Aus- und Weiterbildung

Ausbildertreffen 2016: Austausch über Nachwuchswerbung und Ausbildungsinhalte

Rund fünfzig Ausbilder aus Berlin und Brandenburg trafen sich zum jährlichen Ausbildertreffen. Im Fokus standen der Austausch über aktuelle Themen, Nachwuchswerbung und die Vorstellung neuer Entwicklungen in der Ausbildung. Auch das digitale Berichtsheft und ÜA-Kurse wurden diskutiert.

Nachwuchswerbung, digitales Berichtsheft und weitere Themen

Stefan Mingramm vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg (FGL) berichtete über die Aktivitäten auf der Bundesgartenschau (BUGA) 2015 Havelregion. Diese wurde als Erfolg für den Berufsstand und zur Nachwuchswerbung bewertet. Die Aktionen des Garten- und Landschaftsbaus konzentrierten sich auf das Packhof-Gelände in Brandenburg an der Havel, wo ein temporäres Haus der Landschaft errichtet wurde. Eine Lehrbaustelle, Wettbewerbe, Vorträge und weitere Aktionen informierten Besucher über das Spektrum der Branche und des Berufs.

Ein weiteres Thema war das Online-Berichtsheft. Einige Betriebe nutzen dieses bereits, während bei anderen noch Klärungsbedarf bestand. Ausbilder äußerten den Wunsch nach einem Online-Zugang, der unabhängig vom Auszubildenden ist, um sich vorab mit dem System vertraut machen zu können. Technische Fragen zum Hochladen von Bildern und zu Kommentarfunktionen wurden ebenfalls besprochen. Ziel war es, Interesse für diese Form der Berichtsheftführung zu wecken.

ÜA-Kurse und Arbeitsschutz im Fokus

Annette Senge, Ausbilderin der LAGF, stellte den ÜA-Kurs „Staudenverwendung“ vor. In diesem Kurs planen Auszubildende einen kleinen Garten und setzen die Bepflanzung praktisch um. Der Kurs wird individuell an das unterschiedliche Vorwissen der Auszubildenden angepasst, wobei die Vermittlung von Pflanzenkenntnissen im Vordergrund steht.

Gerald Schütze von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) thematisierte unter dem Motto „Denk an mich. Dein Rücken“ das gesunde Heben und Tragen von Lasten. Er verdeutlichte die Gefahren von Fehlbelastungen und die langfristigen Schäden durch falsches Verhalten und ungesunde Arbeitsbedingungen auf Baustellen. Prävention und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen können dem entgegenwirken.

Zudem erläuterte Rita Kaiser, Geschäftsführerin des FGL, die neuen Förderrichtlinien für die überbetriebliche Ausbildung (ÜA). Die Betriebe zeigten sich erstaunt über den bürokratischen Aufwand und die strengen Vorgaben in diesem Bereich.

Das Treffen bot auch Raum für Diskussionen und den direkten Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen der Berufsbildung im Garten- und Landschaftsbau.

25.01.2016

Zurück