Wiederherstellung von Sportstätten nach Naturkatastrophen
Sachsen war in den letzten Jahren wiederholt von Hochwasserereignissen betroffen, die erhebliche Schäden verursachten. Das Hochwasser von 2013 betraf weite Teile Westsachsens und des Vogtlandes, wobei insgesamt 295 von 438 Gemeinden überflutet wurden. Neben Wohngebieten waren auch Sportstätten betroffen, die anschließend wiederhergestellt werden mussten.
In Waldenburg wurde ein Sportplatz durch das Hochwasser unbespielbar. Die Sanierung des Tennenbelags wurde der Grünland GmbH aus Bernsdorf übertragen. Für die Wiederherstellung des Sportplatzes setzte das Unternehmen einen modifizierten Fertiger AFT 350 E von Ammann ein, um einen präzisen Endzustand zu erreichen.
Grünland GmbH: Spezialist für „grüne“ Baubereiche
Die Grünland GmbH wurde 1993 gegründet und ist auf verschiedene Bereiche der Baubranche spezialisiert. Geschäftsführer Thomas Reinhold leitet das Unternehmen, das neben der Sportplatzsanierung auch Baum- und Landschaftspflege, Gewässerbau sowie forstlichen und ländlichen Wegebau anbietet.
Einsatz des Ammann-Fertigers AFT 350 E
Im Jahr 2014 entschied sich die Grünland GmbH für die Anschaffung eines Ammann-Fertigers. Die Überlegung entstand aus dem Bedarf, Wege für eine dauerhafte Befahrbarkeit anzulegen. Nach einer Präsentation des Kettenfertigers AFT 350 E fiel die Wahl auf dieses Modell. Der Fertiger eignet sich für den Einbau von Asphalt und ungebundenen Materialien mit einer Arbeitsbreite von bis zu 3,5 Metern. Durch die Modifikation des Fertigers erweiterte sich das Leistungsspektrum der Grünland GmbH auch auf die Sportplatzsanierung.
Ein weiteres Argument für den Kauf war die Möglichkeit, mit dem AFT 350 ein Dachgefälle auf großen Flächen zu erstellen. Dies ermöglicht, dass die Mittelachse längs den höchsten Punkt bildet und Regenwasser zu den Seiten abfließen kann.
Individueller Umbau für ungebundenes Material
Da die Grünland GmbH ausschließlich mit ungebundenem Material arbeitet, wurde der Fertiger von Ammann-Technikern modifiziert. Thomas Reinhold erläutert die Anpassung:
Für uns war entscheidend, dass die Bohle im Unterschied zur Standardausführung noch ein Stück verschoben und somit der Durchlass vergrößert wurde, damit wir problemlos mit Material wie Schotter bis zu einer Körnung von 0/45 und Splitt-Sand-Gemischen arbeiten können.
Arbeitsablauf bei der Sportplatzsanierung
Beim Projekt in Waldenburg konzentrierte sich die Kolonne der Grünland GmbH auf den Austausch der beiden obersten Schichten, da kein vollständiger Neubau erforderlich war. Ziel war die Erneuerung der Frostschutzschicht, um optimalen Schutz und Tragfähigkeit für die Deckschicht zu gewährleisten. Der Platz sollte zudem witterungsbeständig sein, um starken Regen und Trockenphasen ohne übermäßige Staubentwicklung zu kompensieren.
Die Sanierung des Sportplatzes in Waldenburg erfolgte in mehreren Schritten. Zunächst wurden die alten, überschwemmten Schichten des Tennenbelags abgetragen. Anschließend wurde mit dem Ammann-Fertiger eine kapillarbrechende Frostschutzschicht aus Schotter mit 0/32er- und 0/45er-Korngröße eingebaut. Diese Unterbau-Schicht hatte eine durchschnittliche Dicke von 15 cm, um Stabilität und Frostschutz zu gewährleisten. Nach dem Einbau mit dem AFT 350 wurde der Unterbau mit einer Tandemwalze AV 33 von Ammann verdichtet.
Danach erfolgte der Einbau der Deckschicht durch die vierköpfige Kolonne unter der Leitung von Thomas Reinhold. Die Deckschicht wurde in einer durchschnittlichen Dicke von 4 cm aufgebracht. Die automatische lasergestützte Nivellierung des Fertigers sorgte für eine gleichmäßige Oberfläche. Auch die Deckschicht wurde anschließend mit der Ammann-Tandemwalze bis zum gewünschten Verdichtungsgrad verdichtet. Für die Deckschicht verwendete die Kolonne ein Stein-Sand-Splitt-Gemisch mit der Korngröße 0/8.
Befüllung und Steuerung des Fertigers
Während des Schichteneinbaus wurde der Fertiger, dessen Kapazität je nach Material bis zu acht Tonnen beträgt, kontinuierlich mit einem Radlader befüllt. Thomas Reinhold erläutert die Wahl des Radladers:
Üblicherweise befüllen wir den Fertiger per LKW, in diesem Fall hier in Waldenburg haben wir uns wegen der eingeschränkten Zufahrtsmöglichkeiten für einen Radlader entschieden.
Die Materialförderung beim AFT 350 E erfolgt über ein doppelt reversierbares Förderband. Die Steuerung ist manuell oder im Automatikbetrieb über Schaltwippen möglich. Die hydraulisch höhenverstellbaren Schnecken sind reversierbar und werden seitenunabhängig über Paddels gesteuert, was eine gleichmäßige Verteilung des Mischguts vor der Bohle ermöglicht.
Thomas Reinhold hebt die Steuerung des AFT 350 E hervor:
Wir schätzen im Team besonders das elektronische Leitsystem, denn es ermöglicht gleichmäßiges Lenken bei exakt gleichbleibender Geschwindigkeit. Zudem fährt der Ammann-Fertiger wegen der elektronischen Steuerung besonders weich an und lässt sich ebenso weich stoppen.
Thomas Reinhold von der Grünland GmbH zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Sanierung:
Es hat sich besonders hier in Waldenburg gezeigt, dass die Entscheidung für den Ammann-Fertiger die richtige war. Das Zusammenspiel von fein dosierter Steuerung, dem passenden individuellen Umbau für ungebundenes Material sowie die lasergestütze Nivellierung und nicht zuletzt die enorme Effizienz des Fertigers ergeben eine perfekt sanierte Sportplatzfläche, mit der wohl jeder hochzufrieden sein kann.
Die Sportler des SV Waldenburg können den Spiel- und Trainingsbetrieb auf dem sanierten Platz wieder aufnehmen.
