Mehr als 3.000 neue Azubis im Jahr 2020
Die Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin und zum Landschaftsgärtner war im Jahr 2020 so gefragt wie nie zuvor. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e. V. und des Ausbildungsförderwerks Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) e. V. Bis zum 31. Dezember 2020 starteten 3.059 Auszubildende bei umlagepflichtigen GaLaBau-Betrieben in ihr erstes Lehrjahr. Damit wurde erstmals die Marke von 3.000 Neueintritten überschritten. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 3,4 Prozent. Für die Branche ist das ein deutliches Signal, dass der Beruf der Landschaftsgärtnerin und des Landschaftsgärtners weiter an Attraktivität gewinnt – trotz der besonderen Herausforderungen des Pandemiejahres.
Wachsender Zuspruch für einen praxisnahen Beruf
BGL-Vizepräsident Paul Saum zeigt sich über die Entwicklung sehr erfreut:
„Um 3,4 Prozent ist die Zahl unserer neuen Auszubildenden im 1. Lehrjahr in 2020 bei den umlagepflichtigen Ausbildungsbetrieben gestiegen – das finde ich besonders erfreulich! Unser Beruf erfreut sich wachsender Beliebtheit.“
Gleichzeitig würdigt er die Rolle der Ausbildungsbetriebe:
„An dieser Stelle gilt mein großer Dank all‘ denjenigen Betrieben, die seit vielen Jahren zuverlässig unseren GaLaBau-Nachwuchs ausbilden. Sie dürfen zu Recht stolz auf ihre Leistungen sein und haben einen großen Anteil an diesen Erfolgszahlen.“
Der positive Trend zeigt sich nicht nur bei den Neueintritten. Über alle drei Ausbildungsjahre hinweg lernen bundesweit aktuell rund 7.460 junge Menschen den Beruf der Landschaftsgärtnerin und des Landschaftsgärtners. Das sind fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
Koordinierte Nachwuchswerbung als Erfolgsfaktor
Nach Einschätzung des BGL ist dieser Zuwachs kein Zufall. Vielmehr beruht er auf einem abgestimmten Vorgehen aller Beteiligten. Paul Saum nennt dabei insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen den Referentinnen und Referenten für Nachwuchswerbung in den Landesverbänden, dem AuGaLa sowie den Sozialpartnern BGL und IG Bau. Hinzu komme das persönliche Engagement der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in den Betrieben vor Ort. Diese Kombination aus zentraler Strategie und praktischer Ausbildungsarbeit zahlt sich aus. Die Betriebe präsentieren den Beruf authentisch und praxisnah, während die Verbände für eine einheitliche Ansprache und hohe Sichtbarkeit sorgen.
Imagearbeit und Perspektiven im Klimawandel
Ein wichtiger Baustein der Nachwuchsgewinnung ist die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit. Mit gezieltem (Online-)Marketing, einem Azubi-Blog und weiteren Kommunikationsmaßnahmen stärken BGL und seine Partner das Image des Berufs „Gärtner/in Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“, kurz Landschaftsgärtner/-in. Gerade als „grüner Beruf“ gewinnt die Ausbildung zusätzlich an Bedeutung. Themen wie Klimawandel, nachhaltige Gestaltung von Freiräumen und lebenswerte Städte sprechen immer mehr junge Menschen an. Der GaLaBau bietet ihnen ein vielseitiges Tätigkeitsfeld mit guten Zukunftsperspektiven – ein Aspekt, der sich zunehmend auch in den Ausbildungszahlen widerspiegelt.
