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Sitzmöbel für die Landesgartenschau Aschersleben: Fokus auf FSC-zertifiziertes Tropenholz

Für die Landesgartenschau Aschersleben wurden spezielle Sitzmöbel entworfen. Die Stadt forderte eine FSC-Zertifizierung für das verwendete Tropenholz, um illegale Rodung auszuschließen. Ein Berliner Planungsbüro entwickelte die Serie ASL 2010.

Nachhaltige Gestaltung für die Landesgartenschau

Für die Landesgartenschau Aschersleben im kommenden Jahr wurden spezielle Sitzmöbel entwickelt. Das Planungsbüro Sinai aus Berlin, das für die gesamte Geländegestaltung verantwortlich zeichnet, entwarf die Bankserie ASL 2010. Der Auftrag zur Fertigung wurde an ein Unternehmen aus Frankfurt/Oder vergeben, das in Kürze die ersten Musterbänke herstellen wird.

Die Gestaltung und Beschaffenheit der Sitzmöbel unterlagen hohen Anforderungen, insbesondere forderte die Stadt eine FSC-Zertifizierung für das verwendete Tropenholz. Ursprünglich hatten sich elf Unternehmen um den Auftrag beworben, doch aufgrund dieser Kriterien fiel die Entscheidung letztlich zwischen drei Anbietern.

Die Bänke, Sessel und Hocker orientieren sich in ihrer Form an den Olearien, einem Gestaltungselement, das sich auf dem gesamten Gelände in der Anlage von Beeten und Plätzen wiederfindet. Die Konstruktion besteht aus einer Stahlbasis, die mit Holzleisten verkleidet wird. Die FSC-Zertifizierung des Holzes war der Stadt ein wichtiges Anliegen.

Das Problem beim Tropenholz ist die illegale Rodung und diese wird mit der FSC-Produktkette ausgeschlossen.

Hintergrund: Forest Stewardship Council (FSC)

Der Forest Stewardship Council wurde 1993 gegründet, ein Jahr nach der Konferenz "Umwelt und Entwicklung" in Rio de Janeiro. Sein Ziel ist die Umsetzung der dort verabschiedeten Forderungen nach "nachhaltiger Entwicklung" für Wälder. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der gleichwertigen Berücksichtigung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte bei der Nutzung von Naturgütern.

Der FSC ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bonn und nationalen Arbeitsgruppen in 43 Ländern. Er wird von Umweltorganisationen wie WWF, Greenpeace, NABU und Robin Wood sowie Sozialverbänden und Unternehmen unterstützt. Holz aus FSC-zertifizierten Wäldern wird mit dem FSC-Siegel gekennzeichnet. Produkte mit diesem Siegel durchlaufen eine sogenannte "Produktkette" (COC), die vom Wald bis zum Endverbraucher reicht und verschiedene Stufen des Handels und der Verarbeitung umfasst.

Der FSC hat strenge Regeln für die Verarbeitung von FSC-Holz festgelegt, um sicherzustellen, dass es korrekt durch den Verarbeitungsprozess geleitet und nicht mit Holz aus strittigen Quellen, wie illegalem Einschlag, vermischt wird. Die gesamte Verarbeitungs- und Handelskette vom Wald bis zum Großhändler muss lückenlos zertifiziert sein. Im Rahmen der Zertifizierung werden Warenein- und -ausgänge sowie Produktionsabläufe einmal jährlich von unabhängigen Dritten überprüft. Lediglich Einzelhändler sind von dieser Zertifizierungspflicht ausgenommen, da sie die Produkte nicht weiterverarbeiten oder umpacken. Zertifizierte Betriebe dürfen FSC-Produkte mit dem FSC-Logo kennzeichnen.

27.07.2009

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