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Liebherr präsentiert Baumaschinen-Neuheiten auf der Samoter 2011

Liebherr stellt auf der Samoter 2011 in Verona zwölf Baumaschinen-Exponate vor. Darunter sind der knickgelenkte Muldenkipper TA 230, der Mobilbagger A 918 Compact und das Elektro-Materialumschlaggerät ER 934 C. Diese Innovationen zeigen aktuelle Baumaschinentechnologien des Herstellers.

Innovationen und aktuelle Baumaschinentechnologien

Die Firmengruppe Liebherr stellt auf der Samoter 2011 in Verona, Italien, auf einer Fläche von 2.400 m² zwölf Exponate vor. Diese bieten einen Überblick über aktuelle Baumaschinentechnologien des Herstellers. Zu den vorgestellten Innovationen gehören der knickgelenkte Muldenkipper TA 230, der Mobilbagger A 918 Compact, das Elektro-Materialumschlaggerät ER 934 C sowie das Großdrehbohrgerät LB 16.

Zusätzlich werden drei Radlader, zwei Raupenbagger, ein weiterer Mobilbagger sowie eine Planier- und eine Laderaupe präsentiert, die mit den neuesten Liebherr-Technologien ausgestattet sind.

Muldenkipper TA 230

Der knickgelenkte Muldenkipper TA 230, erstmals auf der Bauma 2010 vorgestellt, feiert auf der Samoter 2011 seine Italien-Premiere. Liebherr reagiert mit dieser Entwicklung auf die steigende Nachfrage nach knickgelenkten Muldenkippern der 30-Tonnen-Klasse. Der TA 230 zeichnet sich durch sein Design und große Glasflächen für eine gute Übersicht aus. Die Transportbreite des TA 230, inklusive Muldenklappe, überschreitet die 3-Meter-Grenze nicht, was einen einfachen Transport ohne aufwändige Genehmigungsverfahren ermöglicht.

Trotz der kompakten Transportmaße verfügt der Muldenkipper über eine große Mulde seiner Geräteklasse mit einer Ladekapazität von 19,2 m³. Die Muldenform ist auf schnelles Abkippen ausgelegt. Bei der Entwicklung wurde Wert auf eine robuste Bauweise gelegt. Das Antriebsaggregat ist ein Liebherr-Sechszylinder-Dieselmotor mit 10,5 Litern Hubraum und einer Leistung von 270 kW (367 PS). Damit erreicht der TA 230 eine Maximalgeschwindigkeit von 57 km/h in ebenem Gelände. Der Dieselmotor erfüllt die Abgasemissionsrichtlinien 97/68/EG Stufe 3 A und EPA/CARB Tier 3 A.

Weitere Komponenten aus eigener Entwicklung und Produktion sind die Liebherr-Kippzylinder, Lenkzylinder, eine Kugeldrehverbindung und elektronische Komponenten. Die neue ROPS/FOPS-Fahrerkabine ist geräumig und erfüllt Sicherheitsstandards. Große Glasflächen und eine geneigte Windschutzscheibe verbessern die Übersicht. Der ergonomische Fahrersitz ist mehrfach verstellbar und gewichtsanpassbar. Bedienungselemente wie Automatikgetriebe, Retarder und Kipphebel sind präzise bedienbar. Das Fahrerinformationssystem mit Touchscreen-Display ermöglicht eine schnelle Erfassung des Gerätezustands.

Für die Bremsleistung sorgen nasse, ölgekühlte Lamellenbremsen, die auf Vorder- und Mittelachse wirken.

Mobilbagger A 918 Compact

Liebherr präsentiert auf der Samoter 2011 den Mobilbagger A 918 Compact Litronic. Seine kompakte Bauweise mit einem Heckschwenkradius von 1.850 mm und einem Einsatzgewicht von etwa 18 Tonnen prädestiniert ihn für Arbeiten unter beengten Bedingungen. Angetrieben wird der A 918 Compact Litronic von einem Liebherr-Dieselmotor D 834 mit 100 kW (136 PS). Dieser Motor wurde für Baumaschinen entwickelt und zeichnet sich durch seinen Hubraum, Langlebigkeit und ein hohes Drehmoment aus. Die maximale Leistung wird bei niedriger Drehzahl erreicht, was die Lebensdauer der Komponenten verlängert.

Für den A 918 Compact Litronic stehen wahlweise ein hydraulisch verstellbarer Ausleger (3,40 m) oder ein zusätzlich seitlich verstellbarer Ausleger (3,60 m) zur Verfügung. Die Stiele sind in den Längen 2,25 m, 2,45 m und 2,65 m lieferbar. Verschiedene Liebherr-Schnellwechsler ermöglichen eine individuelle Ausstattung und Steigerung der Maschinenauslastung. Die neu entwickelte Kabine des A 918 Compact Litronic ist die größte in dieser Geräteklasse und bietet Raum und Komfort für den Fahrer. Eine ergonomische Tastatur und ein übersichtliches Bedienpult mit digitalem Display unterstützen bei der Einstellung von Betriebsfunktionen. Große Glasflächen und abgerundete Kanten verbessern die Übersicht und Sicherheit. Ein serienmäßiger Tempomat ermöglicht eine konstante Geschwindigkeit bei Fahrten in ebenem Gelände durch fest eingestellte Motordrehzahl.

Elektro-Materialumschlaggerät ER 934 C

Das neue Materialumschlaggerät ER 934 C basiert auf dem Industriegerät R 934 C und ist für semi-stationäre Einsätze mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Der 160 kW starke Elektromotor arbeitet kostengünstiger als vergleichbare Dieselaggregate und verursacht geringere Emissionen. Auch der Wartungsaufwand ist im Vergleich zu thermisch betriebenen Umschlaggeräten reduziert. Die elektrische Anlage ist in einem geschlossenen, integrierten Schaltschrank untergebracht und vor Umwelteinflüssen geschützt. Das etwa 38 Tonnen schwere Gerät bietet einen großen Aktionsradius. Die hydraulisch verstellbare Kabine ermöglicht dem Fahrer eine Sichthöhe von über 5 Metern, was eine gute Übersicht auf den Arbeitsbereich bietet. Material kann bis zu 10 Meter hoch gestapelt werden, was die logistische Kapazität des Einsatzortes erweitern kann. Mit seiner Industrieausrüstung erreicht das ER 934 C Reichweiten bis zu 15 Metern.

Die möglichen Traglasten betragen bei maximaler Reichweite bis zu 3,0 Tonnen. Das ER 934 C eignet sich für Sortierarbeiten sowie für den Massenumschlag von Schrott, Holz und Schüttgut. Ein Vorteil des semi-stationären Gerätes ist die Mobilität durch den Raupenunterwagen. Das Umschlaggerät lässt sich ohne Umbaumaßnahmen in die vorhandene Infrastruktur des Einsatzortes integrieren; lediglich ein geeigneter Elektroanschluss ist erforderlich. Im Vergleich zu Pontongeräten entfällt der Installationsaufwand für stationäre Beton- oder Stahlsäulen. Die verbreiterte EW-Unterwagenkonstruktion, ausgelegt für hohe mechanische Anforderungen, ermöglicht hohe Umschlagsleistungen und Standsicherheit. Das Gerät ist mobil und kann flexibel positioniert werden. Eine Kabelführung und eine optional erhältliche Kabeltrommel bieten zusätzlichen Schutz für die Stromzufuhr beim Versetzen.

Großdrehbohrgerät LB 16

Mit dem Großdrehbohrgerät LB 16 stellt Liebherr ein weiteres Modell in der Baureihe reiner Drehbohrgeräte vor. Das LB 16 ist kompakt dimensioniert und für den Einsatz in beengten Umgebungen geeignet. Seine minimale Durchfahrts- und Transportbreite beträgt 2,5 Meter. Die Maschine verfügt über ein Drehmoment von 16 mT und ist für Bohrdurchmesser bis 1,5 Meter bei Bohrtiefen bis 34,5 Meter ausgelegt. Für verrohrte Bohrungen kann eine Verrohrungsmaschine für bis zu 1,2 Meter Durchmesser betrieben werden. Ein technischer Vorteil des LB 16 ist das Seilvorschubsystem mit 20 Tonnen Rückzugskraft, das Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit auch unter schwierigen Bodenverhältnissen gewährleistet.

Die stabile Mäkler-Ausführung und die robuste Kinematik mit großer Systembreite tragen zur Stabilität und Robustheit des Großdrehbohrgeräts bei. Durch die kompakte Bauform des LB 16 können Grundgerät und Mäkler in einem Stück transportiert werden. Die Transportlänge beträgt nur 15,5 Meter bei einer Breite von 2,5 Metern. Eine optionale Mäklerfuß-Klappeinrichtung kann die Transportlänge auf 13,5 Meter reduzieren, was einen flexiblen Baustelleneinsatz ermöglicht. Das LB 16 kann auch mit angebautem Bohrantrieb transportiert werden, wobei die Transportbreite 2,5 Meter und das Transportgewicht 47,5 Tonnen beträgt. Für Arbeiten mit eingeschränkter Höhe kann das LB 16 auf eine kürzere Mäklervariante für 12,5 Meter Gerätehöhe umgerüstet werden. Beim Einsatz einer 3-fach-Kellystange erreicht die Maschine in dieser Konfiguration Bohrtiefen bis zu 16,5 Meter.

19.01.2011

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