Aus- und Weiterbildung, Verbände und Organisationen

Mit einem Praktikum den Gärtnerberuf erkunden

Ein Praktikum bietet Schülern die Möglichkeit, den Arbeitsalltag im Gärtnerberuf kennenzulernen. Es vermittelt realistische Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche und kann die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen.

Erste Einblicke in den Gärtnerberuf gewinnen

Ein Praktikum bietet Schülern die Möglichkeit, den Arbeitsalltag im Gärtnerberuf kennenzulernen. Es kann im Rahmen eines Betriebspraktikums oder freiwillig in den Schulferien absolviert werden.

Durch ein Praktikum erhalten Interessierte Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche, wie Freiland- oder Gewächshausarbeit, den Einsatz von Technik und die spezifischen Tätigkeiten in Fachrichtungen wie der Friedhofsgärtnerei oder dem Gemüsebau. Es ergänzt Informationen, die bereits über das Internet, Berufsverbände oder Ausbildungsmessen gesammelt wurden, um eine realistische Vorstellung des Berufsalltags zu vermitteln.

Der Gärtnerberuf ist mit seinen sieben Fachrichtungen sehr vielfältig. Die Einsatzorte reichen von der Gärtnerei über die Baumschule bis zum Gartencenter. Ein Praktikum kann zudem die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen, da es das Interesse und eine realistische Vorstellung vom Beruf demonstriert.

Zeitpunkt und Dauer des Praktikums

Idealerweise findet ein Praktikum im vorletzten Schuljahr statt, da viele Ausbildungsplätze bereits ein Jahr vor Ausbildungsbeginn ausgeschrieben werden. Schulpraktika können dafür genutzt werden, aber auch Ferien bieten sich an, um in den Beruf hineinzuschnuppern.

Die Dauer des Praktikums sollte mit dem jeweiligen Betrieb abgesprochen werden. Bereits ein bis zwei Wochen können einen ersten Eindruck vermitteln. Die Sommerferien sind oft geeignet, da in dieser warmen Jahreszeit im Gartenbau Hochbetrieb herrscht. Auch zu anderen Jahreszeiten gibt es jedoch vielfältige Aufgaben für Gärtner.

Praktikumsplatz finden

Für die Suche nach einem Praktikumsplatz können zunächst Familie, Lehrer und Freunde nach bekannten Betrieben in der Nähe befragt werden. Online-Praktikumsbörsen sind eine weitere Option, wobei nicht alle Unternehmen dort inserieren.

Die Ausbildungsplatzsuche kann ebenfalls zur Identifizierung von Betrieben in der Nähe genutzt werden. Fachmagazine, Ausbildungsmessen oder die örtlichen Berufsinformationszentren der Arbeitsagentur sind weitere Anlaufstellen. Eine direkte Kontaktaufnahme mit Unternehmen vor Ort, persönlich oder telefonisch, ist ebenfalls möglich. Dabei können Fragen zu Ausbildungsfachrichtungen und Bewerbungsmodalitäten geklärt werden; oft ist keine schriftliche Bewerbung erforderlich.

Praktikum optimal nutzen

Um das Praktikum effektiv zu gestalten, ist es ratsam, vorab mit dem Praktikumsbetreuer den Ablauf zu besprechen und eigene Interessensgebiete einzubringen. Ein gemeinsamer Praktikumsplan, der die Aufgaben umreißt, kann hilfreich sein.

Es ist wichtig, die Praktikumszeit bewusst zu nutzen, um möglichst viele Einblicke zu gewinnen. Dazu gehört, Kollegen und Auszubildenden über die Schulter zu schauen und Unterstützung anzubieten. Am Ende des Praktikums sollte ein Feedback zur eigenen Arbeit eingeholt werden.

Wer sich anschließend um einen Ausbildungsplatz bewerben möchte, sollte sich nach Bewerbungsfristen und Voraussetzungen erkundigen und den Kontakt zum Betrieb aufrechterhalten. Einige Unternehmen stellen ein Praktikumszeugnis oder eine Beurteilung aus, die für spätere Bewerbungen nützlich sein kann.

15.07.2022

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