Strategische Integration und operative Vorteile
Die NUSSER-GRUPPE hat die ODM Stadtmöbel GmbH & Co. KG zum Jahreswechsel vollständig in die NUSSER Stadtmöbel GmbH & Co. KG integriert. ODM, bekannt für Ausstattungselemente aus Edelstahl und Glanzmetall, gehört bereits seit 2014 zur NUSSER-GRUPPE. Diese Fusion, die auf strukturellen und markenstrategischen Überlegungen basiert, soll die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte stärken.
Der Vertrieb der ODM-Produkte erfolgt nun über die NUSSER-Zentrale in Winnenden. Die Herstellung findet gemeinsam mit den NUSSER-Produkten in Waldbröl und am Firmensitz in Winnenden statt. Ziel ist es, durch die Zusammenführung mehr Transparenz im Markt und Effizienz in den Abläufen zu erreichen. Dies soll die Position der NUSSER-GRUPPE als Anbieter von Möbeln und Ausstattungsgegenständen für den öffentlichen Raum festigen. Die Produktion wird weiterhin überwiegend mit eigenen Mitarbeitern an eigenen Standorten durchgeführt.
Historie und Materialentwicklung
Die Geschichte des Unternehmens begann 1933 mit einem Zimmereibetrieb. Bereits 1939 stellte der Gründer Wilhelm Nusser erste Gartenbänke her, primär aus Holz. Diese Materialkenntnis führte dazu, dass Städte und Kommunen das Unternehmen mit der Gestaltung öffentlicher Freizeit- und Erholungsräume beauftragten. Das Produktportfolio erweiterte sich über die Jahrzehnte um Abfallbehälter, Sperrpfosten und Fahrradständer.
Mit dem technischen Fortschritt und veränderten architektonischen Anforderungen beeinflusste auch die Materialwahl der Stadtmöbel. Edelstahl wurde zunehmend für moderne Stadtviertel oder bei hohen Anforderungen an die Haltbarkeit eingesetzt. NUSSER STADTMÖBEL entwickelte daher Bänke mit Stahlelementen, wobei Holz weiterhin ein prägendes Material blieb. Der Bedarf an Stadtmöbeln komplett aus Stahl und Edelstahl wurde ab 2014 durch die Übernahme von ODM gedeckt.
Die Metallspezialisten aus Mosbach, ODM, ergänzten das NUSSER-Portfolio. Sie konzentrierten sich auf die Verarbeitung von Stahl und Edelstahl, insbesondere aufgrund der hohen Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse und mechanische Belastungen. ODM Stadtmöbel zeichneten sich durch eine reduziert-futuristische Gestaltung aus, wie in der Bankserie B600 oder der flexiblen Serie B300 mit Edelstahl- oder Stahlunterbau in Kombination mit Sitz- und Lehnelementen aus verschiedenen Materialien wie Rundrohr, Drahtgitter, Lochblech oder Holzleisten.
Nach der Übernahme profitierte ODM vom Bekanntheitsgrad der Firmengruppe und den gemeinsamen Kommunikationsplattformen. NUSSER konnte gleichzeitig die Kundenbedürfnisse umfassender abdecken und begann, gemeinsam neue Ideen umzusetzen.
Zukunftsperspektiven durch die Fusion
Die Entscheidung, alle Aktivitäten unter einem Markendach zu bündeln und die Produktion zu straffen, ist eine logische Konsequenz der bereits bestehenden Zusammenarbeit und gemeinsamen Projekte von NUSSER und ODM. Der direkte Know-how-Transfer und die gezieltere Nutzung der Produktionskapazitäten sollen Vorteile für das Unternehmen bringen. Das bisherige Produktprogramm wird größtenteils beibehalten. Durch die Zusammenführung der Kapazitäten können individuelle Kundenbedürfnisse besser berücksichtigt und Freiräume für die Entwicklung neuer, nutzerfreundlicher Bänke und Sitzgruppen geschaffen werden.
Die zunehmend mobile Gesellschaft, die unabhängiger von festen Arbeitsplätzen agiert, beeinflusst die Gestaltung des öffentlichen Raums. Dies erfordert ein neues Denken, das durch die gemeinsame Ausrichtung der NUSSER-GRUPPE gefördert werden soll.
