motorentechnik, Hydraulik und technischen Zusammenhängen sowie am Baubereich sind Voraussetzungen. Ebenso wichtig sind ruhige Hände und die Bereitschaft zur Arbeit im Freien bei jedem Wetter. Die Auszubildenden schätzen die Möglichkeit, auf Baustellen mit unterschiedlichen Maschinen zu arbeiten und vielfältige Aufgaben im Erdbau und Abbruch zu übernehmen. Dies wird als Verwirklichung eines Kindheitstraums beschrieben.

Ein weiterer Aspekt ist die sichtbare Arbeitsleistung am Ende des Tages. Leon Stephan betonte, dass dies im Abbruch besonders erfüllend sei.

Zusammenarbeit zum Wohle der Auszubildenden

Timo Raach, Baumaschinenmeister am Ausbildungszentrum Bau in Geradstetten, pflegt eine langjährige Geschäftsbeziehung zu Bernd Fingerle, Gebietsverkaufsleiter bei Kiesel. Raach lobt den Service von Kiesel und Hitachi:

Bei Kiesel haben wir einen wunderbaren Service – wenn ich Geisingen anrufe, weil wir ein Problem am Bagger haben, wird uns sofort geholfen. Das läuft tiptop, was will man mehr als ein gutes Produkt, eine gute Beratung bei Kauf und Service! Das haben wir mit Kiesel und Hitachi.

Er hob hervor, dass beim Baggerkauf das zwischenmenschliche Verhältnis eine wichtige Rolle spielt.

Die Technik und die Vielfalt der Maschinen sind wesentliche Anziehungspunkte für den Beruf des Baugeräteführers, der zunehmend auch von Frauen ergriffen wird. Das Ausbildungszentrum betreut über 200 Auszubildende. Die Ausbildung ist aufgrund des Maschineneinsatzes mit Kundendienst und Reparaturen kostenintensiv, weshalb sie nur an wenigen Standorten in Deutschland angeboten wird. Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung ab.

Die Zahl der Auszubildenden steigt derzeit an, und jeder Jahrgang in Geradstetten verzeichnet mehr Teilnehmer als der vorherige. Die zunehmende technische Komplexität der Maschinen, etwa durch GPS, verschiedene Ausrüstungen oder Fernsteuerung, trägt zur Attraktivität des Berufs bei.

Fundierte und abwechslungsreiche Ausbildung

Das erste Ausbildungsjahr ist ein Grundbildungsjahr im Baubereich, in dem grundlegende Fertigkeiten wie Mauern, Randsteine setzen, Pflastern und Schalungsbau vermittelt werden. Im zweiten und dritten Jahr stehen Mechanik, Hydraulik, Pneumatik, Elektrik und Elektronik auf dem Lehrplan, ergänzt durch Kurse wie Schweißen. Die praktische Ausbildung am Gerät findet im Zentrum in Geradstetten statt. Eine Voraussetzung für den Beruf ist das Verständnis dafür, dass Maschinen Investitionsgüter von hohem Wert sind, und die Fähigkeit, diese zu bedienen und zu pflegen.

Ein ausgeprägtes Sicherheitsgefühl und das Bewusstsein für die potenziellen Gefahren von Maschinen sind ebenfalls wichtig. Im Ausbildungszentrum in Geradstetten hat die Sicherheit oberste Priorität. Den Auszubildenden wird der Aufenthalt in Gefahrenbereichen untersagt und die Nutzung von Sicherheitsvorkehrungen wie Rückwärtsfahren mit Einweiser oder Rückfahrkamera antrainiert. Der Unterricht erfolgt auf einem Hitachi ZX160W, der von Siegfried Hildebrand in der Kiesel-Niederlassung Geisingen speziell konfiguriert wurde. Diese Maschine verfügt über ein erhöhtes Führerhaus, eine Zwei-D-Steuerung, eine 360°-Kamera und ein rückseitiges Geländer, um das gefahrlose Stehen auf dem Bagger zur Erklärung von Motor und Hydraulik zu ermöglichen.

Auch nach der Ausbildung bietet Kiesel Unterstützung: Die Kiesel Akademie in Stockstadt am Rhein veranstaltet branchenspezifische Fahrerschulungen, um Kunden die volle Nutzung des Maschinenpotenzials zu ermöglichen. Kontinuierliche Weiterbildung ist in diesem Berufsfeld erforderlich.

26.01.2018

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Kiesel GmbH

Baindter Straße 29
88255Baienfurt
Deutschland

Tel.:+49 751 5004-0
Fax:+49 751 5004-888

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