Wartungstipps für eine längere Lebensdauer der Sägeschiene
Eine gut geschärfte Kette reduziert die Belastung der Schiene und minimiert die Erhitzung der gesamten Schneidgarnitur. Entscheidend ist auch eine ausreichende Schmierung. Es empfiehlt sich, stets zuerst den Öltank und dann den Benzintank zu befüllen, um ein Arbeiten mit trockener Sägekette zu vermeiden. Die Schmierfunktion lässt sich durch einen Probelauf überprüfen: Erzeugt abgeschleudertes Öl einen sichtbaren Streifen vor der Säge, ist die Schmierung gewährleistet.
Verfügt die Schiene über ein Schmierloch am Umlenkstern, sollte dieses regelmäßig geschmiert werden. Eine korrekte Kettenspannung ist ebenfalls wichtig, da eine zu lockere Kette nach der Umlenkung auf die Schiene schlagen und so erhöhten Verschleiß verursachen kann.
Pflege nach längerem Gebrauch
Nach längerem Einsatz ist eine gründliche Reinigung der Schiene erforderlich. Bei starker Verschmutzung oder Verharzung können spezielle Reiniger zum Einsatz kommen. Die Schienennut sollte mit einem speziellen Schwertnutreiniger oder einem anderen geeigneten Werkzeug sorgfältig ausgekratzt werden. Ebenso sind die Öllochbohrungen am Schienenanschluss sowie gegebenenfalls die Schmierlöcher am Umlenkstern zu reinigen. Zum Abschmieren des Umlenksterns dient eine Fettpresse mit feiner Spitze.
Zudem ist auf Gratbildung an den Laufflächen zu achten. Entstandene Grate sollten bei Bedarf mit einer Flachfeile entfernt werden.
Wann ein Schienenwechsel notwendig wird
Trotz guter Wartung ist die Haltbarkeit einer Schiene begrenzt. Neben dem natürlichen Verschleiß können auch Beschädigungen einen Austausch erforderlich machen. Anzeichen für einen notwendigen Wechsel sind Abplatzer in der Führung, eine verbogene Schiene, ein defekter Umlenkstern oder eine ungleichmäßig breite Nut. Im Zweifelsfall sollte ein Austausch der Schiene bevorzugt werden, da ein fehlerhaftes Bauteil zu erhöhtem Verschleiß an anderen Komponenten führen und die Arbeitssicherheit beeinträchtigen kann.
Schulungsangebote der DEULA-Bildungszentren
Die DEULA-Bildungszentren bieten neben Motorsägenlehrgängen auch Kurse zur Wartung und Pflege von Kleingeräten an. Ein Beispiel ist der:
Motorsägenlehrgang Modul A nach DGUV
Dieser Lehrgang behandelt die Anforderungen aus Unfallverhütungsvorschriften und Regeln der Unfallversicherungsträger, den Umgang mit Motorsägen und Werkzeugen sowie den Arbeitseinsatz unter Praxisbedingungen. Die Inhalte umfassen:
- Maschinen und Geräte
- Arbeitsschutz
- Arbeitstechniken
- Wartung und Pflege der Motorsäge und Werkzeuge
- Motorsägeneinsatz in der Praxis
Der Lehrgang erfüllt den Mindestumfang der Motorsägen-Ausbildung gemäß DGUV Information 214-059, Modul A. Er ist Voraussetzung für die Teilnahme am Modul C.
Voraussetzungen und Zielgruppe
Teilnehmer müssen ein Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben und die Befähigung im Sinne von § 7 DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" in Verbindung mit DGUV Regel 114-018 "Waldarbeiten" besitzen, was eine körperliche und geistige Eignung einschließt. Eine persönliche Schutzausrüstung für die Motorsägenarbeit ist erforderlich.
Der Lehrgang richtet sich an Unternehmer und Mitarbeiter aus Baubetriebshöfen, Straßenmeistereien und kommunalen Betrieben, die der DGUV unterliegen. Die Dauer beträgt zwei Tage. Termine und weitere Informationen sind auf Anfrage erhältlich.
