Innovationen und technische Details der AX-Baureihe
Die Mecalac AX-Baureihe, bestehend aus drei kompakten Radladern mit einem Schaufelvolumen von 0,7 bis 1,6 m³, wurde technisch überarbeitet und neu gestaltet. Die Maschinen sind auf Funktionalität, Kundennutzen und reduzierte Emissionen ausgelegt. Ein Motor- und Fahrantriebskonzept, ein zentrales Multifunktions-Display, die Mecalac MDrive-Funktion und das Diagnosesystem Mecadiag sollen die tägliche Arbeit erleichtern.
Die Radlader zeichnen sich durch ihre Produktqualität, niedrige Unterhaltskosten, einfache Bedienung und Wartung aus. Mit einer Bauhöhe von unter 2,47 m sind alle AX-Radlader für niedrige Durchfahrthöhen geeignet und lassen sich auf einem Abrollkipper transportieren.
Monoboom und Z-Kinematik
Ein Merkmal der AX-Baureihe ist der Monoboom (Mecalac Single Arm Power). Er ermöglicht eine Sicht auf die Anbaugeräte und schützt die innenliegenden Hydraulikkomponenten. Die Z-Kinematik mit zwei Hubzylindern bietet Reißkräfte, schnelle Arbeitsspiele und eine Parallelführung der Anbaugeräte.
Der Schnellwechsler mit elektro-hydraulischer Verriegelung ist serienmäßig. Die AX-Radlader sind mit unterschiedlichen Schaufelarm-Varianten (Standard oder Highlift-Ausführung) erhältlich. Sie erreichen eine Ausschütthöhe von bis zu 2,53 m beim Standard-Schaufelarm und maximal 2,83 m für die Highlift-Ausführung, was das Beladen von 3- bis 4-achsigen Lkw ermöglicht.
Komfortkabine und Maschinenüberwachung
Die Fahrerkabine (Mecalac Panorama Cab) bietet dem Bediener einen Arbeitsplatz. Große, getönte Glasscheiben sorgen für Rundumsicht. Das Panoramadach ermöglicht eine Kontrolle nach oben, beispielsweise beim Beladen von Lkw. Ein verstellbarer Komfortschwingsitz, Stauraum, Ablagefächer und eine 3-stufige Lüftungs- und Heizungsanlage sind vorhanden. Eine Hubwerksfederung und ein luftgefederter Fahrersitz sind optional erhältlich.
Die neue AX-Baureihe verfügt über eine zentrale Multifunktionsanzeige mit integriertem Bordcomputer zur Maschinenüberwachung. Bei einem Warnsignal mit Code kann der Bediener diesen direkt im Display ablesen. Weist der Code auf eine Wartung hin, kann die Störung ohne Servicetool behoben werden. Bei größeren Störungen kann der Code an den Mecalac Service Partner zur Diagnose übermittelt werden. Dies soll Wartungskosten reduzieren und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen verbessern.
Motorisierung und Fahrantrieb
Die neuen AX Radlader sind mit wassergekühlten Deutz Turbo-Dieselmotoren mit 50 bzw. 55 kW ausgestattet, die der EU Abgasstufe III B entsprechen. Der Dieseloxidationskatalysator (DOC) ermöglicht einen wartungsfreien Betrieb. Ein Common Rail Einspritzsystem und die elektronische Motorregelung mit Anbindung an den Fahrantrieb sollen eine Ausnutzung der Motorleistung bei niedrigem Kraftstoffverbrauch gewährleisten.
Die AX-Baureihe ist mit einem automotiven, hydrostatischen Fahrantrieb ausgestattet. Zwei unter Last schaltbare Schaltstufen ermöglichen eine Anpassung an die Arbeitssituation bei optimiertem Kraftstoffbedarf. Die optionale MDrive-Funktion (Mecalac Drive) erlaubt das Einstellen der Motordrehzahl. Das Fußgaspedal wird zum Fahrpedal für die Fahrgeschwindigkeitsregelung (Kriechgang). Dies vereinfacht das Arbeiten mit hydraulisch angetriebenen Anbaugeräten wie Asphaltfräsen, Plattenverdichtern oder Kehrmaschinen. Eine hydraulische, bedarfsorientierte Lüftersteuerung soll minimalen Kraftstoffverbrauch und niedrige Geräuschemissionen ermöglichen.
Standsicherheit und Traktion
Das selbststabilisierende Knick-Pendelgelenk (Mecalac Self Stabilizing Concept) soll die Standsicherheit erhöhen und die Fahreigenschaften verbessern. Eine zuschaltbare 100 % Differenzialsperre in der Vorder- und Hinterachse sorgt für Traktion auf allen Rädern, auch in schwerem Gelände.
Leistungssteigerung und Diagnose
Der AX 1000 wurde mit einer Schubkrafterhöhung um 8 % auf 4100 daN ausgestattet, was das Fahrverhalten agiler gestalten soll. Das Diagnosesystem Mecadiag vereinfacht die Auswertung der Maschinendaten. Es ermöglicht eine schnelle Diagnose und optimiert die Wartung, indem es dem Service-Techniker die Erkennung notwendiger Service-Maßnahmen erleichtert.
