Grüne Oasen und nachhaltige Konzepte am Donauufer
Gartenschauen sind grüne Oasen in den Städten und bringen damit die Natur zu den Menschen. Sie schaffen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere und gleichzeitig attraktive Erholungsanlagen für die einheimische Bevölkerung. Dadurch verbessern sie dauerhaft die Lebensqualität.
Unter dem Motto „Ufer verbinden, Grenzen überwinden“ wurde ein Konzept umgesetzt, das das zentrale Gebiet zwischen der Deggendorfer Altstadt und der Donau neu gestaltet und begrünt. Auf rund 17 Hektar wurden 450 Bäume, 3.900 m² Sommerblumen in 200 verschiedenen Sorten und 80.000 Tulpen gepflanzt. Zusätzlich entstanden 2.000 m² Staudenflächen und im Stadthallenpark wurde ein historischer Rosengarten angelegt.
Auf dem bisher brachliegenden Gleisdreieck entstand eine Streuobstwiese mit alten und regionalen Apfelsorten. Die Gartenschau soll die Neugier auf die Natur wecken und die Bevölkerung für Naturschutz und Landschaftspflege begeistern.
Ein wesentliches Element der Landesgartenschau in Deggendorf ist ein nachhaltiges Gesamtkonzept für das Donauufer. Der Donaupark wurde zu einer Promenade und einem landschaftlichen Uferpark mit Stadtstrand umgestaltet, der als zentrales Naherholungsgebiet am Fluss dient. An der Ackerloh entstand auf ehemaligen Parkplatzflächen eine neue, rund 1,7 Kilometer lange Parklandschaft auf zwei Ebenen, die den Abschluss der Innenstadt zur Donau bildet.
Infrastruktur und Umweltschutzmaßnahmen
Das Herzstück der Landesgartenschau bildet eine neue Fuß- und Radwegebrücke. Mit 465 Metern Länge zählt sie zu den längsten in Europa und verbindet die Stadtteile auf der rechten Donauuferseite mit der Stadtmitte. Im Zuge der Baumaßnahmen für die Gartenschau wurde zudem der Hochwasserschutz auf der rechten Donauseite verbessert, indem rund 35 Hektar Retentionsflächen geschaffen wurden.
Das Bayerische Umweltministerium präsentiert in einem Pavillon eine Ausstellung zum Hochwasserschutzkonzept für die niederbayerische Donau. Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald führt ein Schulklassenprogramm durch, das Schulklassen das Thema Wildnis und Artenvielfalt in der Region spielerisch näherbringt.
Die Landesgartenschau in Deggendorf ist vom 25. April 2014 bis zum 5. Oktober 2014 geöffnet. Das Bayerische Umweltministerium förderte die Landesgartenschau mit 3,6 Millionen Euro. Durch Landes- und Regionalgartenschauen wurden in Bayern seit 1980 über 404 Hektar dauerhafte Grün- und Erholungsflächen geschaffen, die das Bayerische Umweltministerium mit insgesamt 63 Millionen Euro gefördert hat.