Park- und Aussenanlagen

Landesgartenschau Würzburg 2018: Transformation eines Militärgeländes

Die Landesgartenschau 2018 in Würzburg verwandelte ein ehemaliges US-Militärgelände in eine blühende Erholungslandschaft. Umweltminister Dr. Marcel Huber und Ministerpräsident Dr. Markus Söder betonten die Bedeutung solcher Projekte für die Stadtentwicklung und Lebensqualität.

Würzburgs grüne Oase: Vom Militärgelände zur Erholungslandschaft

Die Landesgartenschau 2018 in Würzburg hat ein ehemaliges US-Militärgelände in eine Erholungslandschaft umgewandelt. Dies wurde bei der Eröffnung der Landesgartenschau durch Umweltminister Dr. Marcel Huber und Ministerpräsident Dr. Markus Söder betont.

Gartenschauen bringen neues Leben in die Städte: Bislang ungenutzte Gelände werden zu grünen Oasen und zu Orten der Erholung. Tier- und Pflanzenarten finden hier neue Lebensräume. Für jüngere Besucher stehen Spiel- und Erlebnisflächen zur Verfügung. Zudem präsentiert die Gartenschau ein buntes Veranstaltungsprogramm mit vielen Angeboten für alle Generationen.

Die Landesgartenschau findet 2018 zum zweiten Mal in Würzburg statt, nach 1990. Auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne Leighton-Barracks im Osten der Stadt ist ein neuer Stadtteil entstanden.

Konzept und Förderung der Gartenschau

Im Rahmen der Gartenschau wurde eine Wohnlandschaft mit ökologisch wertvollen Terrassengärten aus Natursteinmauern angelegt. Das Konzept beinhaltet zudem eine Wissenslandschaft, die Lehre und Forschung mit der Landschaft verbinden soll, unter dem Motto "Wo die Ideen wachsen". Neue Baumgruppen in der Eschenallee sollen die Biotopverbundachsen stärken und das Stadtklima verbessern. Eine große Blumenwiese dient als Lebensraum für Insekten, Bienen und Schmetterlinge.

Das Bayerische Umweltministerium fördert die Landesgartenschau mit rund 2,9 Millionen Euro. Zusätzlich werden weitere 2,9 Millionen Euro von der EU bereitgestellt. Auch das Landwirtschaftsministerium beteiligt sich an den Kosten.

Zukünftige Entwicklung und neue Förderrichtlinien

Ab 2022 werden Gartenschauen in Bayern mit bis zu 5 Millionen Euro gefördert. Dies wird durch geänderte und neugefasste Förderrichtlinien ermöglicht.

Mehr Geld für Lebensqualität in den Städten und eine frühzeitige Einbindung der Bürger – das ist die Zukunft der Gartenschauen in Bayern. Die neuen Förderrichtlinien bieten interessierten Kommunen jetzt einen noch stärkeren Anreiz, Gartenschauen zu veranstalten. Mit der erweiterten Förderung steht Bayern an der Spitze der deutschen Bundesländer.

Eine weitere Neuerung ist die zentrale Marke "Bayerische Landesgartenschau". Ab 2022 wird es nur noch ein einheitliches Format für Gartenschauen in Bayern geben. Die neue Konzeption ermöglicht Kommunen mehr Flexibilität bei Geländegröße und Ausstellungsdauer. Die Durchführungsdauer kann zukünftig von mindestens 12 bis höchstens 24 Wochen selbst festgelegt werden.

Bürger, regionale Verbände und die Wirtschaft sollen frühzeitig in der Bewerbungsphase und Umsetzung eingebunden werden, um Transparenz zu gewährleisten. Durch Landesgartenschauen und Regionalschauen "Natur in der Stadt" wurden in Bayern bisher über 460 Hektar dauerhafte Grün- und Erholungsflächen geschaffen, was etwa 650 Fußballfeldern entspricht.

Das Umweltministerium hat seit 1980 Landes- und Regionalschauen mit rund 67 Millionen Euro gefördert. Insgesamt haben 23 Millionen Gäste die Gartenschauen besucht.

12.04.2018

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