FGL-Fachtagung: Strategien für effektive Interessenvertretung
Die diesjährige Fachtagung zur Mitgliederversammlung der Landschaftsgärtner aus Berlin und Brandenburg widmete sich dem Thema „Gegenüber Politik und Öffentlichkeit“. Im Mittelpunkt standen Fragen zur effektiven Vermittlung von Themen an die breite Öffentlichkeit und zur Ausrichtung der Verbandslobbyarbeit. Dabei wurde das Spannungsfeld zwischen den Aufgaben des Verbandes und der einzelnen Betriebe beleuchtet: Welche Unterstützung können Betriebe vom Verband erwarten und wo ist Eigeninitiative gefragt?
Paul Saum, Vizepräsident des BGL, präsentierte die Perspektive des Bundesverbandes. Als Gäste referierten Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der FG Bau, und Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e.V., über ihre jeweiligen Erfahrungen in der Interessenvertretung. Die Vorträge zeigten auf, dass viele Ziele der Verbandsarbeit übereinstimmen, was die Frage nach sinnvollen Allianzen aufwirft.
Erfolgreiche Projekte und Mitgliederwünsche
Peter Menke von der Agentur NED.Work stellte das Projekt „Rettet den Vorgarten“ vor, das eine hohe öffentliche Resonanz erzielte. Nils Busch-Petersen bestätigte die Eignung dieses Themas für die Lobbyarbeit. Die anschließende Diskussionsrunde, geleitet von Vorstandsmitglied Gundula Fehmer und Hauptgeschäftsführer Oliver Hoch, basierte auf den Wünschen der Mitglieder zur zukünftigen Lobbyarbeit.
Das Mitgliedervotum zeigte klare Präferenzen: Neben der Fachkräftesicherung bleibt der Bürokratieabbau ein zentrales Anliegen. Auch die Medienpräsenz wird weiterhin als wichtig erachtet.
Vorstandswahlen und Rahmenprogramm
Der vereinsrechtliche Teil der Versammlung konzentrierte sich auf die Vorstandswahlen. Martin Erdmann, Gundula Fehmer, Thomas Heiner, Andreas Jahn, Hans-Peter Kracht und Matthias Lösch wurden als Vorsitzender wiedergewählt. Jens Biewendt wurde erstmals in den Vorstand berufen. Silvio Müller schied nach rund 15 Jahren aus dem Vorstand aus. Volker Schmidt-Roy und Jürgen Schrabbe standen nicht zur Neuwahl, da ihre Amtszeit erst im Herbst endet.
Die Versammlung endete mit einem gemeinsamen Abendessen. Am folgenden Tag hatten die Mitglieder die Möglichkeit, die historische Anlage der Beelitzer Heilstätten im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
