Händlerzufriedenheit: Ergebnisse und Hintergründe
Das „Händlerzufriedenheitsbarometer DSI Land- und Baumaschinen“ des LandBauTechnik-Bundesverbands zeigt eine abnehmende Zufriedenheit der Händler mit ihren Fabrikaten. Obwohl die allgemeine Zufriedenheit noch als gut bewertet wird, sind auf den zweiten Blick Schwachstellen erkennbar.
Als LandBauTechnik-Bundesverband ist uns daran gelegen, das Verhältnis der Händler zu ihren Fabrikaten stetig zu unterstützen, aber eben auch die Schwachstellen zu finden, um diese bilateral mit dem Hersteller anzusprechen und im besten Fall abstellen zu können. Dazu befragen wir einmal jährlich alle Fachbetriebe, wie zufrieden sie in fünfzehn Kategorien mit ihren Fabrikaten sind, und messen die Ergebnisse untereinander aber auch individuell für jedes Fabrikat gegenüber den Vorjahren.
erklärt Ulf Kopplin, Präsident des LandBauTechnik-Bundesverbands.
Die Befragung soll den einzelnen Fabrikaten als Frühwarnsystem dienen, um Unmut zu erkennen und konkrete Handlungsansätze zu entwickeln. Die Branche nimmt diese Ergebnisse laut Kopplin an.
Ergebnisse der Befragung 2023 im Detail
Für das Jahr 2023 wurden 665 Bewertungen erfasst, die Einzelbewertungen für 22 Fabrikate ermöglichten. Die höchste Zufriedenheit zeigte sich beim Image der Fabrikate, wobei fast ein Drittel der Händler hier die Note „sehr gut“ vergab. Auch die Profitabilität wurde positiv bewertet, mit fast der Hälfte der Nennungen im Bereich „gut“ und kaum „ungenügend“ oder „mangelhaft“.
Die schlechteste Bewertung erhielten die Gewährleistungskonditionen. Da die Befragung zum vierten Mal durchgeführt wurde, sind nun Entwicklungen und Veränderungen bei einzelnen Fabrikaten nachvollziehbar.
Der durchschnittliche Zufriedenheitswert sank von 16,3 im Vorjahr auf 15,7 in diesem Jahr, was einem Rückgang von 0,7 Punkten entspricht. Dies wird als besorgniserregend eingestuft.
Auswirkungen der Wirtschaftslage auf den Handel
Neben der DSI-Umfrage thematisierte Präsident Ulf Kopplin die aktuelle wirtschaftliche Situation. Hohe Zinsen, Inflation, Rezession und die verzögerten Auswirkungen von Lieferengpässen sowie des Ukraine-Krieges belasten die Händler. Viele können ihre Finanzierungslinien nicht mehr bedienen.
Es ist die Pflicht der Hersteller, nun gemeinsam mit den Händlern Lösungswege zu finden. Wir können diese Krise nur gemeinsam überstehen.
betont Kopplin.
Kopplin kündigte an, Anfang Oktober einen Präsidentenbrief zu veröffentlichen, um seinen Standpunkt darzulegen und zu einem konstruktiven Miteinander aufzurufen. Die Lage sei ernst und erfordere Zeit für Lösungen.
Aktivitäten auf der Agritechnica 2023
Karl Josef Duffner, stellvertretender Vorsitzender des LandBauTechnik-Bundesverbands, gab einen Ausblick auf die Aktivitäten des Verbandes auf der Agritechnica 2023. Der Verband wird auf einem 800 Quadratmeter großen Stand in Halle 2 vertreten sein, gemeinsam mit der DLG.
Das Händler- und Dienstleistungszentrum ist als Lounge konzipiert, die zum Austausch mit Kollegen, Mitarbeitern, Dienstleistern und der Verbandsorganisation einlädt. Auch der europäische Dachverband CLIMMAR ist dort vertreten.
Ein weiterer Bestandteil ist die „Werkstatt Live“, die den Beruf und die Karrieremöglichkeiten des Land- und Baumaschinenmechatronikers vorstellt. Geplant sind stündliche, 30-minütige Shows ab zehn Uhr, um Schulklassen für die Branche zu begeistern.
Zusätzlich wird es einen Infopoint Ausbildung für Schüler, Eltern und Lehrer sowie einen Infopoint Weiterbildung geben, an dem Kollegen von LBT Forward Karriereoptionen präsentieren. Weitere Veranstaltungen umfassen einen Abend für Partner der STARKEN TYPEN-Kampagne und eine Mitgliederversammlung des Versorgungswerks.

