Der GaLaBau als Akteur im Klimaschutz und seine Rolle in der Gesellschaft
Die Vorträge umfassten ein breites Spektrum von praxistauglichen Hilfestellungen zur Integration von Nachhaltigkeit in Betriebe bis hin zu Erkenntnissen der Klimaforschung. Ein zentrales Thema war die Dringlichkeit eines Umdenkens und der Bereitschaft zum Handeln angesichts des Klimawandels.
Josef Mennigmann, Präsident des VGL NRW, hob in seinem Grußwort die Rolle des Garten- und Landschaftsbaus hervor. Er betonte, dass die Branche die Voraussetzungen besitze, Städte grüner zu gestalten, die Wärmeentwicklung zu reduzieren und somit dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Die Branche steht bereit, um in gemeinschaftlichem Handeln Klimaanpassung zu leisten und damit die Ziele, die sich unsere Landesregierung gesteckt hat, tatkräftig zu unterstützen.
Nachhaltigkeit im Unternehmen verankern und erste Schritte umsetzen
Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Nachhaltige Wirtschaft, thematisierte die klimatische Lage und die Überschreitung planetarer Grenzen. Sie unterstrich die Notwendigkeit schnelleren Handelns, um die Welt für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Als erste Schritte zur Integration von Nachhaltigkeit in betriebliche Strukturen nannte Reuter den Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter, den Umstieg zu einer ethisch-ökologischen Bank oder die Steigerung von E-Mobilität. Entscheidend sei, Nachhaltigkeit im Kerngeschäft zu verankern.
Dabei hilft es, sich immer vor Augen zu führen, was man als Unternehmen leisten kann, um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren sowie den CO₂-Ausstoß zu mindern.
Motivation für Veränderungen schaffen und mentale Stärke nutzen
Mentalcoach Sharon Paschke gab den Teilnehmenden Tipps zur mentalen Stärke und Achtsamkeit, um Nachhaltigkeit langfristig zu etablieren und Veränderungsprozesse anzustoßen. Die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels seien eine ausreichende Motivation, Veränderungen anzugehen.
Paschke betonte, dass dies schrittweise erfolgen könne.
Gemäß dem Gesetz der Minimalkonstanz sind kleine, aber dafür kontinuierliche Schritte bereits ein Anfang, um jeden Tag einen Beitrag zu leisten.
Klimaforschung und globale Verantwortung: Erkenntnisse und Handlungsbedarf
Prof. Dr. Mojib Latif, Meteorologe und Klimaforscher, präsentierte seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Klimaforschung. Er wies auf ein gesellschaftliches Problem hin:
Wir haben kein Umsetzungsproblem – wir haben ein Erkenntnisproblem. Die Möglichkeiten und finanziellen Mittel sind da, wir handeln aber nicht.
Zur Lösung des Klimaproblems seien neben Subventionen für erneuerbare Energien vor allem Gemeinschaft und internationale Kooperation erforderlich. Der Ausstoß von Treibhausgasen könne nur durch gemeinsames Handeln der Weltgemeinschaft gemindert werden.
Denn wir haben die Wahl, in welcher Welt wir leben wollen – wir müssen es nur tun.


