Systematisches Lernen und praktische Anwendung im GaLaBau
Im 23-minütigen Video „Magdalena lernt Pflanzen“ auf dem YouTube-Kanal des VGL Bayern demonstriert die Auszubildende Magdalena Gandl wesentliche Aspekte der Pflanzenkunde. Ein grundlegendes Interesse an Pflanzen sowie eine regelmäßige und systematische Wissensaneignung sind dabei entscheidend. Während der dreijährigen Ausbildung empfiehlt sich das Erlernen von durchschnittlich zwei Gewächsen pro Woche, was einschließlich der botanischen Bezeichnungen vier Pflanzennamen wöchentlich bedeutet.
Zur Strukturierung des Lernstoffs kann die Pflanzenwelt in die Kategorien Gattung, Art und Sorte unterteilt werden. Eine weitere Orientierung bieten Unterscheidungen nach Wuchsform (baumförmig, strauchförmig, niederliegend) sowie Blüh- und Laubaspekten im Jahresverlauf (immergrün, sommergrün).
Ausbilderin Jella Weist-Geisberger empfiehlt die sogenannte 5-Minuten-Lernmethode. Diese beinhaltet eine tägliche, mindestens fünfminütige Beschäftigung mit Pflanzen, idealerweise gemeinsam mit dem Ausbildenden. Lernorte können der Ausbildungsbetrieb, die Baustelle oder die Berufsschule sein.
Medien und Methoden zur Wissensvertiefung
Zur Unterstützung des Lernprozesses ist der Einsatz verschiedener Medien ratsam. Dazu gehören Pflanzetiketten von Gärtnereien und Baumschulen, Pflanzenbücher, das Berichtsheft und Pflanzen-Apps. Auch die Kontrolle von Lieferscheinen für Pflanzen sowie die selbstständige Erstellung und Realisierung schriftlicher Pflanzpläne mit Merkmalsbeschreibungen der Gewächse können hilfreich sein.
Ergänzend dazu existiert eine fünfteilige Filmserie des VGL Bayern, die im Vorjahr zur Vorbereitung auf die Landschaftsgärtner-Abschlussprüfungen produziert wurde und bereits über 150.000 Aufrufe verzeichnet.
Praktisches Erleben und Merkhilfen für Pflanzenkenntnisse
Neben der Nutzung von Lernmaterialien ist das Erleben von Pflanzen in ihren natürlichen Vegetationsbereichen mit allen Sinnen von Bedeutung. Magdalena besucht hierfür eine Staudengärtnerei, wo Veronika Bauer das Ordnungsprinzip der Pflanzen nach ihren Bedürfnissen erläutert, beispielsweise in trockenen und sonnigen sowie feuchten und schattigen Zonen. Zum Einprägen von Pflanzennamen und Eigenschaften empfiehlt Bauer den Einsatz von logischen, emotionalen oder ungewöhnlichen Eselsbrücken.
Im Bereich der Gehölze erläutert Weist-Geisberger relevante Merkmale wie Blattstruktur, Laubfärbung, Knospe, Frucht und Rinde. Ein Besuch in einer Baumschule wird ebenfalls empfohlen. Dort stellt Sarah Buchhard verschiedene Sträucher, Hecken und Wildgehölze vor. Sie rät dazu, die unterschiedlichen Jahreszeiten als Merkhilfe zu nutzen und die botanischen Namen laut auszusprechen.
Magdalena nutzt ihr Smartphone, um Fotos zu machen und diese in einem elektronischen Pflanzenkatalog zu sortieren. Die Verwendung von Karteikarten unterstützt ebenfalls die Reflexion und das Behalten des Gelernten.
Kontinuierlich am Ball zu bleiben, den Spaß an den Pflanzen nicht zu verlieren und immer wieder Fragen zu stellen, ist entscheidend für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss.
