Berufsbild des Landschaftsgärtners auf der IGA Berlin 2017
Die IGA Berlin 2017 wird genutzt, um den Beruf des Landschaftsgärtners einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Dazu werden der Landes- und Bundesberufswettbewerb auf dem IGA-Gelände ausgetragen. Schulen sind eingeladen, das Grüne Klassenzimmer zu besuchen. An besucherstarken Wochenenden demonstrieren Auszubildende auf der Lehrbaustelle ihre Fähigkeiten und stehen Familien sowie Jugendlichen als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem werden Berufsberater der Agentur für Arbeit eingeladen, um ihr praktisches Wissen über den Landschaftsgärtnerberuf zu erweitern.
Eine neue bundesweite Nachwuchswerbekampagne des Ausbildungsförderwerks Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) wurde ebenfalls vorgestellt. Die Kampagne soll durch ihre Motive eine Auseinandersetzung mit dem Berufsbild anregen.
Integration und Ausbildung als Lösungsansatz
Die Rolle von geflüchteten Menschen bei der Linderung des Fachkräftemangels wurde diskutiert. Manfred Gnoss, Willkommenslotse beim FGL, berichtete von ersten erfolgreichen Praktika. Als Herausforderung wurden mangelnde Sprachkenntnisse identifiziert. Die Ausbilder erörterten die Möglichkeit einer geförderten Einstiegsqualifizierung. Diese könnte sowohl für Geflüchtete als auch für Jugendliche aus der Region, die noch nicht ausbildungsreif sind, angeboten werden.
Überbetriebliche Ausbildung und Prüfungsneuerungen
Die überbetriebliche Ausbildung an der LAGF war ebenfalls Thema. Melanie Kirsch, Ausbilderin an der LAGF, stellte den Wahlpflichtkurs „Bau Und Vegetationstechnik“ vor. Im Anschluss wurde über die Vermittlung von Pflanzenkenntnissen während der überbetrieblichen Ausbildung und die Verantwortung der Ausbildungsbetriebe für die Pflanzenkenntnisse ihrer Auszubildenden gesprochen.
Matthias Lösch, Vorsitzender des FGL, ermutigte die Ausbilder, ihren Auszubildenden Hospitationen in anderen Betrieben zu ermöglichen. Dies biete den Auszubildenden die Chance, Abläufe in verschiedenen Betrieben kennenzulernen und Fertigkeiten in selteneren Tätigkeitsfeldern wie Natursteinmauern oder Schwimmteichen zu verbessern.
Kerstin Holle, seit September 2016 Leiterin der Zuständigen Stelle in Berlin, informierte über Änderungen bei den Prüfungen. Dazu gehören die Berichtsheftkontrolle zur Zwischenprüfung und eine erste verbindliche Prüfungspflanzenliste. Die rund fünfzig Ausbilder nutzten den Tag für den Informations- und Erfahrungsaustausch sowie zur Diskussion der verschiedenen Themen.

