Verbände und Organisationen

Mehr Wertschöpfung für Schnittblumen in Deutschland

Der BGI veranstaltete ein Treffen zum Thema „Schnittblumen Made in Germany“, um die Wertschöpfung in der Branche zu steigern. Produzenten und Händler diskutierten Herausforderungen und Potenziale, um die Qualität und Nachhaltigkeit deutscher Schnittblumen hervorzuheben.

BGI-Treffen zur Stärkung der deutschen Schnittblumenproduktion

Der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels e.V. (BGI) veranstaltete kürzlich ein Treffen zum Thema „Schnittblumen Made in Germany“. Das Interesse der Branche war groß, der Saal im Versuchszentrum Gartenbau in Straelen war voll besetzt.

Mit dieser Veranstaltung haben wir offensichtlich genau das Interesse und den Bedarf der Branche getroffen. Wir wissen, dass der Sektor an seinen Möglichkeiten zur Wertschöpfung arbeiten muss. Deshalb haben wir zu diesem Thema bereits einige Veranstaltungen durchgeführt. Dieses Treffen richtete sich ausschließlich an den Schnittblumensektor und da haben wir mit dem Thema wohl genau den Nerv getroffen.

Die Veranstaltung wurde vom Versuchszentrum Gartenbau der Landwirtschaftskammer NRW und der Veiling Rhein-Maas unterstützt. Produzenten, Einzel- und Großhändler tauschten sich über ihre Erfahrungen und Ideen zur besseren Nutzung von Wertschöpfungsmöglichkeiten aus. Dr. Marianne Altmann von der Marketingberatung CoConcept moderierte die Diskussion und fasste die verschiedenen Aspekte zu ersten Handlungsempfehlungen zusammen.

Herausforderungen und Potenziale der deutschen Schnittblumenproduktion

Die Erfahrungen und Erwartungen der verschiedenen Branchenbereiche zeigten sich als unterschiedlich. Britta Biegler von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) präsentierte aktuelle Zahlen und Fakten. Dr. Altmann gab einen Überblick über die Schnittblumenproduktion in Deutschland. Obwohl die Anzahl der Betriebe leicht rückläufig ist, sind noch etwa 1.300 Betriebe unter Glas und rund 2.000 Betriebe im Freiland aktiv.

Ein wiederkehrender Kritikpunkt war, dass die Anforderungen und Bestimmungen für die Produktion in Deutschland sehr hoch, streng und damit kostenintensiv sind. Dies führt dazu, dass die Produktion von Schnittblumen in Deutschland als nachhaltig und umweltfreundlich gilt. Dennoch wird in den Medien verstärkt über "fair produzierte und gehandelte" Blumen, insbesondere aus Afrika, berichtet. Die deutschen Produzenten wünschen sich, dass auch die Schnittblumen "Made in Germany" stärker in den Fokus der Medien rücken.

Produzenten und Handel waren sich einig, dass Schnittblumen "Made in Germany" für Qualität, Nachhaltigkeit und lange Haltbarkeit stehen. Diese Qualitätskriterien werden oft durch Regionalitätssiegel ergänzt, wie beispielsweise die Aktion der Blumengroßmärkte "Wir sind von hier!".

Ausblick und weitere Schritte

Der BGI und die Teilnehmer zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen der Veranstaltung.

Es war nicht zu erwarten, dass wir am Ende dieses Tages ein fertiges Handlungskonzept vorliegen haben, nach dem die Branche nun arbeiten kann. Das hat wohl auch niemand wirklich erwartet. Wir haben aber eine Diskussion angestoßen und die Betroffenen miteinander ins Gespräch gebracht. Wichtig ist vor allem, dass die Beteiligten diese Kommunikation weiterführen und verinnerlichen, dass Veränderung nötig und möglich ist. Auf unserem Verbandstag im September in Hamburg werden wir dieses Thema wieder auf der Tagesordnung haben.

Eine umfassende Zusammenfassung der Veranstaltung "Schnittblumen Made in Germany" wird erstellt und im Laufe des nächsten Monats verfügbar sein. Interessierte können diese Dokumentation kostenfrei beim BGI anfordern.

28.06.2013

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