Herausforderungen und Bedeutung des Freizeitgartenbaus
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner riet bayerischen Gartenfreunden zur Geduld, obwohl zu Wochenbeginn frühlingshafte Temperaturen herrschten. Spätere Aussaaten und Pflanzungen entwickeln sich seinen Worten zufolge wesentlich besser als zu frühe Anzuchten. Dies erklärte der Minister bei der Eröffnung der „Garten München 2013“ auf dem Messegelände in Riem.
Bevor die Gartenarbeit beginnen kann, müsse sich der Boden abtrocknen und erwärmen. Der Winter habe der Natur zugesetzt. Zwar sei nicht mit größeren Frostschäden zu rechnen, doch unter den Schneelasten im Wechsel mit Tauwetter hätten vor allem bruchempfindliche Gehölze gelitten. Zudem erwarten Experten aufgrund des schneereichen Winters eine Schneckenplage für die kommende Gartensaison.
Der Trend zum Hobby-Gärtnern ist in Bayern ungebrochen. Jeder sechste Einwohner im Freistaat betreibt Gartenarbeit. Die mehr als zwei Millionen Gartenbesitzer pflegen und bewirtschaften eine Fläche von insgesamt 135.000 Hektar.
Der Freizeitgartenbau in Bayern stellt mit einem Gesamtumsatz von rund 2,5 Milliarden Euro einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Weitere über 800 Millionen Euro Umsatz werden im Bereich des Gartentourismus erzielt. Der Freistaat unterstützt Erwerbsgartenbau und Freizeitgärtner unter anderem durch ein umfangreiches Beratungsangebot.
Experten der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim bieten fachkundigen Rat über das Gartentelefon unter 0931 9801147 sowie per E-Mail unter Bay.Gartenakademie@lwg.bayern.de. Die „Garten München“, die zum 19. Mal stattfindet, hat sich zu einer der beliebtesten grünen Verbrauchermessen Süddeutschlands entwickelt.
Besucher können dort Informationen und Anregungen für den eigenen Garten oder die Terrasse erhalten. Die „Garten München“ ist Teil der Internationalen Handwerksmesse und dauert noch bis zum 12. März. Beide Messen sind täglich von 09:30 bis 18:00 Uhr geöffnet.
